<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438</id><updated>2012-02-16T04:24:44.716-08:00</updated><title type='text'>-.-. .... -.. DAS CHARLY DAVIDSON WEBDOSSIER Die Spur zwischen den Zeilen -.-. .... -..</title><subtitle type='html'>&lt;b&gt;Dieses Webdossier listet fortlaufend, jedoch unchronologisch, Informationen auf, die im Zusammenhang mit dem verstorbenen Künstler Charly Davidson und dessen Karriere stehen.&lt;/b&gt;</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>80</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-2999165656768703677</id><published>2011-10-22T22:39:00.000-07:00</published><updated>2011-10-22T22:46:58.803-07:00</updated><title type='text'>2011-10-20 | BRAIN ONE erzählt, wie er 1977 und 1988 Charly Davidson kennen lernte</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Künstler, Produzent, Videomacher und inspirativer Kreativpartner von unzähligen Musikern, angefangen bei den frühen Tagen von STREET LIFE (die er 1972 mitbegründete) über David Byrne, David Bowie, Cluster, U2, Sting und Depeche Mode bis hin zu  Laurie Anderson, John Cale, Charly Davidson (aka Karl David Korff), Lang-Lang und Terry Riley, ist Brain O-N-E viel mehr als ein cleverer Musiker.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;O-N-E war schon lange von der Idee einer entwurzelten konzeptionellen Musik ohne klangliche Sehenswürdigkeiten fasziniert, eher er beinahe zufällig 1975 das Genre der 'Silent Music'  prägte, die das Prinzip einer sanften musikalischen Oberfläche verfolgt, wobei die menschliche Phantasie diese Musik weiterwebt und sie so erst ihre ganze Wirkung entfaltet. Drei Jahre später führte er seine 'Silent Music', mit Unterstützung des PINK FLOYD Schlagzeugers Dave Mason, als "Electronic Radiation" erstmals an öffentlichen Plätzen auf, um die Menschen zu beruhigen, wie er sagte: "Es ist eine besondere Klangfarbe, die die Menschen erfasst. 'Silent Musik' soll Ruhe und Raum zusammenführen. Sie ist auf vielen Ebenen des Hörens präsent, macht aufmerksam für neue Dinge."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es folgten Konzeptalben wie "Staccato Ostinato", "Musik For Storms", "Lifelights" und "Welcome To The Noise". Im letzten Jahr erreichte er mit seinem Album "A Light Vessel In Troubled Water" die Top-10 der britischen Album-Charts: ein Erfolg, den er sich, nach eigenem Bekunden, "nicht erklären kann" und der für "seine Art der Musik" ungewöhnlich ist. In wenigen Wochen folgt das neue Album von Brain O-N-E, das er "Isolation" betitelt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit genau zehn Jahren erscheinen seine neuen Werke, zusamen mit ausgewählten alten Produktionen von ihm, auf seiner eigenen Plattenfirma "b-o-n-e". Weiterhin hält er nach wie vor 50 % der Anteile an der Musik- und Medienfirma CBQ, die er 2002 mit der vor knapp drei Jahren verstorbenen deutschen Rocklegende Karl David Korff, den man in Germanien fast nur unter seinem Künstlernamen Charly Davidson kannte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Eher zufällig verhalf er 1988 seinem späteren Freund Korff zu Aufmerksamkeit, als er dessen Musik "Lounge Musik" taufte. Tatsächlich arbeitete O-N-E später selbst auf diesem Gebiet und erweiterte so sein Konzept von funktionaler Musik. Jedes Geräusch, jede Harmonie wie Disharmonie, dreht sie bei ihm wie eine Kugel in ihrem eigenen Bio-Raum. Im Interview mit Kevin Wyatt redet der eher introvertierte Musiker zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder über sich und seine Musik. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;EC: 2008 wollte die Gruppe IT CANAC TI eine akustische Version ihres Debutalbums "Music For Poets", das 1975 erschienen war, aufführen. Sie wollten das Konzert zusammen mit Karl David Korff besuchen. Er verstarb kurz davor bei einem Flugunfall und sie haben das Konzert dann alleine besucht. Wie haben Sie auf das Konzert reagiert?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;BO: Es war sehr bewegend und nach dem Konzert, erzählten mir einige Leute, dass sie mich nach den ersten Takten weinen sahen. Aber das war wegen sicher wegen Karl und nicht wegen der von mir komponierten Musik.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Was waren die Gründe für diesen Gefühlsausbruch?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich musste an ihn denken und an meine Musik für Poeten - er war ja in Deutschland eien wahrer Poet, ein Magier des Wortes in der Musik. Aber sicherlich kam es auch zum Teil aus dieser absurden Hingabe, dem hoffnungsloses Unterfangen, zu versuchen, eine exakte Kopie von etwas zu schaffen, das ohnehin schwer zu reproduzieren ist. Mit Karl verband mich, dass wir beide immer versucht haben, Neues zu schaffen, anstatt Altes zu reproduzieren. Nichts gegen den Versuch von IT CANAC TI, also es war wirklich schmeichelhaft, was sie aufführten. Aber meine Musik so zu hören, in einem neuen Leben jenseits der Platte, außerhalb meiner Kontrolle, war merkwürdig und aufwühlend. Und dann die Abwesenheit von Karl ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Wie und weshalb hat Ihre 'Slient Music' die Welt verändert?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Da die "Silent Music"-Phase für mich seit 1983 beendet ist, als "Welcome To The Noise" erschien, möchte ich das, mit dem notwendigen Abstand zu damals und meinem inzwischen angewachsenen musiktheoretischen Verständnis, so beschreiben: Bevor in mir die "Silent Music" entstand, bemerkte ich, dass sich die Hörgewohnheit meiner Freunde verändert hatte. In den 1970er Jahren begannen die Menschen, sich bessere Schallplattenspieler anzuschaffen als zuvor. Das veränderte die Art, wie sie, wie ich, wie wir alle, Musik hörten. Die Leute begannen die klanglichen Oberflächen zu bemerken, den Reichtum der Sounds. Ich erkannte dabei, dass das Aufnahmestudio der Ort war, die Textur von Tönen und Klängen zu verändern. Die Melodie und der Rhythmus eines Liedes, das ist die eine Ebene der Hörgewohnheit, die andere ist die leise, die kaum hörbare Ebene des Sounds, des Klanges eines Songs. Das war es, auf das ich mich konzentrieren wollte. "Silent Music" heißt ja nicht, dass alles still ist, nur eben ruhig, ruhig, ruhig. Kein Rock, kein Schlagzeuggetrommel sondern dezente Percussion, wie es Rick Masen getauft hat, keyboardflächen. das ist "Silent Music". Heute kann man das überall finden, manche sagen "Wellness"-Musik dazu, andere sagen "ruhige Musik", aber 1972 gab es das noch nicht in unserer Welt, da war dieses Musikgefühl neu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Und Ronny Punk spielte dabei für Sie eine große Rolle.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1975 begann ich bei Ronny Punk, dem Klangingenieur und Studiorevolutionär der 1970er Jahre zu lernen. Damals war ich eine ganze Zeit lang in Deutschland, nahm in seinem Stuudio "Electronic Radiation" auf, lernte viele deutsche Elektromusiker kennen. Und da besuchte mich auch ein junger Mann aus Frankfurt und  ich muss gestehen, dass ich ihn damals nicht ernst genommen habe. Ich betrachtete ihn eher als Fan von mir. Ich war von David Bowie nach Berlin geholt worden, um in den Hansa-Studios an seinen Musikproduktionen mitzuwirken. Da habe ich dann das, was ich von Ronny gelernt hatte, gleich umgesetzt. Auf Fans zutreffen war mir da eher lästig - ich gebe das hier gerne zu.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Aber später gründeten Sie mit diesem jungen Mann sogar mit CBQ eine eigene Plattenfirma? Das muss doch einen Grund gehabt haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ja. 1988 war ich zur Frankfurter Musikmesse eingeladen, wo mir ein Preis verliehen wurde, und da erreichte mich eine Anfrage von einem Karl David Korff, ihn in seinem Studio in der Nähe von Frankfurt zu besuchen. Er schrieb mir nur, dass wir uns mehr als ein Jahrzehnt zuvor in Berlin bereits einmal getroffen hätten, aber ich konnte mich nur dunkel erinnern. Dass er da in Deutschland schon ein Rockstar war, unter seinem Pseudonym Charly Davidson, das wusste ich nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Haben Sie sofort das Potential seiner Musik erkannt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Es ist nicht eine Frage, ob man Potential erkennt, sondern, welches Potential man erkennt. Jede Musik hat Potential, schlechtes wie gutes. Aber sehen wir es doch einmal wertfrei: Dieser Mann war in Deutschland ein Rockstar, ein Deutsch-Rock-Star. Ein Genre, von dem ich überhaupt keine Ahnung hatte und habe, keinen Schimmer, von was, überwas er sang.. Im Studio traf ich seinen Produzenten, Helmut Prosa, und der machte mich mit dem früheren Produzenten von Charly bekannt: Eberhard Panne, der ASH RA und Klaus Schulze produziert hatte - das interessierte mich wirklich. Dann kam er und sofort veränderte sich der Raum. Ich spürte, dass das Studio sein Arbeitsbereich war - erst später stellte ich fest, welch ein Arbeitspensumem er sich auferlegt hatte: da trafen zwai Menschen aufeinander, im feld der Musik, aus völlig unterschiedlichen Gebieten, die ähnlich intensiv arbeiteten. Und als ich kurz danach, so hier und da den Namen Charly Davidson erwähnte, sagte man mir "Der Kerl ist ein Rockstar in Deutschland, der Hallen füllt, ein Live-Mann." und ich dachte: das ist ja interessant. Ich spüre, dass er in einem Studio auflebt und live - ich gebe zu, das dies nie meine Welt war und ist - ist er auch authentisch. Das interessierte mich dann wirklich. So jemanden trifft man selten im Leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Das war also für Sie das Fazinierende an ihm?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Faszinierned? Nein. Ich würde eher sagen, wir hatten ab einem gewissen Moment einen passenden Schlüssel, um durch die selbe Tür zu gehen, obwohl wir aus unterschiedlichen Richtungen und Zeiten kamen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;In seinem Studio hat er Ihnen doch damals bestimmt etwas vorgespielt, um Sie zu beeindrucken.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, seine aktuelle Produktion, aus der später die Urstufe der 'Lounge Musik' wurde. Ich fand das ansprechend, aber nicht so außergewöhnlich, dass es mich damals weiter interessiert hätte. Sagen wir mal: ihre Referenz war zu schwach, um mein künstlerisches Interesse zu wecken. Was ich gelungen fand, war die Einbindung von Geräuschen und sanften Drumsounds. Das Entscheidende, danach trotzdem in Kontakt mit ihm zu bleiben war - so merkwürdig es klingt, wenn man mich kennt - das Tape, das gleiche Tape, das er mir schon elf Jahre zuvor gegeben hatte. Er drückte es mir beim Abschied noch einmal in die Hand und auf der Fahrt zur Frankfurter Musikmesse hörte ich es mir an, um mehr über ihn zu erfahren. Lassen Sie es mich so ausdrücken:  Es hat mich berührt. Elf Jahre zuvor war Karl 19 Jahre alt gewesen und hatte Musik gemacht, die er Elektromusik nannte. Das Tape war großartig; seine Liedanfänge federleicht und trotzdem episch. Klassische Musik ist auf eine klare Unterscheidung zwischen Musik und Geräusch gegründet. In der elektronischen Musik, sind diese Barrieren gefallen. Ich träume ja immer von einer Musik ohne Grenzen, wobei klassische Instrumente, neue elektronische Geräte und „Nicht-Instrumente“ wie Frösche, Vogelgezwitscher und Wasserrauschen zusammenwirken. Dieses, so dachte ich damals, sollte meine Palette sein, um Klangfarben zu mischen. Ich hätte alle diese Elemente zur Verfügung und wäre frei, um mit ihnen zu arbeiten, was immer mir gefällt. Und nun hörte ich im Auto auf der Fahrt zur Perisverleihung dieses elf Jahre alte Tape von ihm und es hatte schon fast alles, was ich mir 1977 für mich gewünscht hätte. Plötzlich standen mir Tränen in den Augen - Tränen der Freude ebenso, wie solche der Scham. MIr war sofort klar: wenn ich diesen Mann dazu hätte bringen können, damals mit seinen Möglichkeiten weiter seine Elektromusik zu machen, dann wäre er kein Rockstar geworden sondern vielleicht eine "Silentt Music"-Legende.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Dennoch haben Sie ihm nicht sofort geholfen ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;… sondern über die BBC - ja, ich weiß. Es ist die alte Geschichte, wie die "Lounge Musik" entstand. Wir wollen das hier nicht weiter vertiefen. Es würde andere Leute dazu verführen, es ebenso zu machen um eine neues Musikgenre entstehen zu lassen, aber, entgegen anderslautenden Meinungen, habe ich das damals nicht so einfach "dahergesagt" ... &lt;span style="font-size:85%;"&gt;[Lacht]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Ist Verführung, Manipulation im Leben ein wichtiger Aspekt für Sie?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ja, weil ich glaube, dass man durchaus extern steuern kann, dass jemand das Gefühl, Emotion zu haben, bekommt. Das ist für mich ein Akt der Kapitulation. Aber die Menschheit hat eine Art der kulturellen Verpflichtung sich selbst gegenüber. Da mag ich die Option der Verführung zu einem bestimmten Zweck nicht so sehr. Natürlich ist Aggressivität eine weitere Möglichkeit zur Erreichung dieses Ziels. Aber das braucht die Menschheit beides nicht. Mein Weg ist stets das Gegenteil davon gewesen. Ich habe immer versucht, Dinge aus der Faszination für sie heraus zu ändern.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://maxikilian.blogspot.com/2011/04/2010-10-10-brain-one-erzahlt-wie-er.html"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Ende von Teil 1 [...to be continued...]&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;© 2011 by Kevin Wyatt for "The Elecronicle" | Übersetzt von Bernd Pehle&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-2999165656768703677?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/2999165656768703677/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=2999165656768703677' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2999165656768703677'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2999165656768703677'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2011/10/2011-10-20-brain-one-erzahlt-wie-er.html' title='2011-10-20 | BRAIN ONE erzählt, wie er 1977 und 1988 Charly Davidson kennen lernte'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-1401086775474499858</id><published>2011-07-07T08:34:00.000-07:00</published><updated>2011-07-07T08:39:12.202-07:00</updated><title type='text'>2005-07-07 | Der "Reizwolf" packt aus</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 102, 0);font-size:85%;" &gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;u&gt;Vor sechs Jahren in der Zeitschrift TEMPO Ausgabe 07/2005:&lt;/u&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;Wenn ein Musiker die Szene der 80er und 90er in Deutschland stark geprägt hat, zum Interview kommt, dann ist man immer gespannt, was einen erwartet. Ist er nett, verrückt, ein Gott (oder zumindest iene Legende) oder ein Arschloch. Bei eunserem aktueller Gast, Charly Davidson (weniger bekannt unter seinem bürgerlichen Namen Karl David Korff) passte fast alles. Er ist nicht nur Sänger, Keyboarder und Gitarrist... er ist einer der kreativsten Köpfe der internationalen Musikszene, dazu noch Songwriter und Produzent vieler namhafter Interpreten und seine anderen musikalischen Projekte, an denen er beteiligt war, sind nicht selten Top-Acts geworden. In Jena betreibt er ein bekanntes Tonstudio (Anm.: die "jenaFarm") hat dazu noch eines inden alten Bundesländern ("Charly's Studio"). Gerade arbeitet er an seinem neuen Album "Reizwolf" und lebt in Scheidung von seiner Ehefrau Sabine, mit der er zwei Töchter hat.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Geboren am 01. Dezember 1957 in Wales begann Davidson schon während seines Studiums damit, aktiv in Bands Musik zu machen. Seine musikalische Reise begann beim Folk, ging weiter über Pop/Rock und ist inzwischen beim Genre der Loungemusik angekommen. Aber nicht in irgend einer nichtssagenden Ortschaft in Niedersachsen oder dem Saarland, sondern direkt im Herzen Großbrittaniens! Wer sich auch nur ein bisschen mit der Musik der 80er in Deutschland beschäftigt, stellt sehr schnell fest, dass der Name Davidson nahezu überall zu finden war. Manfred Maurenbrecher, Ulla Meinecke, Rainbirds, Reinhold Heil, Stephan Remmler, Marianne Rosenberg, Stefan Waggershausen, Kim Wilde und sogar Electra sind nur einige Namen, mit denen Davidson schon zusammen gearbeitet hat. Seine Markenzeichen: gelegentliche Hitgarantien sowie gut durchdachte und aufwendige Produktionen.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Umso mehr freuen wir uns, dass er uns als "Gast des Monats" Juni zugesagt, und TEMPO folgendes, sehr ausführliches Interview gegeben hat...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Hallo Charly, Du wohnst seit 1991 in Thüringen und hast dort ein eigenes Studio. Wie kam es zum Umzug in die neuen Bundesländer?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;1990 war ich ein wenig ausgebrannt und suchte nach neuen perspektiven. Ich lebte ja bis zum Umzug nach Jena im Moloch Rhein-Main-Gebiet und hatte dann die Nase voll von der dortigen Geld-Kultur und der miesen Laune. Das war der oberflächliche Grund. Professionell ging es mir nicht sehr gut. Ich hatte wenig Perspektive. Keine Lust mehr, andere Musiker zu produzieren. Wenig Selbstvertrauen in meine Fähigkeiten als Komponist und Texter. Schlechte Technomusik löste bei mir Verfolgungswahn aus. Da tourte ich diurch die neuen Fünfländer und fand mein Paradies in Jena und fing langsam an, mein Studio zusammenzupacken und umzuziehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Deinem Erfolg als Deutsch-Rocker folgte 1988 ziemlich unerwartet die Sache mit der Lounge-Musik und dem internationalen Erfolg. Schuld daran war deine Solo-Platte "Korff Musik". Bitte erzähl uns etwas über dieses Album und die Entstehung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich habe ja schon als kleinen Junge, na, ja, sagen wir mal als junger Bursche, angefangen meine eigenen Synthesizerzu bauen. Also war mir das genre, das ich erfinden durfte nicht völlig fremd. Als das Konzept da war, wurde aus dem Funken ein Feuer und die Ideen kamen endlich. Die Scheibe war zwar nie ganz oben in den Charts, verkaufte aber konstant über mehrere Jahre und kam bis heute auf locker 500.000 Stück - wo ist die Platin-Platte, GLOBA ???? CARROT Music??? Whoever??? Noch nicht mal eine Goldene gab's dafür. Nur die Ehre, die Lounge-Musik erfunden zu haben. So ein Quatsch. Das ganze lag auf der Straße, oder flog so im Äther herum, und ich habe es einfachnur aufgesammelt. Glück war das, mehr nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Nach der Synthesizersache hast Du mit 16 Jahren angefangen in Englisch zu schreiben und zu singen...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;...was sich anbot, weil ich ja in Wales geboren wurde....&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;...ja, genau. Was waren die Gründe dafür, dass Du plötzlich in Deutsch gesungen hast?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Es gab einmal eine Politrockband in Frankfurt am Main und die hatten plätzlich kein Frontschwein mehr und schrieben trotzdem weiter Songs. Manche Texte waren eher provisorisch, manche literarisch, aber alle auf Deutsch. Gleichzeitig streckten diese Leute ihre Fühler aus, um einen amtlichen Sänger zu finden. Mit der Neuen Deutschen Welle hatte das noch gar nichts zu tun. Da standen die als Politrockband drüber und ich, als 17-jährigen Folksänger, der Dylan auch schon mal in Deutsch sang, was frevelhaft ist, weil man den in keine Sprache wirklich übrsetzen kann mit seinem Sing-Sang-Slang, aber ich war ja jung und hatte davon noch keine Ahnung, also ich stand da auch drüber, wollte meiner Musik ein bißchen Tiefgang geben. Wir wurden einander vorgestellt, waren völlig größenwahnsinnig und dachen, das würde was mit uns, also mit der Politrockband und einem Karl David Korff, der sich Charly Davidson nannte. So kam es dazu, dass ich in Deutsch sang. Man möchte halt mitsingen können...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Wie kann man sich die Arbeit zu dieser Zeit vorstellen? Wer hatte die Ideen zu Songs und Texten und wie entstanden die Titel?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Jeder schrieb im stillen Kämmerlein und brachte die Ideen mehr oder weniger ausgegoren ins Studio, wo alle dann darüber herfielen und sie politrockig machten. Es war eine perfekte Kombination zwischen individueller Arbeit und dem kollektiven Touch. Daher auch getrennte Copyrights, aber gemeinsamer Verlag, damit alle einen Anteil an allen Stücken bekamen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Der Erfolg Eures Albums "Politrock" war im Vergleich zu dem von anderen Politrockbands, wie Lokomotive Kreuzberg oder Franz K., weit größer. Wie überrascht war die Band damals von diesem plötzlichen und enorm großen Zuspruch von Medien und Publikum?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Jeder, der einen solchen Erfolg ernsthaft erwartet, ist ein Vollidiot. Man kann sowas nicht vorhersagen, und das ist auch gut so. Und dann muss man halt damit klarkommen. Ich habe allerdings schon größere Probleme gehabt als diesen Erfolg.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Trotzdem hast Du die Band schon 1979 wiedre verlassen um als Solo-Künstler Erfolg zu haben. Weshalb?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich denke heute, dass die Fließband sehr wohl hätte weiterexistiern können mit mir als Sänger. Aber da kamen Kinder auf dei Welt und es gab und keine Touren, also suchte man sich Beschäftigung und dann kamen die Ergebnisse davon der Band in die Quere. Letztlich verlangte mein Erfolg beim NAchwuchsfestival in Stuttgart so viel Aufmerksamkeit, dass Fließband mit mir keine Basis mehr hatte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Du hast das in der Vergangenheit auch schon mal mit der Bemerkung "zu viele Häuptlinge, zu wenig Indianer" versehen. Siehst Du das auch heute noch so?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Kollektive sind nicht die produktivste Methode. Die wirklich guten Projekte haben klare Anführer und Masterminds. Aber: wie soll man das Leben von fünf Menschen in allen Aspekten durchsynchronisieren? Die Fließband war immer ein chaotisches, unentschlossenes Kollektiv.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Du hast ab Mitte der 80er als Produzent oder Co-Produzent mit Helmut Prosa Großes geleistet. Unter Eurer Regie entstanden einige Alben, die ind en Charts ganz hoch notierten. Wie kam das, wie kam der Kontakt zu Prosa zustande?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich wolltemich Mitte der 80er-Jahre von meinem damalogen musikalischen Partner Lukas linde lösen um meien Musik weiterzuentwickeln. Man empfahl mir einen irren Österreicher, der mal bei Falco mitgemacht hatte und z. B. bei "Mscheine brennt" an der Gitarre gestanden hatte. Soviel hatte man mir erzählt. Ich hab mir dann die Single gekauft und dachte: Was soll ich zum Teufel mit einem Funky-Gitarristen?  Aber dann schickte mir dieser Mann ein paar Demos und ich sagte: "Das hört sich extrem vielversprechend an". Ein paar Tage rief mich dann Thomas Herzberger von der Globe an. Falco und Helmut hätten sich getrennt und Herr Prose suchte nach neuen Wegen. Ich traf mich mit ihm in Wien und merkte sofort: Der Junge wusste ganz genau, was er da trieb und hatte sich die weitere Zusammenarbeit mit mir redlich verdient.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Aber so ein Produzentenjob kann auch mal in die Hose gehen. 1989, dem Jahr nach Deinem Lounge-Musik Erfolg, produziertest Du auch eine Mädchenband namens Mayday. Und das ging voll in die Buxe, wie man bei uns in Hamburg sagt. Was war da schiefgelaufen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Sylka und Manuela May waren zwei ganz talentierte Mädels aus dem Frankfurter Umland, die ich schon als LeVogue mochte - damals waren sie aber noch zu viert mit Anny Öztürk am Keyboard und Bela Baltabol an den Drums. Also nahm ich die Schwestern unter Vertrag. Allerdings war die Arbeitsweise eine zeitraubende, perfektionistische. Und die Schwestern phantasierten schon vom großen Erfolg, bevor die Platte überhaupt erschienen war. Ich sagte ihnen, dass das bei keinem der mir bekannten großen Erfolge so war. Während man arbeitet, spricht man nicht über Limousinen und Geldanlagen. Die Strafe dafür folgt auf dem Fuße. Dazu kam, dass die GLOBA damals ein neues Label namens "Girl-Power" gegründet hatte und drei Veteranen des Business engagiert hatte und dort für Frauen alles besser machen zu wollten. Alle Musiker und alle Plattenfirmen, so trompeteten sie in einem Spiegel-Interview, seien im Prinzip Idioten, denen man jetzt mal zeigen müsse, wie's richtig gemacht wird. Als dieses Interview von Ina Deter, Siegfried Schmit-Joos udn Ulla Meinecke erschien, hätte ich eigentlich den Krempel hinschmeissen sollen. Es war ein Sargnagel für meine Arbeit. Ich hatte einfach keinen Bock mehr auf diesen Dreck. Ich bin immer noch sehr mit Ulla befreundet. Sie ist einer meiner Lieblingsmenschen und ich habe ne Menge Respekt vor ihr. Ich halte sie für die beste Song-Schreiberin der Deutschen Geschichte. Obwohl, oder vielleicht gerade weil sie keinen Schimmer von Produktionstechnik hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Rückblickend auf Deine Karriere: Was würdest Du heute anders machen, wenn Du die Chance dazu hättest, und was würdest Du wieder so machen, wie Du es gemacht hast?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich wäre selbstbewusster und reiselustiger. Ansonsten hatte ich viel Glück und bin dann instinktiv doch das eine oder andere mal in die Richtige Richtung marschiert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Was waren für Dich die schönsten Erlebnisse in Deiner Karriere, was die weniger schönen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ganz ehrlich: Kathastrophen waren immer spannend. Mit denen wurde es mir nie langweilig. "Ab in den Bau", sagte die Frankfurter Staatsanwaltschaft mal zu mir und noch bevor ich "Wie bitte?" udn "Für was denn?" sagen konnte, war ich hinter Schloß und Riegel und ei medien fiellen über meine Frau und meine Kinder her. Oder: ich produzierte mal eine recht bekannte britische Band, super motiviert, hart arbeitend, inspiriert und voller guter Laune. Aber als die ersten Rough-Mixes bei deren Firma ankamen, sagte die zu uns, alles müsse "internationaler" und teuer sein, damit es auch erfolgreich wird, damit die Band ihre immensen Steuerschulden begleichen könne. Und ein Gitarrist, bei dem das "Gleichgewicht der Kräfte" zwischen Kokain, Haschisch und Jack Daniels hergestellt werden musste, überrascht einen jeden Tag auf's Neue. Der Rest kokste heimlich, weil die wussten, wie ich darüber dachte. Am Ene ging das Ganze mit einem Co-Produzenten zu Ende.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Mit Deiner Musik und Deiner Tätigkeit als Produzent hast Du lange Zeit stets den Nagel auf den Kopf getroffen. Die Musik hat sich inzwischen aber extrem verändert. Welche Veränderungen - positiv wie negativ - stellst Du im Vergleich zu den 80ern und 90ern heute fest?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Keine Ahnung. Ich verfolge das nicht. Die Technologie spielt sicher eine Rolle. Es gab immer schon Plastikprodukte und authentische Bands. Die Industrie geht jetzt hoffentlich bald endgültig den Bach runter, damit endlich was Neues kommen kann. R.E.M. ist nicht nur musikalisch meine Lieblingsband.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Was hörst Du privat für Musik? Was war die letzte CD, die Du Dir gekauft hast?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Woher weißt Du, dass ich immer noch CDs kaufe? Gut: ich warte auf die neue R.E.M., die Anfang Januar endlich erscheinen soll. Ich mag das Internet, aber der iTunes Store ist nur gut für die Labels, die die Musiker nicht an den Erlösen beteiligen wollen. Da muss noch was Besseres kommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Meine Scheidung finanziell überleben. Mein Haus retten, abreißen und stattdessen ein energiesparendes, modernes Fertighaus bauen. Meine Kinder so viel wie möglich sehen. Und noch viele gute Songs schreiben. Es gibt kein schöneres Erlebnis, als gute Songszu schreiben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Womit wir auch am Ende unseres Interviews angekommen sind. Möchtest Du noch ein paar Worte an unsere Leser richten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nach anderthalb Jahrzehnten scheint für Manche die Wiedervereinigung immer noch ein schmerzhafter Prozess zu sein. Ich bin nach wie vor froh, dass sie stattgefunden hat und kann den Zynismus mancher Zeitgenossen nicht verstehen. Deutschland ist zwar keine Subkultur, aber es wird jeden Tag besser. Alles hat seinen Platz hier. Berlin ist da ein gutes Vorbild. Aber niemals vergessen: es waren nicht Helmut Kohl und Ronald Reagan, die die Mauer überwanden, sondern Willy Brandt, Michail Gorbatschow und die DDR Bürger - vor allem aber das Volk. Dazu nach wie vor: Herzlichen Glückwunsch! Und weiter so Deutschland...&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-1401086775474499858?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/1401086775474499858/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=1401086775474499858' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/1401086775474499858'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/1401086775474499858'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2011/07/2005-07-07-der-reizwolf-packt-aus.html' title='2005-07-07 | Der &quot;Reizwolf&quot; packt aus'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-2673918782691434305</id><published>2011-05-24T02:12:00.000-07:00</published><updated>2011-05-24T06:18:48.641-07:00</updated><title type='text'>1989-10-25 | Das verlorene Interview aus dem Jahre 1989</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Charly Davidson alias Karl David Korff in der Karibik. Man schreibt das Jahr 1989 und es war kurz vor dem Fall der Mauer. Auf Jamaica spielt er zum ersten Mal außerhalb Europas die von ihm erfundene "Lounge Musik". In einem Interview mit Bobb Sanders für &lt;a href="http://www.rickscafejamaica.com/write/file/jukeBox.html"&gt;"Rick's Radio"&lt;/a&gt; spricht er offen über seine Musik und seine Drogenerfahrungen. Mit "Gunga" fängt es an und endet bei einem düstere Geheimnis: Davidsons Heroinabhängigkeit. Die Ausagen über seine Musik wurden gesendet, auf Wunsch Charlys wurden die anderen Dinge damals herausgeschnitten. Nach mehr als zwei Jahrzehnten ist nun das Originalband dieses Interview veröffentlicht worden und einstige Weggefährten sind sich darüber einig, dass es echt ist.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Kingston - Er war eine Musiklegende, am 28. November 2008 starb Charly Davidson (bürgerlich: Karl David Korff) und ist trotzdem auch heute noch für Überraschungen gut. Auf Jamaica ist nun ein Interview aus den achtziger Jahren aufgetaucht, das Einblicke in das Seelenleben des damals international aufstrebenden Stars ermöglicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Aufnahmen stammen vom 25. Oktober 1989. Davidson war auf einer kleinen Tour in der Karibik unterwegs. Nahe Negril Beach trat er im, wegen seiner Sonnuntergänge weltberühmten, &lt;a href="http://www.rickscafejamaica.com/"&gt;"Ricks's Cafe"&lt;/a&gt; auf mit seiner gerade frisch aus der Taufe gehobenen "Lounge Musik". Damals konnte noch niemeand ahnen, welchen Siegezug diese Musirrichtung später weltweit nehmen würde. Für &lt;a href="http://www.rickscafejamaica.com/write/file/jukeBox.html"&gt;"Rick's Radio"&lt;/a&gt; wurde er von seinem Freund Bobb Sanders interviewt. Dieser zeichnete eine gute Stunde Interview auf.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Darin gibt Davidson zu, von den späten siebzigern bis ins die frühen achtziger Jahre heroinabhängig gewesen zu sein. Er habe aber seine Heroinsucht schnell überwunden. "Ich war eine Zeit lang sehr, sehr abhängig." Er habe etwa 60 Mark pro Tag für die Droge ausgegeben.&lt;/span&gt; Immer wieder hatte es zu seinen Lebzeiten &lt;span style="font-family:arial;"&gt;Gerüchte gegeben, Davidson/Korff habe mit harten Drogen zu tun gehabt. Aber der Musiker hatte die Spekulationen niemals bestätigt. "Es ist außergewöhnlich, dass er darüber so offen spricht", wird sein Freund Brain O-N-E zitiert, der lange Jahre auch Geschäftspartner von Davidson war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Mit seinem &lt;span style="font-family:arial;"&gt;schnellen Ruhm (Charly war damals Sänger einer Politrockband, hatte einen Musikwettbewerb gewonnen und einen mehrjährigen Schallplattenvertrag erhalten) sei er nicht klar gekommen, sagte Davidson damals im Interview. Heroin sein ihm als ein Ausweg aus der Misere vorgekommen. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Zu sterben bedeutete mir nichts", so habe er damals gefühlt. Er habe oft gewusst, dass er schnell hätte sterben können. Seine Ehefrau habe von all dem nichts gewusst. "Vielleicht hat sie etwas geahnt, aber es wurde nicht angesprochen", so Davidson. Dann sei sie schwanger geworden und er habe von einem Tag auf den Anderen mit dem Heroin aufgehört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Über seine Musik äußerte er sich 1989 zudem überraschend geringschätzig. "Ich nehme sie weniger ernst, als man allgemein annimmt", sagt Davidson. Die Texte seien es, die ihm am Herzen lägen. "Du kannst nicht glücklich sein, wenn Du nur Musik machst. Ein Text, der richtige Ausdruck eines Gefühls, gehört immer mit dazu."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ob es Zufall ist, dass die Aufnahme so kurz nach Bob Marleys 30. Todestag gerade in Jamaica auftauchen? Und entspricht alles, was Davidson sagte, der Wahrheit? Ein wenig darf man das bezweifeln - zumal Charly Davidson bekannt dafür war, dass seine Interviews nicht immer ganz für bare Münze genommen werden konnten.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-2673918782691434305?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/2673918782691434305/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=2673918782691434305' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2673918782691434305'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2673918782691434305'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2011/05/1989-10-25-das-verlorene-interview-aus.html' title='1989-10-25 | Das verlorene Interview aus dem Jahre 1989'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-6592967119295770273</id><published>2011-04-04T23:48:00.000-07:00</published><updated>2011-04-05T00:30:58.728-07:00</updated><title type='text'>2010-10-10 | BRAIN ONE erzählt, wie er 1977 und 1988 Charly Davidson kennen lernte (Fortsetzung)</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Künstler, Produzent, Videomacher und inspirativer Kreativpartner von unzähligen Musikern, das ist Brian Thomas Gary Charles Earl of Barqin, der sich selbst Brain O-N-E nennt. In &lt;a href="http://maxikilian.blogspot.com/2010/10/2010-10-10-brain-one-erzahlt-wie-er.html"&gt;Teil 1 des großen Interviews mit dem ELECRONICLE Magazin aus dem Oktober 2010&lt;/a&gt; erzählte O-N-E, dass er schon lange von der Idee einer entwurzelten konzeptionellen Musik ohne klangliche Sehenswürdigkeiten fasziniert war, eher er beinahe zufällig 1975 das Genre der 'Silent Music'  prägte und danach verschiedentlich auf die Musikwelt Einfluss nahm. Hier ist eine Auswahl seiner wichtigsten Musikproduktionen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1972: "Music For Poets" / 1975: "Silent Music" / 1978: "Electronic Radiation" / 1980: "Staccato Ostinato" / 1983: "Welcome To The Noise" / 1985: "Lifelights" &lt;span style="font-size:78%;"&gt;(inzwischen "Lifelights I" betitelt)&lt;/span&gt; / 1987: "Music For Storms" / 1989: "My Life Is Floating" &lt;span style="font-size:78%;"&gt;(Ballett Suite)&lt;/span&gt; / 1992: "The Network" / 1995: "Parcival" &lt;span style="font-size:78%;"&gt;[Soundtrack]&lt;/span&gt; / 1997: "97 Windows" &lt;span style="font-size:78%;"&gt;[for Microsoft Corporation]&lt;/span&gt; / 1999: "So Far Away" &lt;span style="font-size:78%;"&gt;[for the National Aeronautics and Space Administration]&lt;/span&gt; / 2001: "Back To The Bone" / 2005: "xxx" / 2009: "Lifelights II" / 2010: "A Light Vessel In Troubled Water" / 2012 &lt;span style="font-size:78%;"&gt;(geplant)&lt;/span&gt;: "Lifelights III"&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Eher zufällig verhalf er 1988 seinem späteren Freund und Geschäftspartner Karl David Korff aus Deutschland zu Aufmerksamkeit, als er dessen Musik "Lounge Musik" taufte. Jedes Geräusch, jede Harmonie wie Disharmonie, dreht sie bei ihm wie eine Kugel in ihrem eigenen Bio-Raum. Im Interview mit Kevin Wyatt redet der eher introvertierte Musiker zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder über sich und seine Musik. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://maxikilian.blogspot.com/2010/10/2010-10-10-brain-one-erzahlt-wie-er.html"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;[...Fortsetzung von Teil 1...]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Über "Lounge Musik" im Allgemeinen haben Sie einmal gesagt, sie sei wie spanische Paella.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ja, es ist wie Paella, zusammengemischt aus allerlei Dingen, um zu schmecken. Zur Zeit, als ich Karl richtig kennenlernte, 1989, hatte ich mit „Music For Storms“ gerade meine Natur-Phase, so will ich sie einmal nennen, beendet. Zu dieser Zeit war ich offen für eine neue Art Musik zu schreiben. Darauf folgte meine Ballett-Suite "My Life Is Floating" / „Mein Leben schwebt“. Ich schrieb sie, spielte dis Basic-Tracks ein und habe sie dann etwa dreißig Personen zugeschickt und befragt, wie sie das finden und was sie anders machen würden. Karl schrieb mir: 'Dein Song ist ein Rap, ein Rap aus Phrasen und Geräuschen'. Und genau das war es; er hatte es als einziger erkannt. Andere schrieben mir: 'Die Musik ist zu schwach für Ballett, es fehlt an Identität, das Ganze hat keine Persönlichkeit.' Und da wusste ich, dass ich mir diesen Deutschen als Partner vorstellen könnte und wir haben dann, zuerst sporadisch, dann intensiver, zusammenbearbeitet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Wie gehen Sie heute mit der Tatsache um, dass Ihre Arbeit nur zögernd Anerkennung erfuhr?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das war, weil ich lange ein Außenseiter war, ein Paradiesvogel. Das machte mich für Leute wie David Bowie interessant und gleichzeitig für Plattenbosse uninteressant. Zunächst einmal, hatte ich aber nie den Eindruck, dass ich mit meiner Arbeit gegen andere Menschen kämpfen würde. Ich hatte und habe Freunde, die mich immer unterstützten und unterstützen werden. Und ich bin ja auch nicht der Einzige meiner Musikart, hatte, wie man an Karli sehen konnte, durchaus Mitstreiten. Auch Holger Czukay war und ist so einer. Ich war also niemals wirklich der Meinung, ich wäre ein Alleinerfinder. Es lag einfach in der Luft in dieser Zeit, vielleicht in Deutschland mehr, als in anderen Ländern. Aber weil ich das Ganze in Großbritannien vorantrieb, war ich dort etwas Besonders, Exotisches. Bis dahin hatten die Menschen Klänge verwendet, um ihrer Musik einen gewisse Exotik zu geben; ich denke die BEATLES sind ein gutes Beispiel dafür. Aber George Harrison hat ja auch einiges bewegt, hat die Weltmusik angestoßen mit den ersten Tönen einer Sitar in „Norwegian Wood“.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Sie sagten einmal, „Graceland“ von Paul Simon sein ein weiterer Schritt gewesen, Sie zu motivieren, neue Wege zu gehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich habe ein seltsames Verhältnis zu diesem Album. Ich liebe es, aber es ist eines der wenigen Dinge, bei denen ich ständig denke: Ich hätte es machen müssen. Sehen Sie, damals war ich nach Afrika gegangen, nach Nigeria. Das war 1985. Ich arbeitete mit vielen Musikern dort drüben, erarbeitete mir einige Grundsounds für "Lifelights", träumte von einer wirklichen künstlerischen Zusammenarbeit mit ihnen. Das war lange vor "My Life Is Floating". Für "My Life“ begann ich mit der Komposition der Musik und habe nach fremdartigen Stimmen gesucht. In Nigeria wollte ich noch das Gegenteil, wollte mehr konventionell sein, war von diesen Rhythmen, dieser Art, Musik zu spielen, fasziniert. Ich machte viele Ton-Aufnahmen in Afrika. Zurück in Toronto hatte ich 1986 die Idee, Songs zu schreiben mit den Musikern aus Nigeria eine Platte mit ihren Sounds und Instrumenten und Songstrukturen zu machen. Und dann kam Paul Simon und hatte das alles schon gemacht. Da wurde ich eifersüchtig, denn diese, wie ich dachte „meine“ Musik, existierte plötzlich ohne mich. Ich musste mich abreagieren &lt;span style="font-size:85%;"&gt;[lacht]&lt;/span&gt; und machte "Music For Storms".&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Im Jahr 1977 arbeiteten Sie intensivst mit David Bowie zusammen, waren für die "langsameren" seiner Songs mitverantwortlich. Wie kann man sich so eine Zusammenarbeit vorstellen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das war die Stimmung der Zeit und sie entstammte den späten 1960er Jahren, als Musiker versuchten, weg vom üblichen Pop-Song-Format zu kommen und Songs entweder länger oder viel, viel kürzer zu machen als üblich. Ich erinnere mich an einen Song namnes “Free“, der nur eine Minute dauerte. Ein echtes Schmuckstück, das großen Eindruck auf mich machte. Die Leute begannen Mitte der 1970er zu verstehen, dass es eine Menge gab, was sie auf einer oder mit einer Platte machen konnten. Man wollte eine Klangwelt im und mit dem Studio erstellen und nicht 'nur' eine Geschichte erzählen. Bowie und sein Produzent Tony Visconti sind ein gutes Beispiel dafür. Visconti hatte lange mit Marc Bolan an T. Rex gearbeitet und Popsong um Popsong gemacht. Nun wollten er und Bowie Soundlandschaften, wie sie es nannten, kreieren und da kam ich ihnen gerade recht. Nicht für den Rocksound, denn den hasste ich - nein: für die ruhigeren Sachen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Was war Ihre Methode mit Bowie zu komponieren?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Jede Zusammenarbeit hilft einem zu wachsen. Mit Bowie, ist es und war es jedes Mal anders. Das Geheimnis unseres Erfolges war ... &lt;span style="font-size:85%;"&gt;[Brain O-N-E überlegt] &lt;/span&gt;Oder ich sage es einmal so: Meine Stärke ist, dass ich weiß, wie man ungewöhnliche akustische Umgebungen erstellt. Und das inspirierte ihn. Und dann war da mein Talent, Menschen davon zu überzeugen, etwas Neues auszuprobieren. Ich bin in dieser Branche ein guter Verkäufer. Wenn ich in Form bin, kann ich musikalisch alles verkaufen. Jedenfalls für eine halbe Stunde! Wenn es nicht funktioniert, versuchen wir etwas anderes. &lt;span style="font-size:85%;"&gt;[lacht]&lt;/span&gt; Bowie ist ein sehr aufgeschlossener Mensch, hat eine unglaublich schnelle Auffassungsgabe. Er fängt etwas an, verwendet es schon am nächsten Tag in überraschender Weise und veränderte so auch meine eigene Wahrnehmung von Musik. Ich versuche bei Bowie also immer, Dinge gut vorzubereiten, bevor er sie hört, weil er in allem sehr schnell ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Man sagt über Sie, Sie hätten bei Studioproduktionen immer ein Set von Orakel-Karten dabei. Stimmt das?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ja, und das macht eine Menge Spaß. Nehmen wir einmal Bowie. Wir beide zogen Karten und taten unabhängig voneinander das, was auf den Karten stand, ohne dem anderen zu sagen, was wir zu tun versuchten. Manchmal gingen wir so in entgegengesetzte Richtungen. Davids Karte sagte vielleicht: „Machen Sie eine plötzliche, unvorhersehbare Abänderung an den gerade aktuellen Song.“ und meine sagte mir: „Ändern Sie nichts und fahren Sie mit der Produktion fort“.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Gab das keine Konflikte?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In diesen Fällen, ja, natürlich. Aber bei anderen Songs hat das wirklich gut geholfen, sie weiterzuentwickeln. Die Musik ist ja, nach der Hegelschen Dialektik, stets ein Ort, an dem alles ein Konflikt ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Haben Sie heute noch eine Liste mit Menschen, mit denen Sie zusammenarbeiten möchten? Und was ist für Sie der Unterschied zwischen einer aktiven Produktion und einer Kollaboration?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Natürlich gibt es eine solche Liste, aber ich lasse das alles auf mich zukommen, melde mich mal hier und da oder warte, dass mich jemand fragt „Hey, Brain. Produzierst Du meine nächste Platte“. Und dann gibt es natürlich die Situation der Zusammenarbeitet und da bin ich nicht der Produzent. So bleibt jeder Einzelne auf seinem eigenen Territorium und man hat synergetische Effekte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Was war ihre letzte Kollaboration?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Um ehrlich zu sein: Es war in diesem Sommer* und es war mit Karli Davidson. Das klingt zwar bizarr, denn er starb ja bereits Ende 2008. Aber seine Töchter baten mich darum, mich in seinem Tonarchiv umzusehen, ob da noch brauchbare Produktionen von ihm lagern, die bisher unveröffentlicht sind. Eigentlich wollte ich zwei Wochen bleiben und am Ende wurden zwei Monate daraus, die ich inder wundervollen Landschaft Thüringens verleben durfte, inklusive einiger Abstecher nach Berlin. Karl hat unter anderem ein kleines MiniDisc-Archiv mit fast 600 MiniDiscs, jede mit zwischen 30 Minuten und 300 Minuten Elektromusik. Das sind in Stunden ausgedrückt etwa 700. 700 Stunden überwiegend unveröffentlichter Musikfragmente, Songideen und fertig produzierter Songs. Und wir reden hier von einem Mann, der Rockmusiker war und die Elektromusik eher nebenher machte. Was für ein Potential da noch in seinem Tonarchiv stecken muss, kann man wohl erst in Jahren sagen. Aber, überlegen Sie einmal, wieviel Zeit er allein damit verbracht hat, diese ganzen 700 Stunden Musik aufzunehmen. Das zeigt, was er für ein Musiker war: Besessen, zwanghaft und genial.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Konnten Sie etwas Gutes, Unveröffentlichtes bei ihm finden?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die zwei Monate haben sich für mich und seine Töchter gelohnt. Unter anderem fand ich ein bisher unveröffentlichtes Album namens „Raumfahrt“, das nun zu Weihnachten 2010 veröffentlicht werden soll.* Alles fertig produziert. Auch in meinem Werk gibt es ja ein Album über Raumfahrt, &lt;span style="font-size:85%;"&gt;[Anm.: "So Far Away"/1999]&lt;/span&gt;, das ich für die NASA gemacht habe, aber seine Arbeit verfolgt eine völlig andere musikalische Grundtendenz. Ich werde nur noch im November* noch einmal nach Jena kommen, um dort zwei, drei Nachmischungen zu machen, weil kleine Teile akustisch zu verzerrt sind. Aber alles in allem ein großartiges Album und ich konnte helfen, es der Welt zu schenken.*&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Sie sind wirklich ein Nicht-Musiker, wie Sie immer wieder behaupten? Ich meine, Sie haben in Ihren Namen so viele Kompositionen erstellt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich begann, diesem Ausdruck zu verwenden, als ich verstand, welche Art von Musiker studiere Musiker sind. Das war für mich um so viel weniger interessant als das, was ein purer, reiner, unschuldiger Musiker - in Nigeria wie Deutschland - hervorbringt. Ich möchte damit nicht zum Ausdruck bringen, dass an Musikhochschulen nicht sehr gute Musiker sind, aber wenn man Musik im klassischen Sinn studiert, dann fragt man sich: komponiere ich das nächste Lied in C-moll oder vielleicht mit einem verminderten Septakkord hier und dort ... und da. Hier bräuchten Musikstudenten zum Ausgleich einen lateralen Zugang zu zwangloseren Kompositionstechniken durch mich und andere, die sie wahrscheinlich Nicht-Musiker nennen würden. Also nenne ich mich von Anfang an Nicht-Musiker, da gibt es keine Missverständnisse. Ich benutze Instrumente ja nicht orchestral-maschinell sondern wie ein Maler, der eine Leinwand bemalt, und das auch vorwiegend ohne Noten also Vorgaben. Phil Spector ist für mich der Inbegriff des „Nicht-Musikers“. Ich weiß nicht, ob er ein Instrument spielt oder Musik studiert hat, aber das war nicht sein Beitrag zur Musikgeschichte. Sein Produktionsstil ist entscheidend, und der ist nun mal auf einer ganz anderen Ebene als der eines klassischen Musikers oder Komponisten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;© 2010 by Kevin Wyatt for "The Elecronicle" | Übersetzt von Bernd Pehle&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;* =Da das Interview aus dem Sommer 2010 ist, beziehen sich diese Aussagen auf das Jahr 2010. das Album ist inzwischen unter dem Titel &lt;a href="http://www.1ri.de/html/reset.html"&gt;"Raumfahrt" bei Brain O-N-Es Plattenfirma "b-o-n-e"-Records&lt;/a&gt; erscheinen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-6592967119295770273?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/6592967119295770273/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=6592967119295770273' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6592967119295770273'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6592967119295770273'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2011/04/2010-10-10-brain-one-erzahlt-wie-er.html' title='2010-10-10 | BRAIN ONE erzählt, wie er 1977 und 1988 Charly Davidson kennen lernte (Fortsetzung)'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-9056932678152273637</id><published>2011-03-17T06:03:00.000-07:00</published><updated>2011-03-17T07:25:39.816-07:00</updated><title type='text'>1992-03-17 | Charly "Hardrock" Davidson: Gefängnis-Liaison mit den Scorpions</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 102, 0);font-size:85%;" &gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;u&gt;Vor 20 Jahren:&lt;/u&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Nächste Woche erscheint mit dem Titelsong die erste Auskopplung aus Charly Davidsons neuem Album "Ausbrecher". Gestern stelle er Ausschnitte in einem leerstehenden Gefängnis in Offenbach der Presse und ausgewählten Fans vor. Herbert Reuter berichtet;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-zTmm-q_9nJE/TYIXKndJB5I/AAAAAAAACOg/lVfj1LjjtyM/s1600/ChD%2B-%2BAusbrecher%2BCoverdetail.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 220px; height: 220px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-zTmm-q_9nJE/TYIXKndJB5I/AAAAAAAACOg/lVfj1LjjtyM/s400/ChD%2B-%2BAusbrecher%2BCoverdetail.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5585051959050176402" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das sitzt er also: einer der erfolgreichsten Künstler Deutschlands. Sitzt auf einer Pritsche im alten Offenbacher Gefängnis in der Kaiserstraße, trotz Jackett irgendwie hemdsärmelig, ein klein wenig unrasiert, körperlich ein bisschen aus dem Leim gekommen. Charly Davidson &lt;a href="http://maxikilian.blogspot.com/2009/01/1984.html"&gt;kokettiert mit seinem unfreiwilligen Gefängnisaufenthalt im letzten Jah&lt;/a&gt;r, als er für Wochen in Untersuchungshaft saß, nach  einem schweren Autounfall und aufgrund einer übereifrigen Justiz. Und er beantwortet Fragen seiner Fans, die ihn fast durchweg "Charly" nennen, obwohl er unter dem bürgerlichen Namen Karl David Korff geboren wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Charly Davidson, von dem inzwischen jeder weiß, wo er herkommt, weil er mit seinem ersten Album unter dem bürgerlichen Namen ausgrechnet in Großbritannien und darüber hinaus Erfolg hatte, während er in "Good old Germany", wie er es nennt, als "Charly" bekannt wurde, ihm seinen ungewöhnlichen Gesang nahebrachte und mit jeder neuen Platte unaufhaltsam dem Pop-Olymp erklomm.. Bis zu jenem Tag vor einem Jahr, als er verhaftet und öffentlichkeitswirksam eingekerkert wurde. Drei Wochen saß Davidson in einer Frankfurter JVA, beteuerte stets seine Unschuld ("Ja, ich saß im Wagen, bin aber nicht gefahren.") und wurde, nachdem das Oberlandesgericht Frankfurt seiner Haftbeschwerde stattgegeben hatte, freigelassen. Obwohl er vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung auf der Autobahn A 66 freigesprochen wurde, war da das Urteil der Boulevardpresse längst gefällt. Davidson zog die Konsequenz und um nach Thüringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der "Vorhör-Session" zum neuen Album, das also nicht ohne Grund "Ausbrecher" heißt und im Gefängnis präsentiert wurde, ging es selbstredend auch wieder um Authentizität, Glaubwürdigkeit. Vorerst nur auf der auditiven Ebene, die neue Platte wurde - neben der Single-Auskopplung gleichen Namens plus bitterböser B-Seite ("BILD-Seite", wie Davidson sie nennt) "Querulantensäue" - erstmalig präsentiert, dazu gab es "Mineral-"Wasser und Brot und Texte zum Mitlesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Man kann den Tag nicht an den Stunden messen" heißt ein Song in Davidsons unnachahmlich gewohnt verkopft-lässiger Sprachart, immer ein wenig kompliziert und doch nach kurzem Nachdenken auch für seichte Gemüter zu verdauen. "Du feige Sau" wird da schon konkreter und bei "Querulantensäue" kann man sicher sein, dass er sich damit keine neuen Freunde im Zeitungsboulevardrevier macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das neue Album "Ausbrecher" kreist, verkürzt gesagt, um das große Ich und das große Du, summa summarum die Gesellschaft und wie sie mit Menschen umgeht, gelegentlich kryptisch verbrämt in Phrasen und Gegenphrasen, wie in "Die Nacht der Gewohnheit" oder "Der Mann, der nicht Moses war", gelegentlich einfach und entwaffnend wie in "Hinter Gittern, kann man zittern, kann man heulen, kriegt man Beulen, auch beim Sex".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine Frage: Da hat einer die unfreiwillige Zeit  im Gefängnis genutzt zu einer Bestandaufnahme dessen, was er erlebet, gehört, vermutet hat. Das ist eben die Kunst, die manche Menschen beherrschen, das Assimiliern, das "Chamälionisieren", wie es Davidson nannte. Und: er kann es, und: er macht er und bringt gleich musikalisch die notwendige Härte mit ins Spiel, engagierte die Scorpions als Back-Up-Band.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was heraus gekommen ist, jedenfalls im Urteil nach dem ersten Durchhören der Ausschnitte, die er im Offenbacher Gefängnis präsentierte: große Gesten im Hard-Rock-Sound, großer Aufwand an Instrumenten und Klängen: Zu den verzerrrten Gitarren kommen Bläser, Streicher, das Klavier perlt ohnehin permanent immer im Hintergrund mit. Was man auch ohne das Mitleseblatt mitkriegen würde, sind in Davidsonscher Manier herausgepresste Textfetzen à la "Tier", "Qual", "Ziel", "Traum". Insofern wird dieses Album eine sichere Sache für Fans, eine unsichere Sache für die Plattenfirma, denn das Ding war offensichtlich (und nicht nur wegen der Skorpione) teuer und die BILD und andere Springer-Blätter werden es wohl kaum promoten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und: Kann man ein so persönliches Album wie "Ausbrecher" überhaupt goutieren? In den Gefängnismauern kommt es jedenfalls exzellent an, und später, nach dem der Reisebuss mit allen Auserwählten in Hanau-Steinheim in "Charlys Studio" angekommen ist und Charly in seinem Garten zur Grillparty bittet, sind die meisten in Stimmung für das niedliche Unplugged-Exquisitkonzert des Künstlers am Klavier, das gleichzeitig von hr3 live übertragen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Davidson zeigt sich mit viel Herz und Schnauze, versingt sich charmant, spielt Klavierarpeggien, verrät dazu halblaut: "Das könnte ich jetzt ewig so weiterspielen" und bricht damit locker den selbst aufgebauten Pathos. Die Fragen der zugeschalteten Radiosender beantwortet er spontan und duzend, immer wieder auf aktuelles Geschehen - Main-Donau-Kanal und Franz-Josef-Strauß-Flughafen - angesprochen, lässt er sich zu ein paar vagen regierungskritischen, richtigen und nicht weiter auffälligen Aussagen hinreißen. Aber das ist ja heute auch nicht seine Mission.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende will er gar nicht von der Bühne, bemerkt, dass vor dem Garten inzwischen dutzende Fans warten, die es im Radio mitbekommen haben, dass Davidson hier live spielt, lässt nach der Verabschiedung immer noch neue Fragen zu, und erstmalig keimt der Gedanke, inwiefern dieses Fraternisieren mit dem Publikum aus einer Berechnung heraus resultieren könnte, wo er doch gerade von "hier" weg und nach Thüringen gezogen ist. Oder ist alles doch nur schlichtes Nettsein? Einfaches Mal-wieder-Leute-Treffen? Schließlich bringt Davidson seine Alben in regelmäßigen Abständen heraus, also wieso sollte er es nicht genießen, von wohlmeinenden Menschen umgeben zu sein?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dennoch fehlen beim neuen Album die konkreten Themen: Was man stets an seinen Hits mochte, ob man nun auf die Musik steht oder nicht, waren die hintergründigen und genauen Aussagen, die Widerhaken-Textzeilen: Menschlichkeit, Betrug, Verlust sind fassbare Topics. Auf der neuen Platte geht es zwar auch, wie Davidson erklärt, in einem Song um den Krieg, in einem anderen um die Krankheit seines Vaters. "Das ist aber nicht so wichtig", meint er, in der Hoffnung, musikalisch aussagekräftig genug zu sein. Das ist er dann auch vielleicht, für seine Fans. Und für alle, die bei "Totgesagte leben länger" an Davidsons Vater, oder bei "Du feige Sau" gleich den Krieg assoziieren. Für den Rest allerdings bleibt "Ausbrecher" ein Album, das irgendwie nicht richtig abgeht. Trotz des verführerischen Weibes auf dem Cover, dessen Verbindung mit dem Album sich (nicht nur mir) einfach nicht erschließen will.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-9056932678152273637?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/9056932678152273637/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=9056932678152273637' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/9056932678152273637'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/9056932678152273637'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2011/03/1992-03-17-charly-hardrock-davidson.html' title='1992-03-17 | Charly &quot;Hardrock&quot; Davidson: Gefängnis-Liaison mit den Scorpions'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-zTmm-q_9nJE/TYIXKndJB5I/AAAAAAAACOg/lVfj1LjjtyM/s72-c/ChD%2B-%2BAusbrecher%2BCoverdetail.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-3050599087657949486</id><published>2011-02-09T09:16:00.000-08:00</published><updated>2011-02-09T09:32:57.214-08:00</updated><title type='text'>2006-02-09 | "Anfangs schrieb ich Songs aus sexuellen Gründen" - Bekenntnisse einer Rocklegende</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;&lt;span style="color: rgb(0, 153, 0);font-size:100%;" &gt;&lt;u&gt;Vor fünf Jahren in der BILD:&lt;/u&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er hat es nicht verlernt! Musik-Aktivist Charly Davidson (48, „Überflieger“) brachte vor kurzem wieder ein Album heraus und geht jetzt auf Tour. Ein BILD-Interview über Sex und Deutschrock und Rock 'n' Roll!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;BILD: Nervt es Sie eigentlich, dass wir Sie immer als Deutschrocker betiteln?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson: „Nein. Sie tun das doch in dem Glauben, dass mich die meisten Leser vom Deutschrock her kennen. Was ja nicht so abwegig ist.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;BILD: Sind Sie es leid, immer in Deutsch zu singen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: „Nein, sonst würde ich es lassen. Ich bin natürlich kein Zirkuspferd, das jahrein, jahraus das Selbe macht. Aber Deutschrock ist gut. Und es ist unglaublich, dass ich vor dreißig Jahren mal nur in Englisch gesungen habe.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;BILD: Wie lief Ihr allererster Auftritt ab?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: „In einem Klassenzimmer meiner Schule, 1975. Vor vielleicht 30 Leuten. Mir war das so unangenehm, vor Mitschülern zu singen - ich dachte, es würde fürchterlich in die Hose gehen.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;BILD: Ging es schief?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: „Nein, einige lachten zwar, aber anderen gefiel es - zum ersten Mal in meinem Leben fand jemand etwas gut, was ich machte. Dann, in der Pause, kam ein Mädchen zu mir und fragte: „Bringst du mir Gitarre spielen bei?“ Das war für mich der Moment der Erleuchtung!“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;BILD: Und? Hatten Sie Sex?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: „Damals, mit ihr? Nein. Ich brachte ihr ja tatsächlich Gitarrenakkorde bei. Ob sie mehr wollte, weiß ich nicht. Zwei Jahre später war das natürlich völlig anders. Darin besteht doch der ganze Sinn, Rockmusik zu machen! Im Ernst: Als Junge hatte ich in irgendwelchen Erotik-Zeitschriften von Mädchen gelesen, die sich freiwillig Männern sexuell hingeben. Nur: Ich habe das natürlich nie, NIE geglaubt!“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;BILD: Sie haben Ende des letzten Jahres ein Album veröffentlicht, das „Reizwolf“ heißt. Weshalb?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: „Weil ich Lust dazu hatte, denn Musik ist das Einzige, was mir wirklich Spaß macht. Mein Engagement, meine sonstige Arbeit sind mir inzwischen natürlich wahnsinnig wichtig geworden. Aber Songs zu schreiben, im Studio zu sein, zu singen - daran hängt mein ganzes Herz. Das ist angeboren, und ich bin in der glücklichen Lage, meinem Drang folgen zu können. Nach und nach häufen sich Dinge an im Hinterland meines Gehirns, wie Abrieb von Gedanken. Der muss irgendwann auch wieder raus und dann fange an, auf meinem Keyboard herumzududeln. Anfangs denkst du: Was das wohl wieder werden wird, bis plötzlich klar ist: Das ist es! So entstanden einige neue Songs. Natürlich alles Werke von ausgeprägter Intellektualität...“ (lacht)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;BILD: Ein Lied klingt wie ein walisischer Folksong ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: „Ja, Ich bin ja in Wales geboren, aber das war eigentlich nur ein Spaß ...“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;BILD: ... es geht darin auch um Ihre Ex-Frau Sabine...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: „Stop: In dem Lied geht es um mein ganzes Leben. Eigentlich tragisch, 47 Jahre lassen sich tatsächlich in 47 Worten zusammenfassen (lacht). Und: Ja, dieser Teil gehört dazu. »Der Stachel einer Honigsabine« - vier Worte. Gut mit meiner ersten Frau waren es ein paar Jahre mehr.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;BILD: Keine Bitterkeit?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: „Nein. Ich gehe damit heute entspannt um, es ist nun mal passiert, wie es passiert ist.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;BILD: Wie kam es zum Album-Titel?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: „Bei einem Freund stand dieses Buch im Bücherregal, aus den 30er-Jahren: »Reizwolf«. Ich schlug es auf und las. Fantastisch! Ich habe dann gleich meinen Text gleichen Titels geschrieben und das war alles.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;BILD: So einfach ging das?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: „Kleine Kinder machen sich auch alles einfach.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;BILD: Trauern Sie Ihrer Jugend nach?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: „Ganz sicher nicht. Meine Jugend war frustrierend. Meine Eltern und ich und meine Schwester lebten in bescheidenen Verhältnissen. Wir hatten kaum Geld, nur ein Radio, keinen Fernseher. Ich hasste die Schule - und hatte Panik, dass mir nie was gelingen würde. Ich war ein richtiger Loser. Und dann rutschte ich in die Musik und mit einem Mal konnte ich Dinge ausdrücken, die ich zuvor nie hatte ausdrücken können.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;BILD: Wenn Sie Lieder schreiben odergeschrieben haben, waren Sie da jemals zugedröhnt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson:(lacht) „Nein. Niemals. Aber zugegeben: es geschah anfangs auch aus sexuellen Gründen. Das Tolle daran, Sänger in einer Band zu sein - damals war das dazu noch eine Politrockband - ist, dass du Frauen kennen lernst. Man tourt durch Friesland, wo nichts los ist, und man weiß: Heute Nacht werde ich flachgelegt. Ich konnte das ja, wie gesagt, nie glauben, aber es ist tatsächlich so passiert. Großartig! Rocksänger ist der beste Job der Welt, ich kann das jedem jungen Mann nur dringend empfehlen.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;BILD: Nur jungen Männern?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Davidson: „Auf Dauer ist es etwas ermüdend. Ich sage das nicht aus eigener Erfahrung, denn ich habe damals ja schnell geheiratet und nach der Scheidung heirate ich jetzt auch wieder ganz schnell. Aber man hat es mir berichtet. Ich war ja nicht alleine in meiner Band - man kann sagen, ich hatte ständig Begleitung. (lacht) Obwohl ich all das nie als Selbstverständlichkeit empfunden habe. Aber es kam durchaus und mehr als einmal vor, dass ich Backstage nach den Konzerten in der Garderobe mal was vergessen hatte und als ich es holen wollte, störte ich unseren Bassmann oder Schlagzeuger bei der Erledigung wichtiger Dinge. Das war so und wird wohl im Musikbusiness immer so bleiben.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;BILD: Dürften Ihre eigenen Töchter so etwas machen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: „Sie wissen doch: Ich rede nie über meine Kinder.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;BILD: Sind Sie stolz auf beide?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: „Okay, ausnahmsweise: Ja, bin ich.“&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-3050599087657949486?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/3050599087657949486/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=3050599087657949486' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/3050599087657949486'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/3050599087657949486'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2011/02/2006-02-09-anfangs-schrieb-ich-songs.html' title='2006-02-09 | &quot;Anfangs schrieb ich Songs aus sexuellen Gründen&quot; - Bekenntnisse einer Rocklegende'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-6628773308620697440</id><published>2011-02-08T22:54:00.001-08:00</published><updated>2011-02-08T23:05:56.576-08:00</updated><title type='text'>2004-02-08 | "wissen-schafft-macht": Wohl wahr, Herr Davidson - aber eben nicht immer</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Aus MUSIK ONLINE vom 8. Februar 2004:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nun ist es vorbei mit Charly Davidson. Zumindest mit seiner "Todes-Trilogie", wie sie das Magazin SPIEGEL vor einiger Ziet taufte. Schmückte bei deren Teil 1 ("Dieletzte Ölung") noch eine Art Autopsie nebst Menschen das Albumcover, so folgte bei Teil 2 ("Begräbnis") eine Zigarettenschachtel mit dem obligatorischen Warnhinweis der EU-Gesundheitsminister als Grabstein. Nun beschließt ein schlichtes Fernsehtestbild die Trilogie und der Albumtitel "wissen-schafft-macht" erweist sich schon damit als gewollte Farce.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut, die Ideen gehen dem Kreativmeister der Deutschen Musikszene, der 1982 mit seinem phänomenalen Album-Debüt "Kontaktaufnahme" wie auch dem Nichts auftauchte und sich danach mit Hits wie anspruchsvollen literarischen Songs ("Die Nacht der Gewohnheit") sowie der Erfindung der Lounge-Musik Jahr um Jahr einen Namen machte, auch nach 22 Jahren nicht aus - jedenfalls, was Konzepte und Coverinnovationen angeht. Doch die Enttäuschung darüber, dass wir nie so intellektuell werden konnten wie es sich der schlaue "Odysseus" gewünscht hätte, ist diesem Album durchaus anzumerken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ihn die Vorspiegelung seines eigenen Todes beim letzten Album um seinen Ewig-Plattenvertrag mit der GLOBA gebracht hatte, versucht sich Davidson diesmal sogar als Entrepreneur und veröffentlicht dieses Album auf seinem eigenen Label CBQ. Aber die vielen Steine, die er - der weiblichen Wesen einst Texte wie "Niemand weint so schön wie Du" auf den nackten Leib schreiben konnte - bald 1000 Wochenenden lang bei diesen im Brett hatte (und sich für die Machos unter seinen Fans auch schon mal die SCORPIONS ins Bett holte), scheinen langsam abgewetzt, wenn nicht sogar schon gar nicht mehr vorhanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit "Ein Blitzen auf dem Schirm" und "Omnipotent" sind auch gute Tracks vorhanden, aber im Großen und Ganzen nimmt Charly Davidson mit diesem Album, als wohl schwächsten seiner Karriere, die falsche Ausfahrt. Tatsächlich ist dies hier die erste ChD-Veröffentlichung, die einem so richtig zur Last fällt, inklusive Möchtegern-Soul ("Soularium"), Billig-Rap ("Rapungsanker") und möglicherweise von der Insel eingeschleustem Zeitraffer-R&amp;amp;B ("Die, die nicht wissen").   So etwas ist von einem Künstler, der sich schon im  Pop-Olymp wähnte, indiskutabel. Doch da oben, über den Wolken, in den letzten Nachtstunden, hätte man Davidson zu etwas ganz anderem raten sollen. Zum Beispiel sich "Sings For Only The Lonely" von Frank Sinatra anzuhören: "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Now the rain's a-fallin', hear the train a-callin, 'Whooee!'&lt;/span&gt;". Da hätte er sich einigen abschauen können, denn er hat ja im Grunde recht: "wissen-schafft-macht".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So wird das jedenfalls nichts in der Verbesserung der angespannten Beziehung zwischen Fan und Künstler und der Eindruck bleibt, dass Davidson nun genau das tut, was man ihm bei "Die letzte Ölung" noch unrechtmäßig vorwarf: Sich selbst verwirklichen auf Kosten seines Rufs. Aber es wird sich wohl auch dieses Mal ein Praktikant finden, der "wissen-schafft-macht" für die beste Charls Davidson-Platte ever hält..."&lt;span style="font-style: italic;"&gt;My mama was right / There's blues in the night&lt;/span&gt;".&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;(4 von 10 Punkten) Joe Riedel&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-6628773308620697440?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/6628773308620697440/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=6628773308620697440' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6628773308620697440'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6628773308620697440'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2011/02/2004-02-08-wissen-schafft-macht-wohl.html' title='2004-02-08 | &quot;wissen-schafft-macht&quot;: Wohl wahr, Herr Davidson - aber eben nicht immer'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-8638950656971521115</id><published>2010-11-28T02:45:00.000-08:00</published><updated>2010-11-28T02:48:37.685-08:00</updated><title type='text'>2010-11-28 | Rainer Sauer zum zweiten Todestag von Charly Davidson</title><content type='html'>&lt;a href="http://lichtstadt.blogspot.com/2010/11/ich-war-das-beste-das-ich-kannte-heut.html"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Veröffentlicht auf LICHTSTADT.NETZ:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;»Früher - nicht in grauer Vorzeit, sondern als er anfing, sich mit der Kleinkunst und ein wenig mit literarischem Kabarett zu beschäftigen, nämlich in den Jahren 1976, 77 und 78 -, da war Karl David Korff (oder besser: Charly Davidson, wie er sich selbst nannte) noch ein richtiger Liedermacher. Damals sagte man Folk-Rock-Sänger. Und da erst fing Charly an, neben seinen Songs auch reine Texte zu schreiben, Gedichte und rhythmische Prosa, literarische Collagen, politische Satiren. Aber es entstanden auch immer wieder Song-Geschichten über Kleinigkeiten, Allerweltsprobleme und Alltagsereignisse. "Menschengeschichten", wie er sie nannte, eigentlich Banalitäten, Nebensächliches, Unbedeutendes. Aber fast jeder Musikfan fühlte sich von ihm angesprochen, manchmal sogar ertappt und dachte ein klein wenig über sich selbst nach. Das war Charlys Stärke, das machte ihn auchzur Legende in dem Jahr, als die Mauer fiel und er mit seinem Song "Bis die Tage" das Ende der DDR ein wenig beschleunigte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbstbewusst wie er stets war, ein Egomane besten Blutes - und ich denke, ohne diese EIgenschaft ist kein einziger Superstar im Rockmusik- und Pop-Business denkbar - sagte er einmal in einer TV-Talkshow, ich denke, das war bei "B.trifft" mit Bettina Böttiger "Natürlich bin und war ich immer von mir selbst überzeugt. Ich war in meinem Leben stets das Beste, das ich kannte." - Literarisch-musikalisch betrachtet hat Davidson zwischen seinem ersten Album "Kontaktaufnahme", das war 1982, und dem letzten, 2008 nur wenige Wochen nach seinem Tode erschienen Werk "Tor", die Musikszene im Osten wie im Westen Deutschlands entscheident geprägt. Literarischer war in dieser Zeit niemand und es wird bestimmt auch noch einige Zeit dauern, bis andere Künstler dieser Qualität der Poesie, der Lyrik werden erreichen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Leichtgkeit, mit der Davidson seine Geschichten musikalisch erzählte, von sich selbst, seinem Gegenüber, von der Welt und ihrem Schmerz, von uns allen, den Alten wie den Jungen, den Verlierern und Gewinnern, von den Vorurteilen und den Nachwirkungen, fehlt einem. Hanns Dieter Hüsch, der Volksphilosoph und eines der großen Vorbilder Davidsons, sagte einmal "Wir sind alle Säugetiere und mit Haut und Haaren, Leib und Seele verwandt. Davon zu erzählen, kann zu einer Lieblingsbeschäftigung werden, wenn man es kann und die Menschen einem zuhören".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danke an Charly Davidson für das, was er geschaffen hat und ein Extradank, dass er mehr als anderthalb Jahrzehnte seines Lebens in Jena verbracht hat.«&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-8638950656971521115?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/8638950656971521115/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=8638950656971521115' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/8638950656971521115'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/8638950656971521115'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/11/2010-11-28-rainer-sauer-zum-zweiten.html' title='2010-11-28 | Rainer Sauer zum zweiten Todestag von Charly Davidson'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-1797077284862886399</id><published>2010-10-25T02:47:00.000-07:00</published><updated>2010-10-25T03:44:17.275-07:00</updated><title type='text'>2006-09-18 | RIVERBOAT SHUFFLE: Charly Davidson als Karl David Korff zu Gast beim MDR "Riverboat" (Teil 2)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TMVTUPqYxLI/AAAAAAAACK0/qf4Ed9VF4RA/s1600/ChD+-+Riverboat+Talkshow.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 180px; height: 135px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TMVTUPqYxLI/AAAAAAAACK0/qf4Ed9VF4RA/s400/ChD+-+Riverboat+Talkshow.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5531919324561327282" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Fortsetzung von:&lt;br /&gt;CHARLY DAVIDSON als KARL DAVID KOFF im September 2006 zu Gast in der MDR TV-Talkshow „Riverboat“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Jan Hofer: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;(...) Aber die STURM-Truppen, die STURM-Philharmonie, das 'Ständige Thüringer Unterhaltung- und RundfunkMusikorchester', haben fast alleine Sie ins Leben gerufen. Und heute findet es bundesweit Beachtung.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Karl David Korff: Ja, aber das war eine Notwendigkeit. Es gibt so viele hervorragende Musiker in Thüringen und kein Geld für ein orchester. Weder das Land hatte etwas übrig, noch der MDR - ich haoffe, ich darf das hier mal sagen. Also haben wir, also Thomas Hübner und ich...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; &lt;span style="font-style: italic;"&gt;...Thomas Hübner, das darf ich hier ja einmal verraten, ist...&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;...lassen Sie mich das verraten, dann kriegen Sie keinen Ärger mit ihm. Thomas Hübner ist  Clueso. Also, wir haben die STURM-Truppen ins Leben gerufen und das ist ein hervorragendes Orchester mit einem hervorragenden Dirigenten, Martin Lenz, denn manchmal muss ein Mensch eben tun, was ein Mensch tun muss. Letztlich ist das dann doch auch nur eine Geldfrage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TMQrFtxbhAI/AAAAAAAACKs/OQw8qBOInyc/s1600/ChD+-+Gast+auf+dem+Riverboat+2006.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 155px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TMQrFtxbhAI/AAAAAAAACKs/OQw8qBOInyc/s200/ChD+-+Gast+auf+dem+Riverboat+2006.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5531593619504071682" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Jörg Kachelmann: &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Welche Rolle spielt Geld in Ihrem Leben? Macht es Sie unabhängig oder glücklich?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Auf jeden Fall macht es erst einmal Spaß, welches zu haben. Und es öffnet Türen, noch mehr davon geliehen zu bekommen. Was wiederum dazu führt, Dinge machen zu können, die noch sehr Spaß machen. Aber es ist selbst erarbeitetes Mittel zum Zweck. Und es ist eine adäquate Gegenleistung für Arbeit. Ich arbeite viel, also im Schnitt so zwölf Stunden am Tag. Das klingt viel und ist es auch, aber alles, was nach außen einfach und leicht aussieht hat immer auch etwas mit harter Arbeit zu tun, jedenalls wenn es keine Zufälligkeit oder Eintagsfliege ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Wie muss man sich diese zwölf Stunden Arbeit vorstellen? Am Stück oder über Phasen verteilt, im Tonstudio oder im stillen Kämmerlein?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Es ist ein Split zwischen Notwendigkeiten und Passion. Ich kontrolliere gerne Dinge und eine gewisse Führungsqualität kann man mir ja auch nicht absprechen. Ob das im Tonstudio ist, wo ich oft nächtelang an Liedern und Ideen feile oder feilen lasse, ob das in Besprechungen ist, über Bühnenshows oder Konzepte, das kann auch in meinem Zimmer sein, wenn ich an Büchern oder Theaterstücken arbeite oder im Internet recherchiere. Da ist alles möglich und das kostet eben Zeit, ist aber auch nötig um die Ergebnisse zu bekommen, die man anstrebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jan Hofer: &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Sie haben da eben eine schöne Wortwahl benutzt: „Im Internet recherchieren“. Viele benutzen heute dafür &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;das Wort „googeln“.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Schrecklich. Was aus unserer Sprache geworden ist. Wobei ja schon meine Wortwahl nicht mal ursprünglich Deutsch ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;&lt;br /&gt;Wie wichtig ist diese Internetrecherche für Sie?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das ist oft das A und O einer Sache. Angefangen bei der Frage: gab es die Idee, die ich gerade habe, schon mal vorher - da kann einem das Internet sehr helfen. Bis hin zu Informationen, die man sich früher mühsam besorgen musste und die heute schnell und frei verfügbar sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TMVVdQ_Ck3I/AAAAAAAACK8/-5yfN4EMNsU/s1600/ChD+-+Als+Gast+beim+MDR+Riverboat.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 330px; height: 230px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TMVVdQ_Ck3I/AAAAAAAACK8/-5yfN4EMNsU/s400/ChD+-+Als+Gast+beim+MDR+Riverboat.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5531921678558466930" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Ist das  nicht schon wieder ein Zwiespalt? Einerseits hängen Sie alten DIngen nach, den Sechziger Jahren, der vergessenen Worten, andererseits sind Sie immer auf dem neuesten Stand, was Elektronik angeht oder das Internet?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das sehen Sie schon richtiig. Ich teile das übrigens mit Erich von Däniken. Der ist auch so einer, der immer die neuesten Sachen macht, obwohl man von ihm denkt, dass der nur in Altertümern rumwühlt. Der ist nun schon über Siebzig und trotzdem ein Elektronikfreak. Sendet seine Botschaften und Nachrichten über Twitter in die Welt. &lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;(lacht)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; Ich habe nicht gesagt, dass er „twittert“... aber das macht doch das Leben aus: dieser ewige Gegensatz zwischen dem Alten und dem Neuen, Rock 'n' Roll und Elektromusik, Shakespeare und Wondratschek. Daraus schöpfe ich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Und wir hoffen, dass Sie da noch lange weiter schöpfen. Wann duellieren Sie sich mit Heinz Rudolf Kunze?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Am 14. Oktober in der Universität Jena. Am 200. Jahrestag der Schlacht von Jena und Auerstedt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Jan Hofer: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Dann wünschen wir Ihnen beiden viel Glück und dass sie beide das überleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;Naja, zumindest ich.  &lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;(lacht)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; Danke schön!&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-1797077284862886399?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/1797077284862886399/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=1797077284862886399' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/1797077284862886399'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/1797077284862886399'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/10/2006-09-18-riverboat-shuffle-charly_25.html' title='2006-09-18 | RIVERBOAT SHUFFLE: Charly Davidson als Karl David Korff zu Gast beim MDR &quot;Riverboat&quot; (Teil 2)'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TMVTUPqYxLI/AAAAAAAACK0/qf4Ed9VF4RA/s72-c/ChD+-+Riverboat+Talkshow.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-2985860015901288211</id><published>2010-10-24T04:53:00.000-07:00</published><updated>2010-10-25T05:58:13.743-07:00</updated><title type='text'>2006-09-18 | RIVERBOAT SHUFFLE: Charly Davidson als Karl David Korff zu Gast beim MDR "Riverboat" (Teil 1)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TMVTUPqYxLI/AAAAAAAACK0/qf4Ed9VF4RA/s1600/ChD+-+Riverboat+Talkshow.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 180px; height: 135px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TMVTUPqYxLI/AAAAAAAACK0/qf4Ed9VF4RA/s400/ChD+-+Riverboat+Talkshow.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5531919324561327282" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;CHARLY DAVIDSON als KARL DAVID KOFF im September 2006 zu Gast in der MDR TV-Talkshow „Riverboat“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Jan Hofer: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;(...) Nun lassen sie uns mal zu unserem nächsten Gast kommen, einem Sänger, Musiker und Produzenten, der seit bald anderthalb Jahrzehnten in Thüringen lebt und arbeitet: Karl David Korff, vielen Musikfans natürlich unter seinem Künstlernamen Charly Davidson bekannt. Seit bald drei Jahrzehnten aktiv und inzwischen eine Rocklegende. Guten Abend.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;KDK: Guten Abend. &lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;(Der Einspieler ist zu sehen, u. a. mit Charly Davidson &amp;amp; Begleitung bei seinen DDR-Konzerten 1988 in Dresden und Magdeburg, aktuell in seinem Studio in Jena, beim Querflötenspiel mit der STURM-Philharmonie und während eines Rundgangs mit seiner zweiten Ehefrau Ursula bei den Dornburger Schlössern. Beide stehen am Schloßbalkon und sehen in die Ferne.)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Herr Korff, sie betreiben ihre Karriere ja seit langen Jahren zweigleisig. Einmal sind sie seit 1982 der Deutschrockstar Charly Davidson mit inzwischen acht Alben in den Top 10. Zum anderen machen Sie unter Ihrem richtigen Namen Elektromusik, wie Sie es nennen, und hin und wieder auch literarisch-musikalische Programme, zum Beispiel fordern Sie im nächsten Monat in der Jenaer Universität Ihren Deutschrock-Kollegen Heinz Rudolf Kunze zum Duell. Ist das nicht schwierig, für Sie, für Ihre Fans, die Dinge auseinander zu halten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nein. Ganz und gar nicht. Bei einem Charly Davidson-Programm oder -Album, wissen alle, was auf sie zukommt, und bei einem Abend mit Karl David Korff ebenso. Wenn Marius Müller-Westernhagen oder Herbert Grönemeyer schauspielern,&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; geht ja auch niemand in Kino und erwartet ein Musik- oder Gesangsprogramm.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wie entstand diese Zweigleisigkeit, die ja ungewöhnlich im Musikgeschäft ist. Von anderen Künstlern mit Künstlernamen, wie zum Beispiel Campino, kennen die Fans eher selten den wahren Namen. Sie haben es aber von Anfang an darauf angelegt. Schon Ende der Siebziger Jahre begann diese Zweigleisigkeit.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TMQrFtxbhAI/AAAAAAAACKs/OQw8qBOInyc/s1600/ChD+-+Gast+auf+dem+Riverboat+2006.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 155px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TMQrFtxbhAI/AAAAAAAACKs/OQw8qBOInyc/s200/ChD+-+Gast+auf+dem+Riverboat+2006.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5531593619504071682" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das stimmt. Es hat etwas damit zu tun…ich hoffe meine Frau verzeiht mir diesen Ausdruck - sie sagt nämlich immer, ich solle das Wort „tun“ tunlichst vermeiden &lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;(Kamera schwenkt auf Charlys Ehefrau Uschi)&lt;/span&gt;…also, es begründet sich in der Zweigleisigkeit der Musik, die ich liebe und mache. Als Kind baute ich mir einen Synthesizer und machte so schon 1976 elektronische Klangexperimente, wenig später entdeckte ich Folkrockmusik für mich und machte das dann auch und ich spürte, dass dies zwei Welten sind, die man nur schwer unter einen Hut bekommen kann und so gibt es seit damals Charly Davidson, den Folkrockmusiker, der heute Deutschrock macht, und Karl David Korff, den anderen Teil meiner musikalischen Persönlichkeit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Ach, jetzt verstehe ich auch die Namenswahl, weil Charly Davidson kann man zwar von Karl David ableiten, aber zu Folkmusik passt das schon eher als zu Deutschrock. Herr Korff, Sie wuchsen in Wales auf und kamen erst 1964 nach Deutschland. Wie war Ihre Kindheit? Vorhin, als Herr Siggelkow von seiner Kindheit in eher bescheidenen Verhältnissen erzählt hat, da haben sie genickt. Hatten Sie ähnliche Erlebnisse?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In vielem, was erzählt wurde, habe ich mich wiedererkennen können. Ich wurde ja, wie Sie schon sagten, in Wales geboren, 1957, und wuchs dort auf. Meine Eltern waren arm und es fehlte fast an allem, aber, für mich war das normal. Ich habe das als normal empfunden, weil ich in Wales damals nichts anderes gesehen habe, bei meinen Freunden, bei den Bekannten meiner Eltern, die bei einem Bauern auf einer Farm arbeiteten. Das war eben so. Erst als ich in Deutschland lebte und zur Schule ging, besserten sich die finanziellen Verhältnisse meiner Familie und dann sah ich zum ersten Mal, was eine Jugend auch ausmachen kann.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Sie sprachen ja schon gut Englisch, als sie nach Deutschland kamen. In wie weit hat Ihnen dies später weiter geholfen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Englisch ist eine so wunderbare Sprache. Wir Deutschen sind da ein wenig überheblich und denken, als Nation von Dichtern und Denkern seien wir Sprachkünstler und ich sage Ihnen: der durchschnittliche Deutsche ist wahrlich kein Sprachkünstler. Erst, als ich mich wieder intensiver mit der englischen Sprache befasst habe, zunächst musste ich ja in Deutschland erst einmal richtig Deutsch sprechen lernen, konnte ich feststellen, dass es in ihr an die 700.000 Worte gibt, ich meine unterschiedliche Worte, und in der deutschen Sprache nur an die 60.000. Wir setzten viel zusammen, bilden aus zwei Worten ein neues. Im Englischen gibt es aber oft ein spezielles Wort für so eine deutsche Wortkombination. Als ich Shakespeare oder Dylan Thomas übersetzt habe, davor waren es Marc Bolan und Bob Dylan, habe ich gemerkt, dass man auch im Deutschen kreativ sein kann und einfach neue Wortschöpfungen erfunden, wenn es da nichts Besseres, Treffenderes gab.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Ihr letztes Album „Reizwolf“ ist ein Bespiel dafür…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;…auch meine Wortkombinationen bei den Albentiteln: „Kontakt Aufnahme“, „InkarNation“, „Schlangen Beschwerer“, „ÜberFlieger“, „Massen Kampf“, „ElektroMusik“ - das zieht sich in der Tat durch mein Schaffen, wie ein roter Faden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Und immer wenn dann bei Ihnen andere Albumtitel kommen, wie „Odysseus“ oder „Die letzte Ölung“, ahnt man automatisch schon: jetzt aber aufgepasst, jetzt kommt mal etwas anderes, als gewohnt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Genau.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TMQkCDWKOuI/AAAAAAAACJ8/u1QEPMJTj6I/s1600/ChD+-+Riverboat+2006.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 149px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TMQkCDWKOuI/AAAAAAAACJ8/u1QEPMJTj6I/s200/ChD+-+Riverboat+2006.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5531585859994401506" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Jörg Kachelmann:&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Sehen Sie sich nun als Deutschen oder Waliser oder als Europäer? Was trifft da mehr zu?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Als Europäer, so wie es Alfred Grosser sieht. Ich traf ihn vor einigen Jahren und er hat mir Dinge erzählt, in denen ich mich wiederfand. Grosser ist ja überzeugter Europäer, obwohl er in Frankfurt am Main geboren wurde und bis heute ein Wanderer zwischen Deutschland und Frankreich ist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jan Hofer: &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Wie hat Alfred Grosser Sie beeinflusst?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das würde zu weit führen, das hier umfassend zu erzählen Aber ein Beispiel kann ich ja sagen. Wir haben uns damals fast eine Stunden lang über Goethes „Erlkönig“ unterhalten. Eine Ballade. Und er hat mir erklärt, dass es im Deutschen wie im Französischen den Begriff der Ballade gibt und ich wusste da schon, dass es sich vom lateinischen „balare“ ableitet, dem Umherlaufen. Aber es gibt, sagte mir Alfred Grosser, im Französischen auch noch den Begriff „balade“ mit nur einem „l“ und der heißt immer noch umherlaufen. Also ist aus französischer Sicht eine Ballade sowohl eine Balladengeschichte an sich, als auch eine Geschichte, die sozusagen „umherläuft“ von einem Ort, von einem Menschen zum anderen und es ist ja anknüpfend an das, was ich gerade über die englische Sprache gesagt hatte. Und deshalb muss man sich immer vergegenwärtigen, dass wir als Europäer nicht in Deutschland oder Großbritannien oder Frankreich leben, sondern in Europa sozusagen umherlaufen. Ich für meinen Teil bin gerne in Deutschland oder in Polen oder in Italien oder in Wales oder in Frankreich, wo ich gerade wieder Urlaub gemacht habe oder in Skandinavien oder in Spanien, auf La Gomera, wo ich ein Haus habe. Also bin ich ein Europäer, der allerdings überwiegend im Osten Deutschlands anzutreffen ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Jörg Kachelmann:&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Jetzt verbindet Sie mehr mit dem Osten Deutschlands, als man allgemein annimmt. Ende der Achtziger Jahre eine erste Tour durch die DDR, u. a. weil Sie ein Lied über Siegmund Jähn, den ersten Deutschen im Weltall gemacht hatten, dann 1992 die Übersiedelung nach Jena. Es heißt, Sie hätten mit Ihrem Lied „Bis die Tage“ 1989 die Wende mit angeschubst. Und es geht noch weiter, bis ins Private hinein.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich vermute, ich weiß, was Sie meinen. Meine Frau, die ja in Sachsen-Anhalt geboren ist…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;…und für die Sie, ich sage das jetzt einmal, ohne es zu werten, Ihre erste Frau verlassen haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ja.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Seit einem halben Jahr sind Sie beide verheiratet. Wie kam es dazu? War es Liebe auf den ersten Blick?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TMQkZ-qzuYI/AAAAAAAACKM/lHMou1f8qT4/s1600/ChD+-+MDR+Riverboat+2006.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 138px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TMQkZ-qzuYI/AAAAAAAACKM/lHMou1f8qT4/s200/ChD+-+MDR+Riverboat+2006.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5531586271055690114" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Da müssen Sie meine Frau fragen &lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;(lacht)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;, aber ich denke nicht. Es war eher eine Vernunft-Ehe, oder, mein Schatz? &lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;(die Ehefrau winkt ab)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Da müssen Sie jetzt selber durch, ich hatte ja Sie gefragt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;Nein. Wir trafen uns zufällig, 2000, in Suhl bei einer Lesung und es war keine Liebe auf den ersten Blick. Meine Frau wurde bald meine Beraterin und das hat sich dann eben so entwickelt…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;…also auf den zweiten Blick…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;…oder den dritten, vierten. Aber nun sind wir seit diesem Jahr verheiratet und gut ist. Um Ihre Frage damit zu beantworten: Ja, auch meine Frau verbindet mich mit dem Osten Deutschlands. Haben Sie noch andere Fragen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Jan Hofer: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wie war das mit ihrer Musik. Wie kamen Sie darauf. Was kann man als Ihre musikalischen Wurzeln bezeichnen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;Also, ich bin, wenn ich das einmal so sagen darf, froh, dass ich in den Sechziger Jahren aufgewachsen bin. Diese Viefalt, die es damals in der Musik gab, bei der Musik, bei den BEATLES, meinen Helden, die ich bedingungslos verehre, und vielen anderen, gibt es heute nicht mehr. Heute gibt es keine Vielfalt mehr sondern nur noch Masse. Masse ist nicht Vielfalt. Ich habe da ja schon mal ein ganzes Album zu dem Thema gemacht und bin wegen des Logos gescholten worden, das dem der FDJ ähnelte, Aber darum ging es. Ein Massenkampf ist niemals ein Kampf der  Vielfalt. Also denke ich, dass es vor allem die Sechziger Jahre waren, die mich prägten, die meine Wurzeln sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vor einigen Jahren haben Sie in Jena einen Rundfunksender etabliert...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...nicht allein sondern mit vielen Anderen zusammen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Aber die STURM-Truppen, die STURM-Philharmonie, das 'Ständige Thüringer Unterhaltung- und RundfunkMusikorchester', haben fast alleine Sie ins Leben gerufen. Und heute findet es bundesweit Beachtung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;(FORTSETZUNG FOLGT IM ZWEITEN TEIL)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-2985860015901288211?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/2985860015901288211/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=2985860015901288211' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2985860015901288211'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2985860015901288211'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/10/2006-09-18-riverboat-shuffle-charly.html' title='2006-09-18 | RIVERBOAT SHUFFLE: Charly Davidson als Karl David Korff zu Gast beim MDR &quot;Riverboat&quot; (Teil 1)'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TMVTUPqYxLI/AAAAAAAACK0/qf4Ed9VF4RA/s72-c/ChD+-+Riverboat+Talkshow.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-7642001736894114308</id><published>2010-10-22T01:05:00.000-07:00</published><updated>2010-10-29T12:05:18.703-07:00</updated><title type='text'>2007-10-22 | Charly Davidson feiert 30. Bühnenjubiläum: "Mich kotzt heute noch diese Wichtigtuerei der NDW an"</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Anlässlich von Charly Davidsons 30-jährigem Bühnenjubiläum und seines bevorstehenden 50. Geburtstages gab es am 22. Oktober 2007 ein großes Interview im GEMA-Musikmagazin SONO mit der Rocklegende, welches wir hier noch einmal wiedergeben. Das Interview führte Ramona Stark:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Herr Davidson, Ihr Comeback-Album "Reizwolf" sei der schwerste Teil ihrer Karriere gewesen, das sagten Sie vor kurzem. War Ihr Karrierebeginn einfacher?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Nein, bei meinen ersten Alben, die seinerzeit ja noch auf Cassette erschienen sind, war es ähnlich. Damals, vor bald dreißig Jahren, galt es ja, die deutsche Sprache für den Sound der Musik neu zu erfinden. Es gab wenig Vorgaben und an jeder Ecke hörte man: Das geht nicht, denn die Sprache des Rock ist Englisch. Aber ich wusste: Es muss irgendwie gehen. Und ich dachte: Wortwitz, Slang und Sprüche, das muss in deutsche Texte rein. Also habe ich damals, ich wr da 14, 15, 16 Jahre alt, fleißig übersetzt. Dylan, CSN&amp;amp;Y, Marc Bolan. das war schwer, aber es hat mir danach sehr geholfen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Was war das Problem bei Ihrem letzten Album "Reizwolf", mit dem Sie sich Ende 2005 nach mehreren, eher weniger erfolgreichen Alben, zurückmeldeten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Es fehlten erst mal neue Motive, neue Themen. Ich hatte bis dahin in meiner Karriere viele Songs gemacht, ein paar hunder. Und danach wurde es ein bisschen knapp mit wirklich neuen Storys. Vor dreißig Jahren konnte ich noch aus dem Vollen schöpfen: meine Kindheitserlebnisse, Jugendlieben, Schulstorys, das Ablösen vom Elternhaus, die ersten Banderlebnisse, nach Frankfurt zu gehen, es allen zu zeigen, et cetera. Dazu kam Politisches dazu, die Studentenunruhen, die Anti-Strauß-Bewegung und so. Ich hab' dann viel mit weitläufigen Freunden und Bekannten wie Annette Humpe, Lukas Linde, Ulla Meinecke waren darunter, debattiert und diskutiert, wie denn eine neue Platte von mir auszusehen hat, also zu klingen hat, besser noch: was ich der Welt zu sagen habe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Was kam dabei raus?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Franz Wasa, der Produzent des Albums, sagte mir, er wolle die Platte wie eine Art Fan angehen. Nach dem Motto: Was interessiert mich jetzt an Charly? Wie steht mein Charly jetzt so in der Welt und wie sieht Charly das echte Leben? Und musikalisch: Wie kann man den lässigen Esprit meiner frühen Platten aus den Achtzigern wieder hinkriegen? Ich musste Storys und Feelings finden, die mit meinen Leben jetzt wirklich richtig was zu tun haben. Vor allem: "keine Besserwisserei", das hat Ulla mir eingebleut. Dann habe ich hineingehorcht, in meinen Schädel, tief runter in meine Seele.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Entsprach das Bild, das Produzent Franz Wasa von Ihnen hatte, Ihrem eigenen Verständnis von sich?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Mit der Zeit immer mehr. Es ist ja so: ich habe alle Platten,  mit Ausnahme der beiden von Ronny Punk produzierten Scheiben - Gott habe ihn selig- produktionstechnisch nur entweder selbst oder mit meinen beiden langjährigen Partnern Lukas Linde oder Helmut Prosa gemacht. Also wollteich mal eine Außenmeing dazu holen, was leider meinen letzten Partner Helmut Prosa vergrämt hat. Aber frisches Blut tu jedem gut - davon bin ich überzeugt. Wasa sagte dann, dass mein nächstes Album eine Platte werden sollte, direkt über mich; Lieder, die direkt und prall aus meinem Herzen und meinem Kopf sprechen. So kam es dann auch zu dem Titel "Reizwolf".&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Wie haben Ihnen denn Kollegen wie Ulla Meinecke konkret geholfen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Ich hatte manchmal einfach Schwierigkeiten, die richtigen, neuen Themen und Formulierungen zu finden. So wie bei dem Lied "Die Elenden und die Könige" das so gestaltet werden musste, dass kein Besserwisser-Song draus wird, sondern der eines Erkenntnis- beziehungsweise Erleuchtungs-Menschen. Also stieg ich mit meinem Fahrer in mein Auto, damals war das gerade ein Phaeton, den wir gelest hatten; einen echten kann mich mir selbst heute noch nicht leisten (lacht!). Wir produzierten ja in den Memento-Studios in Berlin und so ich abends, um kurz nach acht, Ulla an, ob sie 'nen Moment Zeit hat. Die stand dann an der Tanke bei ihrer Autowaschanlage und stieg ein. Wir rauchten viel und fuhren fünf Stunden im Kreis, hielten ab und an an der Tanke an und dann stieg ich aus und holte was zu trinken oder zum Knabbern oder zu rauchen und der Typ hinter der Kasse wollte nicht mehr, dachte wahrscheinlich das wäre ein Fake, dass ich es gar nicht bin, hat dann aber am Ende ein Handyfoto als Beweis gemacht. Ulla lachte sich die ganze Zeit halb schlapp über die Situation und, das war ja Deine Frage, ja: sie hat mir sehr geholfen bei dem Album. Nachher, so um halb zwei Uhr nachts, waren wir beide zwar alkoholtechnisch gut drauf, aber es war ein sehr fruchtbares Gespräch.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Mit Alkohol kennen Sie sich aus.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Ja, ich habe meine Erfahrungen mit Alkohol gemacht. Ich bin kein Hasch-Freak oder Kokser. Davor habe ich Angst. Mein Kopf ist sowieso schon genug Circus Maximus und ich hab' Angst, dadurch meine Gehirn-Salat-Chirurgie noch mehr durcheinander zu bringen, als sie es bereits ist. Kleine Experimente ausgenommen, mal plötzlich und unvorhersehbar bei einer Talkshow unterm Tisch landen, ein anderes Mal waartet der Notarzt um die Ecke, sowas gab es schon mal. Also ganz der Künstler, der sich dahin vorwagt, wo sich sonst keiner hintraut. Wo jeder Mensch Angst kriegt, das muss man doch schon mal erlebt haben. Ausnahmezustände, auf der Suche nach noch weiteren, bisher nicht gekannten Kicks. Aber zum Glück bin ich da ja nicht alleine. Das geht ja von "Faust" bis "Freund". Der alte Geheimrat wäre ja nüchtern auf vieles nicht gekommen. Alkohol funktioniert manchmal als Retter in der Not, wie es Mr. G je einst besungen hat, leuchtet gelegentlich als zusätzliche Lampe durch das Leben. Aber ich kenne auch die Schattenseiten, habe Leute wie Schulze und Lindenberg im Vollrausch erlebt und da waren fürwahr keine Glanzleistungen möglich. Ist aber alles lange her.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Hat sich Ihr Vokabular in den dreißig Jahren ihrer Karriere sehr geändert?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Ja, ich denke schon. Wenn man die Zeit nimmt von 1977 bis 1986, bei meinen ersten deutschsprachigen Album, da hatte ich noch eine Art Supermensch im Kopf, so einen Klon, einen Wechselbalg zwischen Bob Dylan, Marc Bolan, Reinhard Mey und natürlich Konstantin Wecker, den Übervater. Die Aussprache, die Artikulation hatte ich von denen. Ich hab das Herrn Wecker auch mal gesagt: "Konstantin, ich hab mir viel bei dir abgeguckt von deinem Wortwitz", hab ich gesagt. Er konnte das gar nicht verstehen. Erst als ich ihm sagte, dass ich auch noch Hanns Dieter Hüsch verehre, dann hat er's geglaubt, hat mich an sich gedrückt und hat mir einen Kuß gegeben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Wie radikal fühlte es sich Mitte der Siebziger an, als alle hierzulande Englisch sangen, auf Deutsch zu singen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Ich sag ja zuerst auch nur in Englisch, aber es war mir einfach eine Notwendigkeit, weil ich auf Englisch viele Sachen, die ich sagen wollte, nicht so rüberkriegte, wie ich sie ausdrücken wollte. Mein Englisch war dafür, obwohl ich ja in Wales geboren wurde und dort aufgewachsen bin, zu limitiert. Außerdem liebte ich die deutsche Sprache. Ich las Tucholsky, Goethe und Wondratschek. Alle sangen Englisch, ich schrieb auf Deutsch. Ich hatte nur Angst, dass mir bei meinen Liedthemen jemand zuvorkommt. Aber dann ging das ab über Nacht, so schnell, dass mich das auch gewundert hat. Ich sei intellektuell, machte man mir weiß. Und ich glaubte es: Hallelujah.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: 1982 kam ihr erstes Schallplattenalbum auf den Mark, davor gabes nur Ihre Cassetten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Ach, die PRELUDE-Cassetten: ein wirtschaftlicher Flop, siebenhundert verkaufte Dinger. Mit denen wollte ich ja gleich Weltstar werden, was für'n Quatsch. Denn Weltstars singen Englisch, klare Sache, dachte ich. Klappte nicht. Aber auch die "Kontaktaufnahme" schwächelte ja, ebenso wie das zweite Vinylalbum "Das kleine Mal". Viele Exemplare mussten zurück in die hintersten Regale bei meiner Plattenfirma. Also war's das mit dem intellektuellen Anspruch. Die Firma wollte mehr Erfolg und ich trennte mich von einem guten Freund, Lukas Linde. Das war hart und schwer entmutigend.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Was unterschied Sie danach von den weiter ambitionierten Liedermachern, die offen gegen den Mainstream musizierten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Meine kessen Sprüche, denn ein paar Wortwitze müssen immer sein. Das unterschied mich ja von den NDW-Nasen, von den ganzen lustigen Vögeln, die im Tretboot in Seenot gerieten, während dem ich Odyseuss Flotte befehligte. Mich kotzt heute noch diese Wichtigtuerei der NDW an, dieser langweilige Spaß, dieses ganze Missionarstum "Die Welt ist eine große Party". Für mich musste Musik locker rocken und rollen und elektronisch sein. Das konnte man sich nicht abgucken, das konnte man nur selbst erfinden&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Wann kam bei Ihnen das Politische in die Texte?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Die politische Dimension kam Ende der siebziger Jahren hinzu. In diese Richtung brachten mich auch einige gute, höchst politambitionierte Freunde. Ich wurde Sänger einer Frankurter Politrockband, wir traten bei "Rock gegen Rechts" auf, ich sang zu Themen wie AKWs, Besetzerszene oder Chile. War alles gut und prima so - und dürften auch einiges bewirkt haben, diese Songs. Ich bin mir immer noch unsicher bezüglich dem Ende der DDR und meiner Rolle dabei, aber manche Leute meinen, habes das sogar wissenschaft zu ergünden versucht, der Song "Bis die Tage" habe seinen Anteil daranb gehabt. Ja, und dass ich heut ein der ehemaligen DDR lebe, ist schon 'n Flash. Ich wache jeden Morgen mit einem Lächeln auf. (lacht!)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Gibt es beim Schreiben von Liedern eine Routine oder ist das immer wieder ein Kampf?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Kampf und ein Roulette-Spiel. Routine gibt es für mich nicht. Ich bin immer auf der Suche, bin ein Gedanken-Abenteurer, ein Entdecker auf dem Sprung, der neue Bilder finden muss. Aber, wie gesagt, das ist schon schwer nach so vielen Texten. Wenn ich schreibe waren es früher zischen Monate und Tagen, die ein text dauerte. Daraus sind heute Jahre gworden und manchmal geht's in drei Minuten, alles ist möglich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Im Refrain Ihres Songs "Wach auf" heißt es: "Wir schlafen mit weit offenen Augen, mit unsren Träumen und mit dem Partner sowieso". Kann man behaupten, dass das eine typische Charly-Davidson-Zeile ist?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Kann man. Die musste in diesem Lied aber auch genau so sein. Das Lied ist so hinreißend schön, die Melodie "so nice", das musste ich irgendwie brechen. Wie es übrigens auch die EURYTHMICS stets so gemacht haben: Schöner Song = böser Text, böser Song = schöner Text. Sonst kommt man leicht in eine zu gefällige Ecke. Und über Worte wie "schlafen mit weit offenen Augen" freuen sich übrigens auch die Kritiker ebenso wie die Kids. "Du schläfst mit weit offenen Augen" scheint ja so ein kleinen Szene-Spruch geworden zu sein. Danach suche ich. Wie damals mit den "ewigen Schaltkreise", dem Computernirwana. Mir sagte mal ein führender Informatikprofessor, dass er seit meiner Worterfindung seinen Studenten erklären kann, wohin Daten bei einem Computerabsturz verschwinden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Sie bekammen den Jacob-Grimm-Preis für Verdienste um die deutsche Sprache verliehen. Hat Sie das überrascht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Ja. Die Goldene Liese habe ich ja bereits seit 1982. Die mögen halt alle meinen spielerischen Umgang mit der deutschen Sprache, wie er jahrzehntelang nicht so üblich war. Worte formen wie Kaugummi, Knetgummi - wie mit dem Jonglierball damit umgehen. Alles geht, keine Limits. Ich sah da nie Begrenzungen und wusste: mit Sprache kann man alles machen. Unsere deutsche Sprache klingt sehr schön, na ja, vor allem, wenn ich sie singe. (lacht!) Dieses "Das kann man nicht sagen" akzeptierte ich nicht, man kann nämlich alles sagen. Jeder neue Text öffnet eine Tür. Und dass das Jacob-Grimm-Preisgremium das anerkennt, ist doch toll.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Sie arbeiten gern ungestört. Nachts und besonders gern im Auto. Stimmt das?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Genau, wie bei der Geschichte mit Ulla. Das ist ganz locker, da wird man nicht gestört und kommt auf viele Ideen. Tür zu, Handy aus, Raumkapsel.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Welche Musik hören Sie im Auto?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Meine Demos und andere CDs. Zur Zeit "Love" von den Beatles, "Station To Station" von Bowie, aber auch gern mal Beethoven, Holst und Bach. Auch große Chöre sind super, da krieg ich schon mal tränennasse Augen, bin ganz gerührt und muss rechts ranfahren. Mein Auto ist wie Apollo 11, wenn ich unterwegs bin. Aber ich schreibe auch gern nachts im Hotel, wenn alles pennt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Merken Sie, wenn ein Stück besonders gut geworden ist?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Ja, das merk' ich meistens. Ich denk' dann, wer hat das eigentlich geschrieben? Da muss wohl der Heilige Geist mitgemacht haben, allein kann ich so was nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Haben Sie sich schon mal gegoogelt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Klar, täglich. Ich muss ja immer nachschauen, was es Neues gibt über mich. Und die meisten Geschichten über mich stimmen sogar. Die Journaille geht zur Zeit ziemlich straight mit mir um.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Haben Sie ihre Geheimnisse bewahrt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Natürlich. Ich achte da sehr drauf. Das habe ich von Mike Oldfield gelernt, den ich ja gut kenne, auch, wenn es oft nur eine Telefonfreundschaft ist. Der sagte mal zu mir: "Charly, du musst nicht in jeder Talkshow von deinen ganz privaten Sachen oder deinen Haushaltsangelegenheiten reden. Das Kapital des Langzeit-Stars ist die geheimnisvolle Aura, die ihn umgibt. Du musst den Menschen Projektionsflächen lassen für ihre Phantasie. Du brauchst Geheimnisse, du darfst nicht alles erzählen, die Leute müssen träumen können, sonst geht die Spannung weg".&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Mike Oldfield ist Weltstar. Wieviel Weltstar hat Charly Davidson?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Weltstar? Ich weiß nicht. Ich muss da ja vorsichtig sei, nachdem ich vor bald zwanzig Jahren einmal gesagt hatte, ich wäre möglicherweise Deutschlands letzte Hoffnung auf den Pop-Olymp. Die Zeit hat da zwar nicht alle Wunden, die ich damit verursacht habe, geheilt; sie hat aber zumindest gezeigt, dass ich mit meiner EInschätzung damals nicht ganz richtig lag. (lacht!) Lassen wir das "Welt" doch mal weg, dann gibt es die Tradition großer Komponisten, denn davon haben wir in Deutschland viele, viele gehabt. Und dass ich mit der Lounge-Music da ein klein wenig mithelfen durfte, dafür danke ich. Und dann gibt es die Tradition großer Schreiber. Ich sehe mich schon als einen kleinen Bruder von Kurt Tucholsky, denn Tucholsky geht schon sehr tief, auch, wenn du älter bist - musst du nur entdecken. Ich reise auch gerne an Tucholskys Lebens- und Tatorte und schau mich da um.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;SONO: Ihnen soll das Bundesverdienstkreuz für Ihre Verdienste um die deutsch-deutsche Verständigung verliehen. Hat Sie das berührt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Ich habe ein ambivalentes Verhältnis dazu. Andere haben das wohl mehr verdient als ich. Aber wnn ich es bekomme, dann werde ich es mir natürlich ans Revers heften und eines Tages kommt das dann ins Museum.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" id="main" &gt;&lt;span id="footer"&gt;© 2010 bei SONO Magazin&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-7642001736894114308?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/7642001736894114308/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=7642001736894114308' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/7642001736894114308'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/7642001736894114308'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/10/2007-10-22-charly-davidson-feiert-30.html' title='2007-10-22 | Charly Davidson feiert 30. Bühnenjubiläum: &quot;Mich kotzt heute noch diese Wichtigtuerei der NDW an&quot;'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-744116687642715161</id><published>2010-10-18T03:46:00.000-07:00</published><updated>2010-10-18T03:58:47.607-07:00</updated><title type='text'>2005-10-25 | Davidson: Jetzt spiele ich in Deutschland den Reizwolf</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Interview mit Charly Davidson im ONLINE DIENST:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Herr Davidson, welche Musik fanden Sie als Kind gut?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Ich habe sehr früh angefangen, mich für Rockmusik zu interessieren. Zu meinem elften Geburtstag, hat mir meine Tante das weiße Album von den Beatles geschenkt. Meine walisische Tante. Das hat mich fasziniert, die Melodie, die Sprache. Die zweite Schallplatte mit zeitgenössischer Musik war dann „Beat 69“ von John Deen and The Trakk.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Sie haben über zwei Dutzend Platten veröffentlicht, Ihre letzte vor wenigen Monaten. Welche Bedeutung hat ein neues Album noch für Sie?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Die gleiche wie zu Anfang, 1982. Nur der Markt hat sich verändert. Wenn man weiß, dass man heutzutage zwei Drittel weniger verkauft, was alle Kollegen betrifft, dann ist das Verhältnis von Arbeitsaufwand und Ertrag nicht mehr so wie früher. Aber natürlich mach ich's trotzdem gerne, schon wegen des Gesamtwerks.&lt;span style="font-style: italic;"&gt; (Davidson lacht)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;„Reizwolf“ nennt sich Ihre aktuellen Platte, die in wenigen Tagen erscheinen wird. Aber besonders aggressiv klingt sie nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Auf diesem Album gibt es ungewöhnlich viel Privates, fast so, als hätte ich das Leben dieses Mal direkt umgesetzt, was ganz eindeutig mit meiner neuen Frau zu tun hat. Obwohl sie mich jetzt korrigieren würde und mir sagen würde, dass man das Wörtchen ‚tun‘ tunlichst vermeiden sollte. In meinem bisherigen Leben habe ich mich, mit privaten Bekenntnissen etwas schwer getan, Liebeslieder zum Beispiel immer handwerklich erfunden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Ein Lied heißt „Unsterblichkeit“. Möchten Sie gerne unsterblich sein?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: „Unsterblichkeit“ ist einfach ein Liebesgedanke. Durch glückliche persönliche Umstände ist mir mittlerweile eben diese Unsterblichkeit von Gefühlen vermittelt worden, mir selbst auch mal ein ganz profanes, lieb und ehrlich gemeintes Liebeslied ermöglicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Nun haben Sie aber immer noch nicht gesagt, warum das Album „Reizwolf“ heißt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Ich fand einfach den Titel spannend. Und wenn ich texte, gehe ich ausschließlich nach dem Wortgefühl. Wortklänge können mich mitreißen, dann baue ich schnell um das erste Wort herum, das, was mir gerade so einfällt. Das hat nicht immer einen großen Plan. Erst wenn ich fertig bin, schaue ich, was das eventuell für einen Gehalt hat. David Lynch, der Regisseur, hat einmal gesagt, dass ihm Ideen zufliegen und er sie bündelt und am Ende an Zügeln hält und sich ziehen lässt, wobei er es den Gedanken mit der größten Kraft überlässt, die Richtung zu bestimmen. Das umschreibt sehr poetisch, wie auch ich manche meiner Texte schreibe. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Das heißt, jede Äußerung, die raus muss, jede ihrer textlichen Kunst, ist als Reiz oder Anreiz zu verstehen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Nicht jede Äußerung. Jede gelungene Form. Eine gelungene Form liefert ein Modell, wie es auf der Welt sein könnte. Ich weiß, bei meinem Material gibt es sehr polarisierte Reaktionen. Es gibt Leute, die das wirklich toll finden und Leute, die es hassen. Ich suche diese Konfrontation nicht, aber letztlich sind Konflikte ja ein ganz schönes Gewürz im Leben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;In einem Song geht es um den Krieg gegen den Terror, um den Einmarsch der USA und anderer Nationen in den Irak, um Bundeswehreinsätze. Gehört der Wehrdienst abgeschafft?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Das ist eine schwierige Frage, denn heutzutage, unter den weltweit veränderten politischen Situationen so etwas wie Wehr und/oder Gegenwehr zu rechtfertigen ist schwierig. Aber ich kann mich mit dem Gedanken der Abschaffung von Wehrpflicht anfreunden. Wehrdienst ist demzufolge für mich ein Beruf. Wer ihn ergreift, dem sind die Folgen, nämlich der eigene Tod oder der Tod anderer Menschen, bewusst.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Sie haben den Wehrdienst vermutlich verweigert?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Das musste ich gar nicht. Ich war untauglich, weil ich als Schüler eine Lungenkrankheit hatte und bei der Musterung einen Leistenbruch. Das hat mir sowohl den Bundeswehr- als auch den Ersatzdienst erspart.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Ihr erster Hit hieß „Buschmann“, das zeigt schon Ihr, zumindest gedankliches, Engagement für die sogenannte „Dritte Welt“. Sie haben diesbezüglich schon viel geschrieben. Wollen Sie damit die Leute aufrütteln, zu besseren Menschen machen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Das kann ich nicht ausschließen, obwohl das sehr schwierig ist, also, Säugetiere zu erziehen. Vor allem wollte ich mit „Buschmann“ ein Lied mit Augenzwinkern schreiben und mir fiel für die Titelzeile nichts Besseres ein. In dem Alter tut man sich ja auch mit großen Bekenntnissen etwas schwer, man findet so was eher „einfach gut“. Vielleicht findet sich ja noch mal eine Plattform, um den Menschen das Ganze aus heutiger Sicht näher zu bringen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Nächste Station „Dschungelcamp“?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Sie werden lachen, aber das wurde mir tatsächlich von RTL angeboten. Und das, obwohl ich ja schon mal fünf Tage bei "I’m a Celebrity, Get Me Out of Here!", dem Original von ITV1, verbracht habe. Aber noch mal kommt so etwas für mich nicht mehr in Frage. Lieber spiele ich jetzt in Deutschland den Reizwolf.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Sie haben ja einst als Sänger einer Politrockband angefangen. Würden Sie aus Sicht des Jahres 2005 sagen, das Protestpolitik oder -kultur wirkungslos geblieben sind, vielleicht sogar gescheitert?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Angefangen habe ich mit Elektro- und Folkmusik, aber das nur nebenbei. Wirkungslos: Ja, gescheitert: Nein. Das waren ja meist schlechte Protestlieder, ich würde den meisten von ihnen sogar noch nicht einmal den Titel Protestsong verleihen. Auch ich habe da Sünden begangen, aber ich war damals ja auch noch Jugendlicher - „Jugendlicher Leichtsinn“, sagt man das nicht so? &lt;span style="font-style: italic;"&gt;(Anm.: Davidson nimmt sein blaues Notizbuch und schreibt es sich auf)&lt;/span&gt; ... sehen Sie, so komme ich zu meinen Ideen. „Jugendlicher Leicht-Sinn“, ein schönes Wortspiel, mal sehen, was später daraus wird. Wenn es was wird, können Sie sagen, sie seien dabei gewesen. ... Wie kam ich drauf? ... Ach so, die Protestlieder der Siebziger. Also, trotz allem gibt es auch Lieder, gerade von Hanns Dieter Hüsch, die einen sehr bewegen können. Wenn er in „Das Phänomen“ sang: „Nur wenn wir in uns alle sehn / Besiegen wir das Phänomen / Nur wenn wir alle in uns sind / Fliegt keine Asche mehr im Wind“ -  das hatte mich anfangs zu Tränen gerührt. Der Hüsch hat eine große Stimme, ist ein toller Kabarettist und eine überaus beeindruckende Persönlichkeit. Seine kommunistische Irrfahrt Ende der 60er-Jahre hat er bitter bereuen müssen, aber man soll bei großen Künstlern nie so genau hinhören, wenn sie über Politik reden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Meinen Sie damit auch sich selbst?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Natürlich musste auch ich gewisse Aussagen im Laufe der Zeit revidieren. So ist das eben im Leben. Deshalb sollten wir auch nicht dogmatisch Ansichten von Musik- oder Politpopstars folgen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Wir befinden uns in einem Bundestagswahljahr, Schröder hat im Mai aufgegeben. Auf welcher Seite stehen Sie?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Ich bin ein Pragmatiker und ein eher bürgerlich denkender Mensch. Dazu bin ich mit Politikern verschiedener Parteien befreundet und kann ihnen hier und da mal einen kleinen Tipp geben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Da möchten Sie Namen nennen, oder?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Nein. Aber das spannt sich von der CSU bis zur PDS. Meine neue Frau stand ja früher mal der PDS sehr nahe. Ich merke durch sie, dass viele, die ihr Leben in der DDR gelebt und sich dort engagiert hatten, heute  mit der Gesellschaftsordnung der BRD nicht zurecht kommen. Ich denke nicht, dass man alle verteufeln kann, die in ihren Biografien etwas Anständiges und Würdevolles haben. Suspekt sind mir eher die Menschen, die sich zu DDR-Zeiten dem Regime und der SED angebiedert haben.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Darüber werde ich auch demnächst beim Archiv der Arbeiterjugend in Oer-Erkenschwick einen Vortrag halten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Was als weiterer Beweis für Ihre Wandlung gelten kann.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Das ist doch nicht verwerflich? Das ist die gesunde Entwicklung des Älterwerdens. Das ist doch wie in der Schule bei einem Klassentreffen, bei dem man ab einem gewissen Lebensalter auch mit ehemaligen Klassenfeinden durchaus auf gleicher Augenhöhe kommunizieren kann, ohne mit den Klassenfreunden zu brechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich danke Ihnen für dieses Interview.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Interviewer: Rolf Krause&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-744116687642715161?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/744116687642715161/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=744116687642715161' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/744116687642715161'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/744116687642715161'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/10/2005-10-25-davidson-jetzt-spiele-ich-in.html' title='2005-10-25 | Davidson: Jetzt spiele ich in Deutschland den Reizwolf'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-6454840593107903997</id><published>2010-10-05T05:51:00.000-07:00</published><updated>2010-10-05T06:19:20.286-07:00</updated><title type='text'>2010-10-05 | Staatsanwaltschaft Berlin erhebt Anklage gegen Ehefrau des früheren Wirtschaftsministers</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Die "Wirtschafts- &amp;amp; Handels-Depesche" berichtet:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;STAATSANWALTSCHAFT BERLIN ERHEBT ANKLAGE GEGEN DIE EHEFRAU DES FRÜHEREN WIRTSCHAFTSMINISTERS&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;(whd-online) - Gegen Prof. Dr. Ursula Maus, die Ehefrau des früheren Wirtschaftsminister Ulrich Müller, hat die Staatsanwaltschaft Berlin nun offenbar doch Anklage wegen Vergehens gegen das Steuerrecht erhoben. Anfang des Jahres hatte es &lt;a href="http://maxikilian.blogspot.com/2010/02/2010-02-05-steuer-razzia-beim-ex.html"&gt;bei ihr und Ex-Wirtschaftsminster Ulrich D. Müller bereits Hausdurchsuchungen&lt;/a&gt; gegeben. Nach &lt;a href="http://maxikilian.blogspot.com/2010/02/2010-02-04-was-lief-da-mit-der-firma-u.html"&gt;Unterlagen, die der WHD damals exklusiv vorlagen&lt;/a&gt;, hatte Frau Maus vor knapp sieben Jahren auf den Seychellen unter der Firmenbezeichnung "U-MA" anonym eine funktionsfähige und absolut den Gesetzes-Vorschriften der nördlich von Madagaskar liegenden Inselgruppe&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S2vNOaCnM8I/AAAAAAAABZw/7VgenDiO4bQ/s1600-h/U-MA+Ltd+Certificate+Of+Incumbency+2003-07-09.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 142px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S2vNOaCnM8I/AAAAAAAABZw/7VgenDiO4bQ/s200/U-MA+Ltd+Certificate+Of+Incumbency+2003-07-09.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5434663022744777666" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; entsprechende Limited / Ltd. eintragen lassen &lt;span style="color: rgb(255, 0, 0);font-size:85%;" &gt;(siehe Fotos der Eintragungsunterlagen; Vergrößerung durch Anklicken!)&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gründung erfolgte im Juli 2003 und hatte ausschließlich die Eröffnung eines Kontos bei einer schweizer Großbank und Geldüberweisungen dorthin zur Folge. Nun soll sich herausgestellt haben, dass es zwei weitere dieser Firmen gab: eine namens U-MA Kommunikationstraining und ansässig in Charlestown auf der Karibikinsel St. Kitts &amp;amp; Nevis&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S2vRSUGiBjI/AAAAAAAABZ4/lZnNyduFlv8/s1600-h/U-MA+Ltd+Memorandum+2003-07-09.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 200px; height: 136px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S2vRSUGiBjI/AAAAAAAABZ4/lZnNyduFlv8/s200/U-MA+Ltd+Memorandum+2003-07-09.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5434667487916590642" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; sowie eine Kommunikator AG (wobei AG für "Arbeitsgemeinschaft" stehen soll), ansässig im Century Tower Building in Panama City. Alle drei Firmen sollen Verbindungen zu Frau Maus haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus diesem Grund habe, wie nun gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, die Berliner Staatsanwaltschaft inzwischen gegen Frau Prof. Dr. Ursula Maus wegen Steuerhinterziehung in mehreren Fällen Anklage erhoben; gegen Müller selbst werde allerdings inzwischen nicht mehr ermittelt. Pikant an der Angelegenheit ist, dass sich Müller und Maus im Sommer ohne direkte Angabe von Gründen getrennt hatte. Weder der Ex-Wirtschafsminister noch seine Ehefrau waren heute bereit sich gegenüber der WHD in der Angelegenheit zu äußern.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-6454840593107903997?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/6454840593107903997/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=6454840593107903997' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6454840593107903997'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6454840593107903997'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/10/2010-10-05-staatsanwaltschaft-berlin.html' title='2010-10-05 | Staatsanwaltschaft Berlin erhebt Anklage gegen Ehefrau des früheren Wirtschaftsministers'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S2vNOaCnM8I/AAAAAAAABZw/7VgenDiO4bQ/s72-c/U-MA+Ltd+Certificate+Of+Incumbency+2003-07-09.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-6596342775222955896</id><published>2010-09-01T08:33:00.000-07:00</published><updated>2010-09-01T08:57:15.216-07:00</updated><title type='text'>2005-09-01 | Die Sorgen einer Rocklegende</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;&lt;u&gt;Vor genau fünf Jahren schrieb der "Tagesspiegel":&lt;/u&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Kritikerlob, Musik-Preise, Millionen verkaufte Alben - das ist die eine Seite des Lebens von Charly Davidson. Doch der Sänger/Songwriter hat auch Sorgen und, aus seiner Sicht der Dinge, auch allen Grund dazu. Die Ausgangslage ist nicht unkompliziert. Nach dem kometenhaften Aufstieg zu Beginn der 80er-Jahre aus dem Nichts ins Musikfernsehen, in Talkshows und in Interviews mit den renomierten Tageszeitungen, inklusive eines überschwenglichen Lobes durch einen Literaturpapst und dem verriss durch den anderen, geehrt mit viel Gold und sogar Doppelplatin für seine Alben und nominiert für zahlreichen Echo-Musikpreise (von denen er zwei erhielt) - nach all diesem stetig nach oben führenden Weg kam mit den letzten beiden Alben ein Absturz: 100.000 stattzuvor mindestens 500.000 verkaufter Alben, dazu die Abwicklung des langjährigen Vertrages mit seiner früherne Plattenfirma zwei Monate vor dem Veröffentlichungstermin des letzten Albums dort: 'Begräbnis". Danach folgte auf dem eigenen Label 'Wissen-Schafft-Macht' mit ebenfalls eher bescheidenen Verkaufserfolgen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Ich habe ein Problem damit, den geringeren Erfolg von 'Begräbnis' und 'Wissen-Schafft-Macht' zu beweinen, weil ihre Verkaufsergebnisse immer noch weit über dem liegen, was ich mir zu Beginn meiner, ich sag das jetzt mal in Anführungszeichen 'Karriere' für meine Platten vorgestellt hatte"&lt;/span&gt;, sagt Davidson. So habe er sich vor einiger Zeit dazu entschlossen, sich mehr um sich selbst zu kümmern, mit allerlei ungewöhnlichen Instrumenten zu arbeiten und wieder auf den vertrauten Synthesizer zurückzugreifen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun steht das Ergebnis dieser Arbeit kurz vor seier Veröffentlichung und heißt 'Reizwolf'. Nun ist er zurück, und seine Begleitung ist eine andere geworden, hat sich erneuert. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Vor drei Jahren, im Sommer 2002, habe ich gemerkt, dass ich schon anderthalb Jahrzehnte mit den gleichen Leuten zusammenarbeite, zusammenspiele. Das klingt blöd, war aber genauso. Ich spürte plötzlich, dass da irgend etwas fehlte, an Inspiration, an Reflektion, an sonstwas. In einer Ehe würde man sagen: man hat sich auseinander gelebt. Nun war das ja meine Begleitung über die ganzen Jahre. Ich bin bei der EXPO-Nachfeier 2002 in Hannover von der einen Seite auf der Bühne gekommen, die Band kam von der anderen Seite und mir war das Herz so am Pumpen"&lt;/span&gt;, erinnert sich Charly Davidson. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Das sind so Situationen, wo die Absurdität zuerst irgendwie noch Spaß macht. Aber ich habe gemerkt, das da etwas nicht mehr stimmt und auch nicht mehr stimmig gemacht werden kann. Trotzdem war ich dann auf der Bühne total ruhig, sang meine Lieder, machte meine Scherze und wusste, das wird auseinander gehen und sagte das auch, spontan - schwupps - so vor 2000 Leuten. Die Band war geschockt. Gut, so ist das Leben, manchmal."&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Am Ende der Konzertes setzten sich alle zusammen und diskutierten, allen voran Helmut Prosa, Davidsons musikalischer Partner seit 1986. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Helmut und ich hatten gemerkt, dass wir uns musikalisch ganz schön runtergewirtschaftet hatten"&lt;/span&gt;, sagt der Sänger. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Er meinte, wir sollten es doch noch einmal probieren, aber ich hatte so ein Gefühl von Vergeblichkeit."&lt;/span&gt; Trotz aller Bemühungen seines musikalischen Partners reiften trübe Gedanken bei Davidson. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Ich sagte ihm, dass ich eigentlich nichts vermisste, ohne meine Band. Helmut schlug mir dann vor, 'Wissen-Schafft-Macht' ohne die Band aufzunehmen, nur mit ihm und ich stimmte zu, weil wir in der Vergangenheit mit diesen eher intimen Produktionen öfters punkten konnten. Auch 'Korff Musik' ist ja im Grunde so entstanden. Und er ließ mir wirklich freie Hand für die Platte, aber da war er schon nicht mehr mit dem Herzen dabei. Und als 'Wissen-Schafft-Macht' sich dann schlecht verkaufte, fragte Helmut mich, wie man in nur fünf Jahren alles beschädigen könne, was man sich in zwei Jahrzehnten aufgebaut habe. Wäre das Album wenigstens ein Elektro-Musik-Album geworden, sagte er, dann hätte man es vielleicht noch vermarkten können. So aber hätte ich, und das ist der Originalton Prosa, das Studio als eine Spielwiese benutzt für eine 'Therapieplatte', wie er es ausdrückte. Später hat er das zwar noch relativiert und gesagt, im Grunde sei das Album ja gar nicht so schlecht, eigentlich ideal für ein Independent-Label, was mein Label damals ja noch war, aber, so sagte er mir, 'kommerziell ist anders'.“&lt;/span&gt; Das sei der Grund gewesen, im Mai 2004 auch mit seinem langjährigen Partner zu brechen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Jetzt hat er für 'Reinzwolf' neue Mitstreiter gefunden, allen voran Frank Wasa als Produzenten und Mick Szutor an der Gitarre. Inhaltlich stellte Davidson schnell fest, dass er für das neue Album die von ihm so vertrauten Statements zur Weltlage diesmal nicht abgeben möchte: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Ich habe gedacht: Im Prinzip habe ich das alles schon mal gesagt; wenn nicht in einem Song, dann in einem Interview zu einem Song." &lt;/span&gt;&lt;span&gt;Auch sei er seiner Rolle als Sprachrohr überdrüssig geworden. Stattdessen: &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Diesmal habe ich mich mehr für das Innenleben der Dinge interessiert."&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Was auf 'Reizwolf' zu finden ist, klingt ungewohnt düster für die bisher meist fröhlich daherkommende Rocklegende. Besonders der Titelsong des Albums, eine gehirnchirurgische Phantasie über Deutschland, geht weit über die Ansätze der Melancholie heraus, die sich Davidson bisher zugestand. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Es ist schon total seltsam, etwas zu schreiben, was ich am Abend vorher meiner Freundin auf dem Balkon nicht gesagt hätte"&lt;/span&gt;, sagt er. Mit Freundin ist Ursula Maus gemeint, seine Kommunikationstrainerin, für die er sich nach fast 25 Ehejahren im vergangenen Jahr von seiner Frau Sabine - mit der er zwei Kinder hat - trennte. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Das Verhältnis zur Familie ist sachlich"&lt;/span&gt;, erklärt er, &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"das Scheidungsverfahren läuft."&lt;/span&gt; Und danach, so viel sei sicher, werden Uschi und er heiraten, ob nur standesamtlich oder auch mit kirchlicher Trauung, wisse er noch nicht. Soviel dazu, sagt er, und redet schon wieder über das kommende Album.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Ich wollte mich so ratlos dastehen lassen, wie ich mich derzeit fühle. Ich bin auf dieser Platte definitiv weniger schlau als auf den anderen. Weil es auch so war."&lt;/span&gt; Doch natürlich ist 'Reizwolf' kein reines Verzweiflungsalbum. Es gibt die vertrauten Wortspielereien in 'In guter Gesellschaft'; es gibt mit 'Wach auf' den Powerpop-Song in der Nachfolge von 'Alle auf einen' oder 'Überflieger'. Mit dem überkandidelten 'Blechreiz' nähert man sich sogar Balkan-Pop-Gefilden. Das vielleicht gelungenste Lied im bekannten Davidson-Stil ist 'Heimatkunde', eine Erinnerung an Davidsons' Kinder- und Jugendzeit im Milieu der Sechziger und Siebziger. Die Geschichte, die erzählt wird, handelt von heute noch geläufigen Gefühlen, die aber oft vergessen werden, &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"übersehen"&lt;/span&gt;, wie er es nennt. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Mir war es wichtig, keinen distanzierten Blick darauf zu haben, weil man sonst ganz schnell beim Kabarett ist"&lt;/span&gt;, sagt er als Texter, wie er betont, der den &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"ehrenhaften Ansatz"&lt;/span&gt; hinter der Hippie-Idee durchaus anerkennt. Nur sei es wohl zu drastisch gewesen, alle Menschen mit dem Hippie-Leben auch gleich mit den tradierten Vorstellungen vom monogamen Liebesglück zu konfrontieren und ihnen freie Liebe vorzuleben: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Man hätte besser erst mal in der Meditation versucht, den einen oder anderen Gedanken loszulassen."&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Aber Davidson versucht auf 'Reizwolf' auch eine Art der 'Rebellion', so ein weiterer Songtitel. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Wenn etwas politisch an dieser Platte ist, dann dass sie mir keine Wahl lässt als sehr offen über die Abgründe zu reden, in die ein zu hoher Anspruch an die zwei Seiten des gespaltenen Herzens führt"&lt;/span&gt;, sagt Charly Davidson. Schließlich würden dieses gefährliche Gefühl der Überforderung alle Menschen kennen, die einen Beruf haben, der sie früher einmal mit Leidenschaft erfüllt hatte und der heute nur noch eine Last sei. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Interessanterweise war nicht ich der erste, der Magengeschwüre oder ein Burnout-Syndrom entwickelt hat, sondern Leute mit einem normaleren Leben, aber in dem gleichen Spannungsverhältnis."&lt;/span&gt; Das gelte im Besonderen für junge Mütter, sagt er, der mit seiner Bald-Ehefrau Ursula Maus mit 'Die blaue Kugel' eine Initiative gegen häuslische Gewalt und für bessere Lebensbedingungen für allein erziehende Mütter gegründet hat. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Die meisten jungen Mütter, die arbeiten wollen, stecken einen Großteil dessen, was sie verdienen, in Betreuungskosten, damit das überhaupt klappt mit dem Arbeiten."&lt;/span&gt; - Dann sagt er, er müsse gehen, verabschiedet sich, entschwindet in den Fahrstuhl und grinst dabei.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Resumee: Davidson gab sich an diesem Abend locker: Jeans, schwarze Cordjacke, schwarzes T-Shirt mit dem Aufdruck 'Reizwolf'. Aber seine zusammengepressten Lippen und der hohe Meharis-Zigarillo-Konsum verraten ihn: Die Rocklegende war und ist angespannt. Keine Frage: Das neue Album muss funktioniern. Das ist Davidson seinen Fans, vor allem aber sich selbst schuldig und das ist seine Hauptsorge.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-6596342775222955896?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/6596342775222955896/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=6596342775222955896' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6596342775222955896'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6596342775222955896'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/09/2005-09-01-die-sorgen-einer-rocklegende.html' title='2005-09-01 | Die Sorgen einer Rocklegende'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-6444825389023050605</id><published>2010-08-23T03:22:00.001-07:00</published><updated>2010-08-23T04:35:36.091-07:00</updated><title type='text'>2010-08-23 | Trennung im Hause Müller: Ursula Maus-Müller ist ausgezogen</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;(SPIEGELonline)&lt;/span&gt; - Für die Öffentlichkeit waren sie seit ihrem gemeinsamen Auftritt bei der Bambi-Verleihung im November 2008 ein Traumpaar, aber im wahren Leben ist eben alles anders: Ulrich D. Müller und Dr. Ursula Maus-Müller haben sich getrennt. Zunächst war das Paar fast zwei Jahre lang zusammen gewesen und hatte sich ideal ergänzt. Müller, der ehemalige Superminister, Maus, die Ex von Rocklegende Charly Davidson († 51) und Mentorin von Müllers &lt;a href="http://www.einfachzuhoeren.de/"&gt;"Teaminitiative Einfach Zuhören"&lt;/a&gt; für mehr Lese- und Redespaß für Kinder und Jugendliche. Müller der Gescheiterte, der im Zorn aus der SPD austrat, Maus, die Professorin für Kommunikation, die erst seine Trainerin, dann seine Partnerin und schließlich seine neue Ehefrau wurde.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Anfang des Jahres erst der &lt;a href="http://maxikilian.blogspot.com/2010/02/2010-02-05-steuer-razzia-beim-ex.html"&gt;Steuerskandal seiner Frau&lt;/a&gt;, der den ehemaligen Wirtschaftsminister in arge Bedrängnis brachte. Dann folget die Aufdeckung der &lt;a href="http://maxikilian.blogspot.com/2010/02/2010-02-24-ulrich-d-muller-verfolgt-und.html"&gt;Bespitzelung des Ministers durch ein Magazin der Regenbogenpresse&lt;/a&gt;. Dennoch verkündeten beide vor laufender Kamera, dass sie dies nicht trennen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch scheint nun seit zwei Wochen Schluss mit der einst so romantischen Liebe sein. Ursula Maus-Müller soll aus der gemeinsamen Wohnung in Berlin ausgezogen sein, soll sich ein Haus in Potsdam gemietet haben. Ulrich Müller sei traurig, so heißt es aus dem Freundeskreis gegenüber der ZEITUNG. Er habe vor kurzem erst ein neues Liebesnest am Müggelsee gekauft, das er jetzt alleine bewohnen muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Politisch war es seit eininger Zeit ruhig um Müller geworden, er arbeitete nur noch als Talkshow-Gastgeber bei n-tv, der sich in der Zuschauergunst aber nur schwer gegen die starke Konkurrenz von N24 und Phoenix durchsetzen konnte. Kommunikationstrainerin Maus-Müller soll vergeblichg versucht haben, ihren Mann telegener zu machen, ihm ein sympatischers Auftreten zu verpassen. Ob dies der Grund für die Trennung war, verriet man der Presse nicht. Ebenso, ob die Trennung endgültig oder nur vorübergehend ist.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-6444825389023050605?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/6444825389023050605/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=6444825389023050605' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6444825389023050605'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6444825389023050605'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/08/2010-08-23-trennung-im-hause-muller.html' title='2010-08-23 | Trennung im Hause Müller: Ursula Maus-Müller ist ausgezogen'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-2587489478578711049</id><published>2010-07-23T01:47:00.000-07:00</published><updated>2010-07-23T01:53:29.824-07:00</updated><title type='text'>1994-11-18 | Davidson: Alles nur ein Bluff</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial; font-weight: bold;"&gt;Die BILD-Zeitung schreibt am 18. November 1994:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Wer hätte das gedacht? &lt;a href="http://maxikilian.blogspot.com/2009/02/1993-05-10-der-schweigsame-sanger.html"&gt;Charly Davidson  hat uns alle monatelang an der Nase herumgeführt&lt;/a&gt;. Weder wird er nun ernsthafter Schriftsteller, noch wird er für alle Ewigkeiten diese naturgeistige Bartpracht in seinem Gesicht tragen -  und er wird auch weiterhin Musik machen. Sämtliche Skandale, Ausraster und Peinlichkeiten der letzten Monate waren sozusagen ein Bluff.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Vor rund einem Jahr hatte Filmemacher Peter Stern, dass er einen Dokumentarfilm über die Wandlung seines Schwagers von einer Rocklegende zum Schriftseller drehen wolle. Charly Davidson hatte angekündigt, nie wieder einen Ton aufnehmen zu wollen und der Musikbranche den Rücken zuzukehren. Es folgte ein fragwürdiger Auftritt nach dem anderen, die an Peinlichkeit teilweise kaum noch zu unterbieten waren. So torkelte er betrunken durch eine TV-Talkshow, nuschelte bei Radiosuftritten, so dass kaum etwas zu verstehen war. Nach und nach verdichteten sich die Gerüchte, dass der Schauspieler, dem man immer Drogenkonsum andichtete, im Drogensumpf unterzugehen drohe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SoJiCrmDwfI/AAAAAAAAAoM/1BJAPBI9hoI/s1600-h/ChD+Davidson+vs+Gottschalk.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 200px; height: 61px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SoJiCrmDwfI/AAAAAAAAAoM/1BJAPBI9hoI/s200/ChD+Davidson+vs+Gottschalk.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5368961503980667378" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Jetzt wurde bekannt, dass es sich bei seinem seltsamen Verhalten um den Dreh einer Mockumentary handelt, die nun im Privatfernsehen ausgestrahlt werden soll. Laut Medieninformationen führen Davidson und Stern momentan Verhandlungen mit diversen TV-Sendern. Letzte Woche wurden in Jena Ausschnitte unter strenger Geheimhaltung potenziellen Interessenten, unter ihnen RTL2 und VOX, präsentiert und schon in den nächsten Tagen könnte ein Vertrag zustande kommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TCLy6HMahXI/AAAAAAAABmo/wE7pwGbtZNM/s1600/ChD+ist+Robinson.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 149px; height: 183px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TCLy6HMahXI/AAAAAAAABmo/wE7pwGbtZNM/s400/ChD+ist+Robinson.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5486214376268137842" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Nun werden wir also erfahren, was wirklich hinter den Aktionen der letzten Zeit steckt – warum Charly Davidson sich einen Bart wachsen ließ, weshalb er bei einer seiner Lesungen von der Bühne stürzte, was mit ihm in der Late-Night-Show von Thomas Gottschalk los war und ob er wirklich in die Fußstapfen von Kurt Tucholsky treten will oder ob er der Welt die ganze Zeit nur eine Rolle vorgespielt hat. Vor allem haben zukünftig seine Fans die Frage zu beantworten, was sein Verhalten be iihnen bewirkt hat und ob sie ihm einen Schabernack übel nehmen, weil sie sich möglicherweise ernsthafte Sorgen um ihn und seinen gesundheitlichen Zustand gemacht haben?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-2587489478578711049?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/2587489478578711049/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=2587489478578711049' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2587489478578711049'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2587489478578711049'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/07/1994-11-18-davidson-alles-nur-ein-bluff.html' title='1994-11-18 | Davidson: Alles nur ein Bluff'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SoJiCrmDwfI/AAAAAAAAAoM/1BJAPBI9hoI/s72-c/ChD+Davidson+vs+Gottschalk.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-6546035778350647868</id><published>2010-07-13T04:48:00.000-07:00</published><updated>2010-08-20T01:22:01.699-07:00</updated><title type='text'>2000-07-13 | Charly mitten im "Cuckoo Cocoon"</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Aus aktuellem Anlass - &lt;a href="http://maxikilian.blogspot.com/2010/07/2010-07-12-sabine-korff-charly-lebt.html"&gt;Charly Davidsons Ex-Ehefrau Sabine hatte in der gestrigen Ausgabe des Magazins FAUCOULT erstmals nach der im Jahre 2005 erfolgen Scheidung von ihm ihr Schweigen gebrochen&lt;/a&gt; - soll hier noch einmal auf die Zeit vor genau zehn JAhren hingewiesen werden, als Charly seine spätere zweite Ehefrau Dr. Ursula Maus kennenlernte, erinnert werden. Alle E-Mails dieser Zeit kann man ja &lt;a href="http://www.apfelfass.blogspot.com/"&gt;HIER&lt;/a&gt; nachlesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So schrieb er am &lt;a href="http://apfelfass.blogspot.com/2009/08/donnerstag-13-juli-2000-100616.html"&gt;13. Juli 2000 folgende E-Mail&lt;/a&gt; ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;--------------------------------------------------------------------------&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;Von: charts@charlydavidson.com&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;An: ursula-maus@tkun.de&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;Betreff: Das hatte ich mir doch gedacht&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;„Ein guter Autor ist ein &lt;a href="http://spiritofgermany.blogspot.com/2010/08/sonntag-der-08-august-2010.html"&gt;Minenleger&lt;/a&gt;: Er befindet sich schon in anderen Gewässern, wenn die Minen hochgehen.“ (Ernst Jünger)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;U.,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;um Deinen Gedanken zum Abschied weiterzuführen, denke ich: Abschied muss man können. Was nutzt es, wenn man etwas macht, was man nicht kann. Klar, manche Menschen würden jetzt sagen: Dann muss man halt üben, wenn man es nicht kann. - Dir brauche ich nicht zu sagen, wo hier der Denkfehler zu meinem Denkansatz liegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du hast mir in einem Nebensatz mitgeteilt, daß Du mal studiert hast. Zeit für ein weiteres Outing meinerseits: Nein, ich habe kein Abitur. Durch diese unglücklichen Lebensumstände konnte ich folglicherweise auch nicht klassisch studieren ... meine größten Erfolge schaffte ich auch so. Trotzdem bedauere ich es, nicht studiert zu haben; was mann da so für Geschichten hört. - Aber zurück zum Thema ‘Mauern in den Köpfen’.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal passiert mir folgende Szene (Ausgangspunkte):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe eine tolle Platte gemacht / bekomme einen Preis verliehen / habe ein unglaubliches Interview geführt etc.. Mein Gegenüber (Intellektueller/Minister/Professor etc.) sagt: „...und wo, mein Lieber, haben sie denn studiert? Im Westen? Sie kommen doch nicht von hier?...“ Ich entgegne: „Leider habe ich nie studiert.“ Er/sie: „Aber irgendetwas haben sie doch gemacht? - Ich (bin geneigt mit Strelitz zu sagen, dass ich dicker geworden bin) erleichtere dem Gegenüber aber den Smal-Talk und sage: „Ich war einige Jahre auf einer Fachhochschule und bin Diplom...“; weiter komme ich nicht, da der Gegenüber erfreut sagt: „Ja dann. Sehn sie, das hatte ich mir doch gedacht.“ - Hier fehlt als Nachsatz nur noch Deine Radio-Entdeckung aus Berlin: „...einfache Leute müssen ja ooch ma loofen jehn!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lass uns eine Deiner Reh/Maus-Kenntnisse umdrehen, um zu prüfen, ob sie richtig ist oder latent ‘mauerbaufreundlich’:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du behauptest „Die Umwertung der Werte wird durch Wessis von Ossis gefordert, wobei erstere nicht bedenken, daß ihnen ähnliches abverlangt wird - die Zeit hat sich für alle verändert! Ossis sind kaum dazu imstande, ihre Werte umzuwerten, weil sie sich ihrer und ihres eigenen Lebens nicht mehr als Wert bewußt sind!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stelle um: „Die Umwertung der Werte wird durch Ossis von Wessies gefordert, wobei erstere nicht bedenken, dass ihnen ähnliches abverlangt wird - die Zeit hat sich für alle verändert! Wessies sind kaum dazu imstande, ihre Werte umzuwerten, weil sie sich ihrer und ihres eigenen Lebens nicht mehr als Wert bewußt sind!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich analysiere oft meine Gedanken auf diese Weise um sie einmal aus einer anderen Warte aus anzuschauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine ‘Einführung in das Leben JWGs für junge Leute’ hatte ich schon früher (für’s Radio) gemacht im Sinne von Benjamin Brittens „young persons guide to classical music“. Leider werde auch ich nicht jünger, obwohl ich neulich einen fatalen Fehler gemacht habe, als ich dachte, ich wäre jetzt schon älter als Tucholsky war, bei seinem Tod. Da ich jünger bin als J. K. und er noch nicht so alt ist, wie Kurt an seinem Todestag, bin ich doch eigentlich „...noch gar nicht so alt, wie ich immer gedacht habe...“ (heisse aber nach wie vor nicht Herr Wendriner).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens bin ich auch bald wieder im TV. Ende Juli gibt es in Leipzig die Sendung "DEUTSCH - DEUTSCHER - DIALOG" mit Manfred Geißler und Bernd Wagenbach und da gehen wir diesen Fragen "mit Gästen aus Ost und West" nach, wie es so schön heißt. Mit dabei ist mein Freund Lacky und Klaus Bergmann, der Sänger und Autor. Wenn Du willst, laß ich Dir den genauen Termin durchgeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;M(ach Dir weiter) f(ortschreitende) G(edanken)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ChD&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-6546035778350647868?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/6546035778350647868/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=6546035778350647868' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6546035778350647868'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6546035778350647868'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/07/2000-07-13-charly-mitten-im-cuckoo.html' title='2000-07-13 | Charly mitten im &quot;Cuckoo Cocoon&quot;'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-1245204414482799376</id><published>2010-07-12T23:52:00.000-07:00</published><updated>2010-10-05T01:43:56.186-07:00</updated><title type='text'>2010-07-12 | Sabine Korff: CHARLY LEBT WEITER</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Im Magazin FOUCAULT spricht Charly Davidsons Ex-Ehefrau Sabine Korff erstmals nach seinem Tod über ihnd, die Ehe, seine Kinder und was von seinem Erbe bleiben wird. Das Interview führte Petra Neumann.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;FOUCAULT: Frau Korff...oder soll ich Davidson sagen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sabine Korff: Ach nein, Quatsch, Sie brauchen mich nicht so zu nennen. Charly und alle nannten mich immer Sabine. Offiziell bin ich natürlich Frau Korff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Wann sind Sie und ihr Mann sich zum ersten Mal begegnet?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: 1979 trafen wir uns durch Zufall in einem Jugendzentrum in Frankfurt Fechenheim.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Da waren Sie aber schon keine Jugendliche mehr und Charly Davidson auch nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;K: Das stimmt, wir waren beide schon über Zwanzig. Ich kellnerte dort und Charly hatte gerade ein Konzert mit seiner damaligen Band FLIESSBAND gegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Es heißt immer, Charly Davidson habe viele Menschen vereinnahmt. Wie erging es Ihnen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Ich studierte damals und hatte versucht, mir über die paar Probleme, die ich hatte, klar zu werden. Ich war da nicht so in Gefahr, unter seinen Einfluss zu geraten. Vielleicht war das ja genau der Punkt, der ihn interessiert hat. Ich merkte, dass er mich so komisch konzentriert beobachtete. Ich glaube, Charly hat sich die Leute einfach ausgesucht. Aber zunächst mal war er ja auch nur mein bester Freund. Erst mit der Zeit habe ich festgestellt, dass er anderen gegenüber so stumm war und so wenig ehrliches von sich erzählt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: : Wie kamen Sie in der »Davidson-Gruppe« zurecht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Sie meinen den »Davidson Clan«?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Ja.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Vor allem Charly, mein Bekannter und späterer Produzent von Charly, Lukas Linde, mein Bruder Peter, ein Filmemacher, und ich haben viel diskutiert und uns mit allem auseinandergesetzt. Aber dieser "Clan" war ja nie eine Gruppe im eigentlichen Sinn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Sondern?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Ich denke, mankann sagen, es war eher eine verschworene Gemeinschaft. Seine Gruppenphase hatte Charly ja in seiner Band.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Worum ging es damals in ihren Diskussionen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Um Musik und um die Bücher, die wir in dieser Zeit fast immer gemeinsam lasen. Peter brachte Charly und ich zum Beispiel in Kontakt mit der ganzen Freud-Literatur, auch mit Hans Kilians "Das enteignete Bewusstsein". Dieses Buch wurde sehr wichtig für Charly. Kilian gehörte zur Bürgerrechtsbewegung, die für den "Clan" politisch sehr interessant war. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TFj-TX5BKsI/AAAAAAAABrI/DDLb-_2GU44/s1600/Neil+Postman+-+Wir+am%C3%BCsieren+uns+zu+Tode.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 130px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TFj-TX5BKsI/AAAAAAAABrI/DDLb-_2GU44/s200/Neil+Postman+-+Wir+am%C3%BCsieren+uns+zu+Tode.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5501426553617197762" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Dieses Buch spielte für uns eine recht große Rolle damals, weil es die gemeinsame Basis einer ähnlichen Sehnsucht nach Utopie war. Später nahm Neil Postmans Buch "Wir amüsieren uns zu Tode" eine ähnliche Rolle ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Charly war ja in den 70ern durchaus politisch aktiv, war Politrocksänger. Mit dem Beginn seiner Plattenkarriere veränderte, verschob sich das zur Musik hin. Weniger Politik, mehr Musik ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Korff: ... das ist sehr gut beobachtet von Ihnen, wobei seine Texte trotzdem meist intensiv durchdacht waren ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;... im Jahr 1989 sagte ihr Mann dann, dass von all den vielen Interpreten und Bands, die zwei Dekaden zuvor angetreten seien mit »Krautrock die Welt zu verändern«, wie er es ausdrückte, nur er selbst, KW und CAN übrig geblieben seien. Wie sahen und sehen Sie das?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Es ging ihm um die grundsätzlichen Strukturänderungen im Fühlen und Denken der Fans. Auch wenn er das vielleicht nicht so geschafft hat, wie die erwähnten KW oder CAN. Wissen Sie, er litt oft darunter, dass er dachte, es verpasst zu haben, den folgenden Generationen etwas wirklich Wichtiges zu vermitteln. Aber, was er vermittelt e war trotzdem besonders: Es gab ja damals, in den Siebzigern, dieses vehemente Bedürfnis, sich als Musikkünstler mit der deutschen Vergangenheit auseinanderzusetzen und eben auch in die alltägliche Geschichte einzugreifen. Das führte bei ihm zu einer großen Aufmerksamkeit sich selbst und den eigenen Bedürfnissen gegenüber. Und zu einer Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen in der Liebe &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TFkAdXofKII/AAAAAAAABrQ/txl-FOfgUQo/s1600/Fangt+an+zu+leben+und+zu+lieben+-+Ein+Buch+von+Burkart+Nagel-Woitalla+Golombiewski.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 190px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TFkAdXofKII/AAAAAAAABrQ/txl-FOfgUQo/s200/Fangt+an+zu+leben+und+zu+lieben+-+Ein+Buch+von+Burkart+Nagel-Woitalla+Golombiewski.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5501428924369807490" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;und im Leben. Vielleicht kennt ja der eine oder andere noch das Buch "Fangt an zu lieben und zu leben" mit Fotos aus dieser Zeit, als Charly und ich uns kennen lernten, 1978 bis 1980. Das gibt den damaligen Zeitgeist in Offenbach und Frankufurt wieder: Rebellion gegen alles. Davon ist in seiner Arbeit viel verblieben. Ja, wir  waren in gewisser Art heftig, waren, Mann oder Frau, irgendwie Rock 'n' Roll. Und Charly wurde zu dem, was er wurde, weil er  diese enorme, fast schon aggressive Kraft in sich hatte, die sich über seine Songs veräußert hat. In Stil wie in Form. Stil und Form - das war überhaupt seine künstlerische Grundlage. Ohne Stil keine Moral, und ohne Moral kein Stil.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Das greift auch über in eine Lebenshaltung ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Natürlich. Das ist doch klar, dass man die künstlerische Arbeit und das Leben nicht trennen kann. Und er legte sich ja niemals auf irgendetwas fest. So konnte er als erfolgreicher Deutsch-Rock-Künstler die Lounge Musik erfinden, etwas 180 Grad anderes, also im Grunde ein völliges Paradoxum. So etwas konnte nur er vollbringen. Dafür wurde er bewundert und das nicht nur von mir, als seiner Frau. Natürlich hat er polarisiert. Man kann über Charlys Art, die Dinge übertrieben und zugespitzt darzustellen sicher geteilter Meinung sein. Doch wenn man gelernt hatte, damit umzugehen und das offensichtlich Überflüssige aus seinen Worten und Gedanken herauszufiltern, blieb fast immer eine tiefe Wahrheit übrig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Sie sprachen von seinem Stil anders zu sein, unerwartet. Wie entstand denn dieser Stil?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Das war schon immer in ihm drin. Aber es gab ja auch stetes bei ihm. Obwohl alle seine Alben immer auch deutsche Stimmungsbilder sind, obwohl sie immer auch die Alltagsgeschichten enthalten, sind sie ja extrem konstruiert. Nicht nur auf der musikalischen Ebene. Denken Sie doch nur daran, wie er manchmal spricht oder wie er sich auf der Bühne bewegte. Charly setzte alles immer ganz bewusst so ein, dass es nicht realistisch wirkt. Er verwendete zum Beispiel viele Alltagsphrasen aus Zeitungen und setzte sie in völlig andere Zusammenhänge um diese Absurdität zu erzielen, mit der sie auf den Hörer eine fast schon psychologisch zu nennende Wirkung und Durchdringung erzielten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Konnten Sie inhaltlich bei seinen Alben mitreden?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Manchmal. Darüber gesprochen haben wir immer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Bis zur Trennung...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Ja.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Was bedeutet diese Trennung, die Scheidung für Sie, aus heutiger Sicht betrachtet?&lt;/span&gt; &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Und wie verwaltet man dann sein Erbe?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Ich und viele andere auch halten die andere Seite für moralisch ungeeignet, sein Erbe zu verwalten, nicht nur weil sie ihre Beziehung mit ihm auf einer Riesenlüge aufgebaut hat. Sie hat zu seiner Lebzeit fast alle engen Mitarbeiter und Freunde ausgeschlossen, die um dieses Lügengespinst wussten. Und es ging ja auch nach dem Tode weiter. Sie hatte ja in einer einfältigen Weise versucht, Kompositionen und Texte von Charly als gemeinsame Werke bei der GEMA anzumelden. Ein Versuch, der kläglich scheiterte und ihren Ruf erheblich ramponierte. So gibt es unzählige weitere Verfälschungen und Halbwahrheiten, die aber längst nicht alle justiziabel sind. Es war der Versuch der Zensur eines Lebens. Es tröstet nur, dass Charly sich sofort scheiden ließ, als er schmerzhaft bemerken musste, was sie für ein infames Spiel von Anfang an mit ihm getrieben hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Auch mit Ihrem Leben?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Natürlich. Am Anfang haben wir alle noch gelacht über die andere Seite. Aber nach und nach hat sie sich in sein Leben geschlichen, dort eingenistet und ihm eingeflüstert, was er zu tun und zu lassen habe. Laut diesen Behauptungen bin ich nach unserer Scheidung aus Charlys Leben verschwunden, was nicht stimmte, denn allein schon wegen unserer Töchter hatten wir immer weiter engen Kontakt. Zum Beispiel saßen wir ja Seite an Seite bei Carolines Hochzeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Warum haben Sie sich nie gegen diese Bedrohung Ihrer Ehe gewehrt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Ich fand das alles zu schmuddelig. Letztlich konnte man Charly nicht stoppen, wenn er etwas wollte. Und ich denke, die andere Seite sowieso nicht. Im besten Fall konnte man ihre Pläne entschleunigen. Wirklich dagagen wehren konnte ich mich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Weshalb sprechen Sie jetzt darüber? Sie haben doch lange geschwiegen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Ich werde immer öfter, auch von Journalisten, auf diese Halb- und Unwahrheiten angesprochen, die verstärkt nach Charlys Tod in die Presse kolportiert wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Jetzt sind Ihre Töchter die Alleinerben. Sagen Sie sich: "Hauptsache, die Kinder kümmern sich um seinen den Nachlass" oder können Sie da schon mitreden?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Klar, das ist ein riesiger international operierender Apparat, der sich um die Rechteverwertung kümmert. Brian Barquin hilt uns dabei, was ein wirkliches Glück für alle ist. Das können keine zwei Menschen allein erledigen, auch wenn es sich dabei um meine Kinder handelt, Charlys Töchter, auf die ich im übrigen sehr stolz bin, genau so wie er es zu seinen Lebzeiten war. Es handelt sich ja um ein vielschichtiges Werk, das dank der ungeheuren künstlerischen Produktivität von Charly Davidson-Korff existiert. Und ohne die vielen Mitstreiter und Weggefährten wäre es nicht zu verwirklichen gewesen. Die versuche ich immer wieder in die Nachverwertung einzubinden, soweit das natürlich geht. Aber ich habe immer noch meine Kontakte zu vielen Menschen im Business.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Obwohl man versuchte, Sie als stille Hausfrau am Herd zu stilisieren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Ich würde sogar sagen: zu inszenieren. Und die Richtung, aus der dies kam, ist ja eindeutig. Ein stillen Heimchen, eine Hausfrau, war ich nie. Charly schätzte immer meinen Intellekt und meine Ratschläge. Dass ich jetzt den Mund aufmache, bringt mir nichts ein, finanziell wie persönlich. Aber ich leiste es mir, auch einmal reden zu können. Ich musste dafür nur einmal die richtige Zeit finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Wann sahen Sie Ihren Ex-Mann zum letzten Mal?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Ich freue mich, dass Sie nicht sagen "ihren verstorbenen Mann". Es gibt ja Menschen, die Priscilla Presley immer noch als die "Elvis-Witwe" bezeichnen, obwohl beide, als Elvis starb, schon fast vier Jahre geschieden waren. Auch mich erreichen immer wieder Anfragen von Magazinen und Zeitungen zu "meinem verstorbenen Mann" - schrecklich. Er war und ist mein Ex-Mann, schon weil er dies so wollte. Aber um Ihre Frage zu beantworten: Ein paar Tage vor Charlys Tod bin ich noch einmal nach Steinheim gefahren. Charlys Zimmer neben seinem Tonstudio war ganz unaufgeräumt. Das war wirklich schlimm anzusehen für mich. Überall waren übervolle Aschenbecher, Teller und alte Zeitungen. Und er hat sich mit mir nur über seinem Flug unterhalten, obwohl wir eigentlich über andere Dinge sprechen wollten. Einmal La Gomera umrunden wolle er, erzählte er mir und ich sagte ihm, wenn er nicht fit sei, dann könne er den Flug auch nicht machen. Doch er sagte mir, es wäre alles in Ordnung, sein Arzt habe ihm gerade grünes Licht gegeben und ich solle mir keine Gedanken machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: War er da krank? Es gab ja Gerüchte über eine Hepatitis-C-Erkrankung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Davon weiß ich nichts. Charly war hauptsächlich Diabetiker und musste sich am Ende vier Mal täglich zwei Sorten Insulin spritzen. Er hatte wohl auch noch einige andere Gebrechen oder Krankheiten, aber darüber weiß ich kaum etwas Konkretes und er selbst sprach davon auch nicht gerne freiwillig. Aber dass er einsam war, das konnte man unschwer bemerken. Aus heutiger Sicht denke ich, es muss eine ähnliche Einsamkeit gewesen sein, wie sie viele große Geister oft gespürt haben. Einsam im Erfolg, dabei auch enttäuscht von Menschen und doch selbst unfähig den Schritt auf die Welt zuzugehen, der notwendig ist, um wieder fest in sie einzutauchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Wie hat Sie selbst das Leben mit Charly verändert? Sie waren ja ein Vierteljahrhundert miteinander verheiratet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Ich habe ziemlich profitiert, von diesen Energien, dieser Kraft, die er hatte. Ja, auch von seiner Menschensicht, die grundmoralisch war. Und natürlich von dem Geld, dass er für uns verdient hat. Seinen Töchtern und mir hat er stets das Gefühl gegeben, nein, den Glauben gegeben, dass jeder Mensch eine poetische Möglichkeit hat, sich auszudrücken. Ganz egal, ob diese Möglichkeit zu verwirklichen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;F: Was, glauben Sie, würde Charly Davidson heute machen, wenn er noch lebte?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korff: Für mich, für seine Töchter, für viele Menschen, lebt Charly weiter. In seinem Werk. Und es gibt ja auch ganz aktuell Leute, wie &lt;a href="http://spiritofgermany.blogspot.com/2010/06/dienstag-der-08-juni-2010.html"&gt;Das gezeichnete Ich&lt;/a&gt;, den wir von Anfang an und über viele Jahre begleitet haben und der nun endlich seine erste Platte herausbringen konnte, die führen seine Arbeit weiter. Wäre Charly noch da, auf dieser Welt, dann wäre er sicher weiter seinen Weg gegangen. Unkonventionell genial. Ich weiß nicht, ob er heute immer noch Musik machen würde. Aber er hätte sicher versucht, etwas zu machen, was mit seinem Spaß am Denken, Fühlen, Analysieren zu tun hat. Ein Leben ohne künstlerisches Arbeiten hätte ihn bestimmt nicht interessiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Veröffentlicht mit  freundlicher Genehmigung des Magazins FOUCAULT © 2010. Private Fotos der Hochzeit von Roberte Soares und Caroline Korff veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Frau Caroline Soares-Korff © 2007&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-1245204414482799376?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/1245204414482799376/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=1245204414482799376' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/1245204414482799376'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/1245204414482799376'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/07/2010-07-12-sabine-korff-charly-lebt.html' title='2010-07-12 | Sabine Korff: CHARLY LEBT WEITER'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TFj-TX5BKsI/AAAAAAAABrI/DDLb-_2GU44/s72-c/Neil+Postman+-+Wir+am%C3%BCsieren+uns+zu+Tode.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-2324722416029918277</id><published>2010-06-09T01:11:00.000-07:00</published><updated>2010-10-08T03:00:19.410-07:00</updated><title type='text'>2004-09-22 | Charly Davidson: DAS LIEBES-GESTÄNDNIS</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/THI7EoWXnpI/AAAAAAAAB-Y/sc-JsIQfQb0/s1600/Charly+Davidson+-+Rocklegende+-+Logo+der+Aktion+EINFACH+ZUHOEREN.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 148px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/THI7EoWXnpI/AAAAAAAAB-Y/sc-JsIQfQb0/s400/Charly+Davidson+-+Rocklegende+-+Logo+der+Aktion+EINFACH+ZUHOEREN.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5508530244964294290" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Jetzt hat das Getuschel ein Ende... Rocklegende Charly Davidson (46) und die Kommunikationstrainerin Ursula Maus (46) reden Klartext: DAS LIEBES-GESTÄNDNIS&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ZEITUNG: Frau Maus, welche Art der Beziehung führen Sie mit Charly Davidson?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ursula Maus: Seit Ende 2003 sind wir ein Paar und das haben wir auch unseren Familien so mitgeteilt. Wir sind seitdem unzertrennlich und wohnen auch zusammen. Ich bin nicht die Geliebte, wie so oft geschrieben, sondern die offizielle Freundin von Charly.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ZEITUNG: Aber Charly Davidson ist doch seit 1979 mit Sabine (45) verheiratet ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ursula Maus: Ich war nie die böse Hexe, die der Ehefrau den Mann wegnimmt. Charly hat zu seiner Frau noch eine freundschaftliche Beziehung - aber nicht mehr. Er war ja auch kaum mehr zu Hause und hat ja schon eine eigene Wohnung bezogen. Charly hat mir auch erklärt, dass er sehr einsam ist und im Grund sein eigenes, unabhängiges Leben führt. Ich möchte nie mit jemandem zusammen sein, der seinen Partner einfach fallen lässt. Es ist ja noch immer teilweise schwierig und belastend.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson: Es ist keine Frage, dass ich persönlich eines der selbstsüchtigsten Dinge getan habe, die man überhaupt tun kann: Ich habe jemanden sehr verletzt. Und natürlich übernehme ich die Verantwortung für alles, was ich getan habe. Ich hasse und bedaure es, dass Menschen verletzt wurden. Aber ich bedauere nicht das Ergebnis.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ZEITUNG: Wie lernten Sie sich kennen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ursula Maus: Kennengelernt haben wir uns 2000 auf einer Veranstaltung von Wirtschaftsminister Ulrich D. Müller in Berlin. Wir sind beide ja Mentoren der &lt;a href="http://www.einfachzuhoeren.de/"&gt;Teaminitiative "Einfach Zuhören"&lt;/a&gt; von Ulrich Müller. Richtig nähergekommen sind wir uns aber erst vor gut einem Jahr. Ich hatte da gerade eine lange Trauerphase nach einer Trennung. Ich war am Ende, wusste nicht mehr weiter. Ich konnte mit Charly aber über alles sprechen: Leben, Tod, Verlust, Schmerz. Dann gab es den Moment, als wir uns verabschiedet haben: Er hat nichts gesagt, nur seine Hand auf sein Herz gelegt. Da ist der Funke übergesprungen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson: Ich weiss nicht, was mir die Zukunft bringt, aber ich weiss, dass Uschi darin vorkommt. Es war zwischen uns alles sehr von Emotionen gesteuert, aber meine Ehe war aus dem Gleichgewicht, ich war aus dem Gleichgewicht. Es fehlte einfach etwas in meinem Leben. Aber als verheirateter Mann habe ich niemals gedacht, dass das, was ich da in Bezug auf Uschi tat, in Ordnung sei. Nur, was sollte ich dagegen tun?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ZEITUNG: Frau Maus, was lieben Sie an Charly Davidson?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ursula Maus: Es gibt so viele Augenblicke, in denen wir uns so ähnlich sind. In der Sprache, in den Gedanken. Er sagt immer: "Du bist ein Alter Ego und ich bin dein alter Egoist." Ich fühle mich mit ihm zum ersten Mal nicht alleine auf der Welt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson: Trotzdem ist es heftig, zu hören, das uns jemand Ehebrecher nennt, weil wir beide angeblich perfekte, glückliche Ehen ruiniert hätten. Inzwischen habe ich all das hinter mir gelassen und ich hoffe, dass es in Zukunft so etwas wie Vergebung und Akzeptanz für uns beide geben kann.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ZEITUNG: Welche Pläne haben Sie?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ursula Maus: Wir wollen heiraten und das so schnell wie möglich. Aber dazu muss Ruhe und Harmonie einkehren, auch innerhalb der beiden Familien. Ich glaube, dass seine Familie verstehen wird, dass er den Weg mit mir gewählt hat. Aber es ist nicht so, dass sie mich akzeptieren oder unbedingt kennenlernen wollen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson: Vielleicht ändert sich das ja noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Das Interview führte Peter Nürting © ZEITUNG ONLINE 2004&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-2324722416029918277?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/2324722416029918277/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=2324722416029918277' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2324722416029918277'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2324722416029918277'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/06/2004-09-22-charly-davidson-das-liebes.html' title='2004-09-22 | Charly Davidson: DAS LIEBES-GESTÄNDNIS'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/THI7EoWXnpI/AAAAAAAAB-Y/sc-JsIQfQb0/s72-c/Charly+Davidson+-+Rocklegende+-+Logo+der+Aktion+EINFACH+ZUHOEREN.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-6439105119682423925</id><published>2010-02-24T03:36:00.000-08:00</published><updated>2010-02-24T04:01:07.925-08:00</updated><title type='text'>2010-02-24 | Ulrich D. Müller - verfolgt und ausgespäht</title><content type='html'>&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S4UPjQMmoiI/AAAAAAAABag/1nIXlq9oT30/s1600-h/Stern+Logo.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 41px; height: 55px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S4UPjQMmoiI/AAAAAAAABag/1nIXlq9oT30/s400/Stern+Logo.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5441772823064781346" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;&lt;br /&gt;"stern"-Enthüllung:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Ulrich D. Müller - verfolgt und ausgespäht&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Heimliche Fotos, Observationen, ein manipulierter Briefkasten: Die Firma KRM aus Berlin beschattete den Spitzenpolitiker monatelang nach allen Regeln der Kunst. Auftraggeber der Recherche soll eine Boulevard-Zeitschrift gewesen sein.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das Privatleben des Spitzenpolitikers sei systematisch ausspioniert worden. Das berichtet der "stern" in seiner neuen, am morgigen Donnerstag erscheinenden Ausgabe. Dem Bericht zufolge hat eine Berliner Recherchefirma namens KRM seit Mitte 2008 über Monate hinweg immer wieder den ehemaligen SPD-Politiker und Ex-Wirtschaftsminister Ulrich D. Müller beschattet und ausgespäht. Den Auftrag zu den fragwürdigen Recherchen habe man von der Boulevard-Zeitschrift "Die Neue Aktuelle" erhalten, so ein Sprecher der Fa. KRM..&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der "stern"-Bericht stützt sich angeblich auf interne Unterlagen der Firma sowie auf Aussagen ehemaliger Mitarbeiter. Beim ehemaligen SPD-Mann Müller observierten Detektive über Monate dessen &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;damaliges Domizil im Berliner Stadtteil Köpenick&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, um Details über die Beziehung zu seiner späteren Ehefrau Ursula Maus in Erfahrung zu bringen und heimlich Fotoaufnahmen von beiden zu machen. Bei der Aktion soll auch der Briefkasten Müllers manipuliert worden sein. Außerdem habe man seine Fußmatte mit einem Melder präpariert. Insider-Aussagen legen laut dem Magazin "stern" den Verdacht nahe, dass auf der gegenüberliegenden Straßenseite zudem eine Observationswohnung angemietet wurde. Einmal wurde Müller offenbar sogar auf der stundenlangen Zugfahrt von Berlin nach Dortmund verfolgt. Der Bericht über Müller und seine neue Beziehung erschien samt der Bilder am 27. November 2008 in "Die Neue Aktuelle", dem Tag einer Preisverleihung in Offenburg, bei der Müller und Maus zm ersten Mal öffentlich als Paar auftraten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;KRM (das Kürzel steht für Krake, Ratten und Maus&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, die Nachnamen der Firmeninhaber) habe auf "stern"-Anfrage inzwischen bestätigt, hinter dem Ex-Wirtschaftsminister her gewesen zu sein. Es habe sich jedoch um journalistisch begründete Jobs gehandelt: "Unsere Recherchemethoden bewegen sich stets im Bereich des presse- und standesrechtlich Zulässigen." Für ihr Büro in Berlin ist jedoch hauptsächlich der Betrieb einer Detektei registriert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Die Neue Aktuelle"-Chefredakteurin Manuela Amlacher räumte auf Anfrage des "stern" ein, KRM mit entsprechenden journalistischen Recherchen zum Privatleben des Politikers beauftragt zu haben. Amlacher weiter: "Über unlautere Methoden ist unserer Zeitschrift nichts bekannt."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Doch schon solche Rechercheaufträge sind zweifelhaft. So kritisiert der Chemnitzer Journalistik-Professor Helmuth Zöller im Magazin "stern" insbesondere das Ausspähen: "Das ist berufsethisch eindeutig unzulässig. Das Privat- oder gar Intimleben eines bekannten Politikers hat mit seinem politischen Mandat schlicht nichts zu tun."&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-6439105119682423925?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/6439105119682423925/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=6439105119682423925' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6439105119682423925'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6439105119682423925'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/02/2010-02-24-ulrich-d-muller-verfolgt-und.html' title='2010-02-24 | Ulrich D. Müller - verfolgt und ausgespäht'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S4UPjQMmoiI/AAAAAAAABag/1nIXlq9oT30/s72-c/Stern+Logo.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-2114824066773583447</id><published>2010-02-17T08:00:00.000-08:00</published><updated>2010-02-17T09:22:45.824-08:00</updated><title type='text'>1991-02-17 | Charly Davidson: Manchmal bin ich eben das Feindbild</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;Im Februar 1991 erschien in den MUSIKER MUSIC NEWS ein großer Artikel über Charly Davidson inklusive eines Interviews, in dem der Musiker über Rock, Pop, Politik und neue Perspektiven des Musikerlebens sprach. Er wurde dabei interviewt von Sebastian von Loquitz.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die 80er Jahre seien ein einziger "Langer Marsch" gewesen, hat Charly Davidson jüngst geäußert und damit den großen Vrsitzenden Ma Tse-Tung zitiert, der diesen schon deshalb nicht persönlich miterleben konnte, weil der schon 1976 verstarb. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Heute, i&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;m Berliner Hotel Adlon, wo für eine Konferenz am Vormittag mit den Granden seiner Plattenfirma gleich die "Präsidenten-Suite" im höchsten Stockwerk mit präsidialem Blick über das Brandenburger Tor gemietet wurde, w&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;irkt der 33jährige erstaunlich entspannt. Nun ist es später Nachmittag und Davidson schttelt den Kopf über den dekadenten Prunk, klaubt Früchte  von der bereitstehenden Silberplatte und steht mir Rede udn Antwort, wobei er sich im Redefluss kaum bändigen lässt. Noch immer freilich kontrolliert er seine Angelegenheiten pedantisch - das mitgebrachte DAT-Tape vom letzten Konzert seiner "Odysseus"-Tour, das ich zuvor demutsvoll in der Sitzecke anhören durften, verschwindet später wieder in der Tasche seines Jacketts.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Echt beeindruckend hier, oder?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;MMN: Womit hast Du Dich in letzter Zeit beschäftigt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich überlege derzeit, in die neuen Bundesländer zu ziehen. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Im Rhein-Main-Gebiet &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;wird es mir seit enigerZeit zu eng. Ich drehe mich dort nur noch um mich selbst.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Aber an der Frankfurter Szene hast Du doch ohnehin nicht teilgenommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Überhaupt nicht. Ich war kein richtiger Frankfurter. Ich wohne da seit 1979 und bin seit vier Jahren auch in Hanau sesshaft, aber ich bin in beiden Städten nicht vorgekommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Es gab mal eine Pressemitteilung, in der es hieß, mit jungen Techno- und House-Mixern wolltest Du nicht zusammenarbeiten, die kämen ohne Dich besser klar. Weshalb siehst Du das so? schließlich bist Du doch der Inventor der Elektromusik und Vater der Lounge-Musik.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich habe alein Interview gegeben, in dem ich mich darauf festgelegt hatte, dass sich Technomusik sich nicht durchsetzen wird. Und ich hoffe immer noch, dass dies so wein wird. Aber ich höre mir technomusik natürlich an. Es hilft mir, die eigenen Stücke mit Distanz zu sehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Da aktuelle Album hat mehr elektronischen Sounds als frühere Alben. Weshalb ist das so?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Früher habe ich alles selbst programmiert. Diesmal habe ich mir für den KURZWEIL 250 einen Programmierer gesucht, der mir das so macht, wie ich es haben möchte. Drei Jahre habe ich gesucht und dann habe ich zum Glück über Alex Henninger einen wirklichen profi gefunden. Aber ich mache jetzt ja nicht auf Techno oder House - sondern es ist eine Weiterentwicklung meiner eigenen Musik.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Trotzdem fragt man sich an manchen Stellen, ob da überhaupt noch Deine Band mitspielen durfte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ja.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;War die Band beleidigt, weil sie an manchem nicht beteiligt war?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Da muss man die Musiker fragen. Natürlich fanden sie das nicht besonders komisch. Andererseits habe ich schon immer Alben als Demoversion zum größten Teil selber eingespielt, früher mit Lukas Linde und heute mit Helmut Prosa.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Kann man in großen Hallen die elektronschen Gimmike und Soundtricks reproduzieren?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wir arbeiteten bei der Tournee mit Tapes. Die werden eingespielt, das haben wir schon früher gemacht und haben es diesmal etwas ausgeweitet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Woher kommt der neue Ansatz?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich höre grundsätztlich eine völlig andere Musik als meine Band, von Steve Reich, also Minimalmusic bis hin zu Drum'n'Bass. Meine Musiker wollten mit mir übrigens niemals eine Band gründen wie die Beatles, sie sind und bleiben meine Begeitung. Ich habe sie mal danach gefragt und da wollten die nicht. Ich habe ja früher selbst in Bands gesungen und gespielt. Als ich noch erfolglos war, hieß es, ich solle mal zu jemandem fahren und der sollte aus diesem erfolglosen Studenten etwas herausholen. Da habe ich mich lieber auf mich selbst verlassen und bin zu dem geworden, was ich heute bin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Es heißt, bei Deiner Plattenfira GLOBA gäbe viel Gezänk und Gerüchte um einen Wechsel zu einem anderen Label.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich darf Dir exklusiv vermelden, dass wir heute den Vertrag mit der GLOBA verlängert haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;So schnell geht das?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nee, das hat lange gedauert. (lacht) Darf ich mal 'ne Zigarette schnorren?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Die sind aber stark.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Kein Problem, ich rauch' ja selbst. Bei der GLOBA findet jetzt auch eine Umstrukturierung statt. Außerdem hat die Firma einen sehr guten Vertrieb und ich habe dort wunderbare Ansprechpartner, mit denen ich gut arbeiten kann. Ich werde auch mein eigenes Label, 1ride auf den Weg bringen, aber zum Vertrieb brauche trotzdem gute Partner. Die musste suchen, die musste erstmal finden. Die Ambition ist, sich so bewegen zu können, wie man es gern möchte - und das auch mit anderen Bands. Und zwar mit längerer Perspektive, was große Plattenfirmen sonst eben nicht mehr leisten. Den Bands wird nicht genügend Zeit gelassen. Ich kann Bands vor zuviel Hysterie schützen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Du hast vor Jahren gesagt, dass in der Rockmusik die Akzente nicht in Deutschland gesetzt werden. Neuerdings hat sich das gewandelt.  Es gibt neue frische Bands. Nehmen die Dich ernst?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wahrscheinlich. In deren Augen bin ich aber vielleicht eher das Feindbild. Für einige stellen die Etablierten eine Reibungsfläche dar.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Ein Deutschrocker aus Hannover wollte die jungen Talente ja bereits vereinnahmen, aber die haben sich erst über ihn lustig gemacht und dann gewehrt. Wie siehst Du das?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Also, ich kene ja nur einen Deutsch-Rock-Musiker aus Hannover ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;... ich auch ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... aber das interessiert mich eigentlich nicht. Es gibt da in der Szene sicher Leute, da schlafen dir die Socken ein. Ich kann nicht sagen, wie der sich das vielleicht gedacht hat, aber für die neuen jungen Wilden stehen wir da als Kolosse und an denen kann man sich gut reiben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Und wie ist der Stand der Kolosse? Ihr habt Euch doch auch immer politisch engagiert: Wackersdorf, Gorleben, die dritte Welt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wackersdorf war ein Desaster, da ist die Szene der 80er Jahre eingebrochen. Das war ein einziges überhebliches Desaster, bei dem die Kolosse gezeigt haben, auch ich, dass wir nicht in der Lage dazu waren, ein Konzert zu organisieren, bei dem Geld für de Konzertzweck übrig bleibt. Ich schäme ich heute noch deshalb und, ja, im bertragenen Sinne gabe es auch Mord und Totschlag hinter den Kulissen.&lt;/span&gt; &lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das war der Abgesang auf alles Poltische. Ich hab mich dummerweise breitschlagen lassen, da zu spielen und den Leuten, die gekomme waren auch etwas zu sagen. Aber dann ging Fritz Egner auf mich zu, der die Moderatio machte, und sagte zu mir, ich solle nicht politisch werden. Da dachte ich, ich sei beim falschen Konzert, aber gehen konnte ich ja nicht mehr, es warteten ja alle auf meinen Gig. Richtig eklig wurde es aber erst später: Ich saß bei der Plattenfirma und sah dort eine Video-Kassette mit einem Konzertmitschnitt und die war in einer Hülle mit dem Lufthansa-Engel drauf. "Wer hat das freigegeben?" fragte ich. "Wir, die Plattenbosse.", war dei Antwort und ich dachte mir, das kann ja wohl nicht angehen, dass die das Konzert ohne mich und die anderen zu fragen an die Lufthansa verscheuern!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Und was hast Du unternommen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hab das über meine Anwälte alles wieder einziehen lassen. Die Plattenbosse waren zu feige zuzugeben, dass sie die Künstler des Konzertes nicht gefragt hatten. Da bekam ich den ganzen Dreck ab Schmähbriefe von Möchtegern-Sponsoren, Protestnoten von Goethe-Instituten und irgendein Politiker forderte, ich solle das Land verlassen. Das mache ich jetzt auch und gehe in die neuen Fünf-Länder.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;"Odysseus" ist schärfer formuliert als andere Alben von Dir in der Vergangenheit. Weshalb?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich habe da sprachlich eine neue Form versucht.&lt;/span&gt; &lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die ist viel offener und metaphorischer. Ich kommentiere die Zeit heute, aber dennoch ist es wie ein Album zur Wende. Es geht im Grunde darum, wie sich das Individuum im Kontext verhält. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der Mensch hat sein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Ob das zur Erneuerung oder zum Ausbruch von Unruhen führen wird, da darf man gespannt sein und nach rechts wie links schauen. Mich interessieren die Parteien nicht mehr, viele interessieren sich nicht mehr für die Parteien. Selbst nicht, wenn die Landschaften wie versprochen blühen sollten. Ich glaube, dass es wieder eine große außerparlamentarische Opposition in Deutschland gibt. Es gibt eine kollektive Wut.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Wie hast Du als Musiker früher den Osten erlebt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich habe mich vor der Wende immer geweigert, im Osten zu spielen. Die haben uns immer eingeladen. Aber ich bekam viel Post von Jugendlichen, die schrieben: "Spiel hier bitte nicht, wir kriegen nie 'ne Karte." Die ersten Konzerte nach der Wende haben wir in Berlin gespielt ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;... und Du warst überrascht, dass alle die Texte auswendig konnten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ja, das ist wie der erste Flirt. Die kannten mich natürlich besser als ich sie. Man ist ganz perplex. Die Gefühle, die einem bei solch einer ersten Begegnung entgegengebracht werden, sind ganz unmittelbar und frisch. Ich finde, die Menschen in Osten sind, was Kultur anbelangt, viel gebildeter als wir, denn für sie war Kultur ein Überlebenselixier. Für uns kommt Kultur nur zwischen anderen Aktivitäten und vor allem dann, wenn sie nicht stört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wie geht es künstlerisch weiter mit Dr? Wie groß ist die Verantwortung nach acht erfolgreichen Alben?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Mit der "Korff Musik" sind es sogar neun, aber das ist nicht das Thema. Eine Plattenfirma ist für ihre Größe und Struktur selbst verantwortlich. Ich bin kein Angestellter, ich mach keine Auftrags-Produktionen. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Natürlich will man gemeinsam mit einer Platte Erfolg haben. Aber ich muss die Musik machen dürfen, wie ich es will. Ich weiß, welche meiner Songs Mist sind, die laufen aber mir nach, nicht der GLOBA.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Wie wird das zehnte Album sein?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wenn es nach mir ginge, dann ist es ein Livemitschnitt meiner diesjährigen Tour als Karl David Korff. Du weißt ja vielleicht, dass die hautsächlich durch die neuen Bundesländer führen wird und "Gute Aussichten" heißt. Das is 'ne sperrige Nummer, die erfüllt keine Hörgewohnheiten, die ist so eigensinnig und speziell. Diese Platte, gerade auch die neuen Songs, sind für meie Zuhörer zunächst mal wahrscheinlich eine Irritation. Aber ich muss doch das Gefühl haben, dass ich mich entwickle. Natürlich sage ich Dir aber schon jetzt: "Die neue Scheibe wird ein Riesen-Hit!" (lacht)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Man kann es einfacher haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kann man, aber das was ich hier gerade erzählt habe, beschreibt am präzisesten, worum es mir künstlerisch geht. Ich hatte mal ein Gespräch mit einem deutsch-türkischen Fan, der sagte mir: "Vor dir war alles langweilig und jetzt mir dir ist alles anders." Das habe ich mir gemerkt und das könnte auch eimal der Titel einer Biografie werden: "Mit mir war alles anders".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Gibt es noch Diskussionen um so eine neue Platte?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich verbitte mir das nicht, aber ich weiß, mit wem ich darüber rede. Ich sage ja nicht, ich wüsste Bescheid. Aber bei dieser Tour und der zehnten Platte bin ich mir relativ sicher. Ich nehm mir noch 'ne Zigarette.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Also gibt es demnächst "Gute Aussichten" mit Dir..&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;So wird es sein.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-2114824066773583447?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/2114824066773583447/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=2114824066773583447' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2114824066773583447'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2114824066773583447'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/02/1991-02-17-charly-davidson-manchmal-bin.html' title='1991-02-17 | Charly Davidson: Manchmal bin ich eben das Feindbild'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-5505352785714254302</id><published>2010-02-08T01:11:00.000-08:00</published><updated>2010-02-08T02:01:11.494-08:00</updated><title type='text'>2010-02-08 | U-MA wurde verkauft</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Der BÖRSE ONLINEDIENST berichtet auf seiner Seite "Aktuelle Meldungen":&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Überraschung vor dem Hintergrund von Steuerhinterziehungs-Vorwürfen: "U-MA media", die Firma der Gattin von Ulrich D. Müller, ist am Wochenende überraschend verkauft worden. Die Kommuniationsexpertin und der Ex-Wirtschaftsinister haben "U-MA media" an die "Beta Invest Group Corporation" aus Moskau verkauft. Hinter der "BIG" sollen die russischen Geschäftsmänner Sergej Blawatnik (40) und Timofei Golovkin (36) stehen. Auf der Webseite www.u-ma.me ist heute hierzu zu lesen:&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Der Verkauf ist erfolgt - bald geht es weiter... Liebe Kunden, wir möchten uns sehr für Ihre Treue bedanken. Zu Ihrer Information finden Sie hier einen Auszug aus unserer Pressemeldung vom 07. Februar 2010 zur Zukunft von U-MA: »Die russische "Beta Invest Corporation"-Gruppe hat sich in einem Bieterverfahren alle Anteile an "U-MA media" und die Rechte an der Marke "U-MA" gesichert. Ein entsprechender Kaufvertrag wurde am heute [07. Februar 2010] nach Zustimmung des Aufsichtsrates des Unternehmens unterzeichnet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Des Weiteren konnte sich die "Beta Invest Group Corporation" bei der Verwertung der von "U-MA media" in Deutschland gehaltenen Markenrechte mit dem besten Angebot gegen ihre Konkurrenten durchsetzen. Diese Markenrechte gehen so bald als möglich nach Prüfung durch die Kartellbehörden auf die "Beta Invest Corporation"-Gruppe über.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;gez. Dr. Ursula Maus, gez. Ulrich D. Müller«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Müller war erst im letzten Jahr als Geschäftspartner seiner Ehefrau bei deren 2003 gegründeter Firma "U-MA media" (U-MA ist eine Abkürzung für Ursula Maus) eingestiegen. In den letzten Tagen gab es Meldungen über eine vor Jahren durch Maus erfolgte Firmengründung namens "U-MA Ltd." auf der Inselgruppe der Seychellen und Durchsuchungen der "U-MA" Frmenräume sowie des Müller/Maus-Anwesens durch die Berliner Steuerfahnung. Wie es mit den etwa achtzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von "U-MA" weitergehen wird, soll auf einer Personalversammlung am Nachmittag bekannt gegeben werden.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-5505352785714254302?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/5505352785714254302/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=5505352785714254302' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/5505352785714254302'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/5505352785714254302'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/02/2010-02-08-u-ma-wurde-verkauft.html' title='2010-02-08 | U-MA wurde verkauft'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-4163588749699072157</id><published>2010-02-05T02:42:00.000-08:00</published><updated>2010-02-05T03:07:41.374-08:00</updated><title type='text'>2010-02-05 | Steuer-Razzia beim Ex-Wirtschaftsminister</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Die "Wirtschafts- &amp;amp; Handels-Depesche" berichtet heute:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S2v7oATmn8I/AAAAAAAABaQ/xYBIMnvTOKY/s1600-h/ChD+Walzer+Bank.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 148px; height: 170px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S2v7oATmn8I/AAAAAAAABaQ/xYBIMnvTOKY/s400/ChD+Walzer+Bank.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5434714040048197570" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;STEUER-RAZZIA BEIM EX-WIRTSCHAFTSMINISTER&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;(whd-online) - Steuerrazzia bei Ex-Minister Müller! Bei ihrer Jagd nach Steuersündern haben Fahnder angeblich seine Ehefrau Prof. Dr. Ursula Maus ins Visier genommen. Wie berichtet wird, verdächtigen Ermittler aus Berlin Maus, mehrere Hunderttausend Euro über einen Trust (Zusammenschluss mehrerer Firmen) auf den Seychellen vor dem deutschen Fiskus versteckt zu haben. Die Professorin für Kommunikation ist, zusammen mit Ulrich D. Müller, auch Medienunternehmerin. Bereits Ende Januar hätten Fahnder die Villa der beiden durchsucht und dabei umfangreiches Material sichergestellt. Insofern ist die Razzia nicht auf die Steuersünder-CD zurück zu führen, die der deutsche Fiskus nun für 2,5 Millionen Euro von einem Datendieb kaufen wird. Auf ihr sollen sich 1500 Namen und Kontodaten von Deutschen bei Schweizer Banken befinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber: Auch hier führt die Spur in die Schweiz! Die Hausdurchsuchung in Berlin steht in Verbindung mit weit reichenden Ermittlungen gegen Kunden der Schweizer Walzer Privatbank PBA, so wird berichtet. Der fragliche Trust solle über die afrikanische Niederlassung des Instituts gegründet worden sein. Die Ermittlungen stützen sich laut Medienberichten auf Daten, die der ehemalige Walzer PBA-Manager Wolfgang Ferrero vor seinem Rauswurf bei der Bank im Jahr 2008 gesichert hatte. Ferrero arbeite nach eigener Aussage mit der Berliner Steuerfahndung zusammen.&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S2v74S_P92I/AAAAAAAABaY/sgJE69aPX6o/s1600-h/ChD+Die+Seychellen.gif"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S2v74S_P92I/AAAAAAAABaY/sgJE69aPX6o/s200/ChD+Die+Seychellen.gif" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5434714319941007202" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Die Fahnder hätten auf Grundlage seiner Daten in den vergangenen Wochen und Monaten bereits zahlreiche Steuerhinterzieher auffliegen lassen - und dabei bundesweit mehrere Millionen an Steuernachzahlungen kassiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies scheint jedoch erst der Anfang! Zunächst schätzten Experten, der Staat könne mithilfe der Steuersünder-CD rund 100 Millionen hinterzogene Steuern nachträglich eintreiben. Inzwischen erwarte der Fiskus aber sogar bis zu 400 Millionen Euro an zusätzlichen Einnahmen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bundeskanzlerin hat die Entscheidung für den Kauf der Daten-CD über mögliche Steuersünder aus der Schweiz verteidigt. Es sei eine schwierige rechtliche Abwägung gewesen, sagte Merkel am Donnerstagabend im ZDF-„Heute Journal“. Die Bundesregierung habe die Entscheidung gemeinsam mit der nordrhein-westfälischen Landesregierung getroffen. „Ich glaube, dass es ein gemeinsames Interesse gibt, diese Informationen zu kennen. Steuerhinterziehung ist alles andere als ein Kavaliersdelikt“, sagte sie im ZDF.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-4163588749699072157?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/4163588749699072157/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=4163588749699072157' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/4163588749699072157'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/4163588749699072157'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/02/2010-02-05-steuer-razzia-beim-ex.html' title='2010-02-05 | Steuer-Razzia beim Ex-Wirtschaftsminister'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S2v7oATmn8I/AAAAAAAABaQ/xYBIMnvTOKY/s72-c/ChD+Walzer+Bank.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-8925047656115579306</id><published>2010-02-04T23:40:00.001-08:00</published><updated>2010-10-05T06:20:35.879-07:00</updated><title type='text'>2010-02-04 | Was lief da mit der Firma U-MA?</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Die "Wirtschafts- &amp;amp; Handels-Depesche" fragt heute:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S2vNOaCnM8I/AAAAAAAABZw/7VgenDiO4bQ/s1600-h/U-MA+Ltd+Certificate+Of+Incumbency+2003-07-09.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 142px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S2vNOaCnM8I/AAAAAAAABZw/7VgenDiO4bQ/s200/U-MA+Ltd+Certificate+Of+Incumbency+2003-07-09.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5434663022744777666" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;WAS LIEF DA MIT DER FIRMA U-MA?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;(whd-online) - Dr. Ursula Maus, die Ehefrau von Ex-Wirtschaftsminister Ulrich Müller, hat offenbar Probleme mit eine ihrer Firmen. Nach Unterlagen, die der WHD exklusiv vorliegen, hat Frau Maus vor knapp sieben Jahren auf den Seychellen unter der Firmenbezeichnung "U-MA" anonym eine funktionsfähige und absolut den Gesetzes-Vorschriften der nördlich von Madagaskar liegenden Inselgruppe entsprechende Limited / Ltd. eintragen lassen &lt;span style="font-size:85%;"&gt;(siehe Fotos der Eintragungsunterlagen; Vergrößerung durch Anklicken!)&lt;/span&gt;. Die Gründung erfolgte im Juli 2003 und hatte ausschließlich die Eröffnung eines Kontos bei einer schweizer Großbank und Geldüberweisungen dorthin zur Folge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Ltd. (= für: Limited Company) ist im britischen Gesellschaftsrecht eine nicht-börsennotierte Aktiengesellschaft, die im Grunde eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist, wobei bei einer Ltd. jährliche Informationen über die Aktienhalter, Direktoren, Schriftführer und Bilanzen an das britische Handelsregister zu melden sind. Außerdem müssen diese Unterlagen verpflichtend im "Registered Office" zur Einsichtnahme ausgelegt werden. Nach den gesetzlichen Vorschriften der Seychellen ist dies allerdings nicht notwendig. Deshalb werden oft Ltd.-Firmen auf der Inselgruppe eingetragen, hauptsächlich um mit diesem Konstrukt volle Anonymität der Geschäftsabläufe und Einnahmen zu gewährleisten und damit Steuern zu sparen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wird etwa eine auf den Seychellen eingetragene Ltd. für eine Repräsentanz in Deutschland genutzt, so besteht hierfür keine grundsätzliche Steuerpflicht in der Bundesrepublik. &lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S2vRSUGiBjI/AAAAAAAABZ4/lZnNyduFlv8/s1600-h/U-MA+Ltd+Memorandum+2003-07-09.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 200px; height: 136px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S2vRSUGiBjI/AAAAAAAABZ4/lZnNyduFlv8/s200/U-MA+Ltd+Memorandum+2003-07-09.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5434667487916590642" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nach deutschem Steuerrecht sind jedoch alle Einnahmen, die in Deutschland erwirtschaftet werden auch in Deutschland zu versteuern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus diesem Grund soll, wie aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, die Berliner Steuerfahndung nun ein Ermittlungsverfahren gegen Frau Dr. Ursula Maus eröffnet haben. Es bestehe der Anfangsverdacht der Steuerhnterziehung über eine Briefkastenfirma, so ein Insider zur WHD. Pikant an der Angelegenheit ist, dass Maus seit Ende letzten Jahres mit dem ehemaligen Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Ulrich Müller, verheiratet ist. Weder Müller noch Maus waren gestern gegenüber der WHD in der Angelegenheit zu Auskünften bereit.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-8925047656115579306?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/8925047656115579306/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=8925047656115579306' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/8925047656115579306'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/8925047656115579306'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/02/2010-02-04-was-lief-da-mit-der-firma-u.html' title='2010-02-04 | Was lief da mit der Firma U-MA?'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S2vNOaCnM8I/AAAAAAAABZw/7VgenDiO4bQ/s72-c/U-MA+Ltd+Certificate+Of+Incumbency+2003-07-09.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-1614723292239457455</id><published>2010-02-02T01:50:00.000-08:00</published><updated>2010-02-02T01:58:07.914-08:00</updated><title type='text'>2005-11-20 | TRIO INFERNALE</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: arial;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;Die Rheinische Post schrieb:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"TRIO INFERNALE&lt;/span&gt; - &lt;span style="font-family: arial;"&gt;Charlys Davidsons kalkulierter Tiefflug&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Sonst mit Band auf Tour in den großen Hallen, gönnt sich der literarische Rock-Poet Charly Davidson einen Abstecher auf Klein(en)kunstbühnen. Was einst im Duo zuerst mit Lukas Linde unter dem Titel "ICH GEBE ZU - Bedenken" begann und danach mit Helmut Prosa "100 Tage in drei Wochen" lang dargeboten wurde, setzt ChD nun zu Jahresende im "TRIO INFERNALE" fort. Neu dabei ist diesmal ein Überraschungsgast, so wie es einst Musiklegende Lars Vorerigner war; über den Namen des Dritten im Bunde schweigt sich Davidson aber derzeit noch aus. Spekulationen reichen von Helge Schneider bis hin zu eben dem Lukas Linde, mit dem Davidson schon vor dem Beginn seiner Deutsch-Rock-Karriere gemeinsam musizerte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu dritt will er also nun musikalisch-literarische Streifzüge durch sein umfangreiches Gesamtwerk unternehmen und im Unplugged-Gewand Hits wie "Überflieger", "Man soll nicht alles machen, was gut riecht" oder "Buschmann", Fan-Favorites wie "Reizwolf", "Schwere Nöter" oder "Ich-Falle", aber auch ganz neue Songs präsentieren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Das TRIO INFERNALE will ein höllisch gutes Programm bieten, voller Spielfreude und Spontanität, mit viel Raum für Improvisationen, verbale Kapriolen und musikalischen Überflügen, die oft genug unterhalb des Radarlinie des Pop-Zirkus zu Tiefflugangriffen werden. Bei dem, was Charly Davidson in seinem Leben schon so alles erlebt hat, kann man durchaus Worte und Musik erwarten, die ins Scharze treffen. Das TRIO NFERNALE ist zwischen dem 30. November und dem 15. Dezember 2005 unterwegs.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-1614723292239457455?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/1614723292239457455/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=1614723292239457455' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/1614723292239457455'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/1614723292239457455'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/02/2005-11-20-trio-infernale.html' title='2005-11-20 | TRIO INFERNALE'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-2399330440221293283</id><published>2010-01-12T07:10:00.000-08:00</published><updated>2010-01-23T12:14:08.016-08:00</updated><title type='text'>1998-01-12 | Kultivierter Aufstand statt Krautrock</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;aus: "Yahoo! TV-Tip" vom&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; Montag, den 12. Januar 1998&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;(rik) Ja, RTL II habe ihn angefragt, nicht er RTL II. Ob er nicht eine Musiknewcomer-TV-Show machen wolle. "Sie haben mir sogar Ausschnitte von ausländischen Zeitungen gezeigt, um mir zu belegen, dass dies etwas Positives ist." Und Karl David Korff, den hierzulande viele Musikfans nur als Charly Davidson kennen, hat zugesagt. Klar. "Den Job habe ich doch schon vor knapp 15 Jahren im Radio beim hr gemacht. 'Camouflage' wurden damals von mir entdeckt. Aber irgendwie wussten die das bei RTL II gar nicht." Dennoch: In gewisser Weise hat der Rock-Poet es sich selbst zuzuschreiben, dass RTL II so unbedarft war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SVCxLj6LJiI/AAAAAAAAAUA/hNiS8pm5wBU/s1600-h/rtl+II+logo.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 89px; height: 75px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SVCxLj6LJiI/AAAAAAAAAUA/hNiS8pm5wBU/s320/rtl+II+logo.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5282917175081510434" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Es ist der wohlbekannte Charly Davidson, der da sitzt und grübelt und fein formuliert. Viel hat er schon gemacht in seinem 40-jährgen Leben. Politrock, Folkmusik, Elektronikklänge (vor zehn Jahren erfand er die 'Lounge-Musik'), Radio, Bücher geschrieben und jetzt geht es auch noch ins Fernsehen. Ab heute Abend gibt es jeden Montag &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;auf RTL II die Liveshow "&lt;a href="http://maxikilian.blogspot.com/2008/12/2008-05-11-brief-herrn-ra-thomas-horn.html"&gt;Neue Leute braucht Deutschland&lt;/a&gt;" und an jedem Sonntag dann zusätzlich die Wochenzusammenfassung mit den geballten Aktivitäten der kommenden Jungstars. Wer sich bei den Zuschauern durchsetzt, der zieht ab April in Erfurter "Bandhaus" ein.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Erreichen will man, so die RTL II Info, die werberelevante Zielgruppe der &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;14- bis 49-jährigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidsons gesamtes Umfeld ist dabei neu, und man mag annehmen, dass er auch deshalb häufiger lächelt als früher. Neue Medienpartner hat er, eine neugegründete TV-Firma ("The Spirit Of Germany") und ein eigenes Mediamanagement. Parallel dazu soll sein neues Album "Inkar-Nation" in Frühjahr erscheinen.Das habe sehr wohl seinen Einfluss auf die Entscheidung für eine Fernsehschow mit ihrem Start im Januar 1998 gehabt, gibt Davidson zu. Die Bands und Interpreten der neuen Sendung, sagt er, seien völlig andere als 1984/85. Die Deutsche Musikszene schöpfe derzeit sozusagen aus sich selbst neu. Früher sei bisweilen die Fantasie gefragt gewesen, heute sei es Qualität.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Was seine Bandkollegen dazu sagen würden, dass er lieber eine TV-Show mache, als auf Tour zu gehen, wird er gefragt. Klar sei es deshalb zu Differenzen zwischen ihm und "meinen Jungs in der Band" gekommen. "Aber an '&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Neue Leute braucht Deutschland'&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; glaube ich einfach. Hier will ich kultivierten Aufstand statt Krautrock erleben." Er habe seinen Musikern angeboten, Songs für die Nachwuchsbands zu komponieren. Sieben Lieder hätte sie beigesteuert. "Sie konnten plötzlich komponieren. Unglaublich. Sogar mein Lichtmann hat komponiert." &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nun komme erst einmal die TV-Show und dann könne er sich in diesem Jahr auch wieder eine Deutschland-Tour vorstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wie geht es denn der vereinigten "Inkar-Nation" Deutschland derzeit? Gut, sagt Davidson. Es gibt keinen Krieg in unserem Land, dafür leben viele Menschen in Wohlstand, alle haben ein geordnetes Sozialsystem. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S0yg78bj8rI/AAAAAAAABVA/RMxRo5F876g/s1600-h/Abschied+von+Diana.gif"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 237px; height: 178px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S0yg78bj8rI/AAAAAAAABVA/RMxRo5F876g/s400/Abschied+von+Diana.gif" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5425888602769060530" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Verglichen mit anderen Nationen gehe es Deutschland also gut. Warum sollte da überhaupt jemand protestieren? Davidson gibt selbst die Antwort: Auflehnen sei ein Prinzip. "Wenn seit mehr als einem Jahr Tamara Danz nicht mehr unter uns weilt und niemanden interessiert es, der Tod einer englischen Prinzessin dagegen Tag um Tag stundenlange Livesendungen generiert, dann ist es Zeit sich aufzulehnen.&lt;/span&gt;"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Wenn ich heute zurück schaue, zum Beispiel auf den der Protest der Menschen auf den Straßen gegen Atomkraftwerke, gegen Wackersdorf, Gorleben - daran war nichts Falsches, obwohl er wahrscheinlich kaum etwas gebracht hat." Die 68er-Generation, insbesondere die Künstler, hätten inzwischen schmerzhaft erfahren, dass sie nicht wirklich etwas ändern können in der Gesellschaft. Viele hätten daraufhin die Lust am Protest verloren. "Aber ich werde immer kämpfen, gegen Gleichgültigkeit, Einerlei, Niveaulosigkeit, und sei es nur im Fernsehen".&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wer auf Davidsons vor acht Jahren gegründeter Fanpage im Internet stöbert, erkennt eine verwirrte Anhängerschaft. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Eine TV-Show bei RTL II (Zitat: "dem Tittensender") passe nicht zusammen mit dem Image des intellektuellen Rockstars und Poeten, doch das lässt ihn einigermaßen ungerührt. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Zumal ein solches Engagements natürlich auch ein Mehr an Popularität in einer bisher einigermaßen brachliegenden Zielgruppe mit sich bringen könnte. "Das ist sicher ein positiver Nebenaspekt." gibt Davidson unumwunden zu.&lt;/span&gt; &lt;span style="font-family:arial;"&gt;Er arbeite ja auch weiter an Kleinkunstprogrammen, plane ein neue Elektromusikplatte und er will sich weiter in die gesellschaftlichen Abläufe in Deutschland einmischen. Weniger in der Politik, s&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ein Zorn richte sich eher gegen Wirtschaftsführer, die sich persönlich bereichern. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S0yjSfjaNhI/AAAAAAAABVQ/kv-feXXSZWw/s1600-h/ChD+Neue+Leute+braucht+Deutschland.gif"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 195px; height: 114px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S0yjSfjaNhI/AAAAAAAABVQ/kv-feXXSZWw/s400/ChD+Neue+Leute+braucht+Deutschland.gif" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5425891189177595410" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Und natürlich: "Musik muss in unserem Leben einen größeren Stellenwert erlangen." Dann kann ja nichts mehr schief gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;TV-Tip: &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:100%;" &gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Neue Leute braucht Deutschland" &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt; ab heute jeden Montag &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:100%;" &gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;20.15 Uhr auf RTL II und an jedem Sonntag um 19.00 Uhr die Wochenzusammenfassung.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-2399330440221293283?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/2399330440221293283/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=2399330440221293283' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2399330440221293283'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2399330440221293283'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/01/1998-01-12-kultivierter-aufstand-statt.html' title='1998-01-12 | Kultivierter Aufstand statt Krautrock'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SVCxLj6LJiI/AAAAAAAAAUA/hNiS8pm5wBU/s72-c/rtl+II+logo.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-3177220941930585377</id><published>2010-01-03T03:43:00.000-08:00</published><updated>2010-01-03T03:49:50.225-08:00</updated><title type='text'>2000-01-03 | "Ich bin weder ein brillanter Gitarrist oder Keyboarder noch kann ich gut singen"</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;DEUTSCHROCK-STAR CHARLY DAVIDSON:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;"Ich bin weder ein brillanter Gitarrist oder Keyboarder noch kann ich gut singen"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Mit seiner Band BEGLEITUNG hat Davidson in den vergangenen zwei Jahrzehnten Musikgeschichte geschrieben. Im Interview mit AUDIO MAG spricht der 42-Jährige über Songwriting im Halbschlaf, ein Musical und seiner geplanten neuen Form der Rebellion: ein Album mit seinen größten Hits im Sound der Gregorianischen Chöre.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Herr Davidson, Anfang der achtziger Jahren wurden Sie und Ihre Band mit subtilen literarischen Songs berühmt, dies zu Zeiten der Neuen Deutschen Welle. Jetzt sind Sie jenseits der 40 und haben gerade ein Best-Of-Album ihrer größten Hits veröffentlicht. Fällt Ihnen nichts mehr ein?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: So ein Quatsch, der kreative Funke, der Lieder in meinen Kopf zaubert, ist heute noch derselbe wie zu meinen Teenager-Zeiten. Ein Best-Of-Album macht man für die Fans, nicht für sich. Mir fällt noch immer viel ein, zu Beispiel kann ich mir auch ein Charly-Davidson-Album vorstellen mit Hit-Versionen, die so weit wie nur möglich von den Originalen entfernt sind; vielleicht gesungen von einem Gregorianischen Chor.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Langweilen Sie die Originalversionen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Im Gegenteil, ich liebe die Originale. Es war und ist nie meine Absicht gewesen, alte Platten oder Songs neu einzuspielen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Es heißt, Ihr früherer musikalischer Partner Lukas Linde plane so etwas. Was halten Sie von der Sache?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Keine Ahnung, wir haben seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: In den Achtzigern trennten Sie sich von ihm, weil er Ihrer musikalischen Linie nicht folgen wollte. Damals waren Sie allgemein sehr rebellisch. Sind Sie mit fortschreitendem Alter milde geworden?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Im Gegenteil, ich bin immer noch ein Rebell, denn Rebellion ist der einzige Weg, um in der Musikindustrie, ja überhaupt in dieser Welt, zu überleben. Aber dummerweise ist Rebellion derzeit in Deutschland beinahe ausgestorben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Wie kommen Sie darauf?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Ich habe bereits 1982 ein Lied über dieses Elend geschrieben namens "Es geht immer weiter". Und falls Sie mich fragen würden, weshalb, dann würde ich antworten: Weil ich eine Generation von stromlinienförmigen Hochschul-Absolventen bemerkte, Fachrichtung Germanist, die mich erschreckte. Als ich Mitte der Siebziger studierte, wollte jeder meiner Kommilitonen irgendwie radikal sein und mindestens eine kleine Revolution anzetteln. Aber mit Beginn der Achtziger ist aller Widerstand bei der Jugend verpufft. Ich habe den Eindruck, dass die Studenten heutzutage vor allem wild darauf sind, nicht aufzufallen, um möglichst schnell in einem großen Konzern unterzukommen. Es gab mal ein Schimpfwort namens „Yuppie“, das heute das Standardziel der Studenten zu sein scheint. Rebellen sind gegen Ende des alten Jahrtausends wohl uncool.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Sie haben mal zu Protokoll gegeben, dass Sie niemals gegen ihre Eltern aufbegehrt hätten. Das klingt auch nicht wirklich aufrührerisch.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Gegen was hätte ich denn da rebellieren sollen? Meine Eltern waren sehr hart arbeitende Menschen, zuerst nach Wales ausgewandert und dann wieder ins Nachkriegsdeutschland zurückgekehrt, die also zwei Mal neu von vorne anfangen mussten und trotzdem alles für mich und meine Schwester gaben. Ich wollte ihnen lieber mit meiner Musik, mit meinen Erfolgen Freude bereiten, als dass ich sie stressen wollte. Natürlich hasste ich meine Eltern ab und zu mal, aber das tut doch jeder normale Jugendliche.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Was hielten Ihre Eltern von Ihrer Zeit als Politrock-Sänger?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Meine Mutter mochte meine Lieder, mein Vater war eher weniger interessiert. Er hat verfügt, dass zu seiner Beerdigung nur ein Lied gespielt werden soll, machte aber ein Geheimnis daraus, welches. Ich erwartete natürlich eines von mir, aber vor kurzem erzählte er, dass er sich für „Immer wieder geht die Sonne auf“ von Udo Jürgens entschieden hat. Er ist eben ein eigenwilliger Mann.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Sie sind mit Ihrer Mutter und ihrer Schwester aufgewachsen und haben selbst zwei Töchter. Was haben Sie dabei über Frauen gelernt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Meine Ehefrau behauptet, dass ich ein Mann sei, der sich von Frauen kontrollieren lässt. Ich halte dies für ein Missverständnis. Ich liebe es, unter Männern zu sein, so wie in einer Fußballmannschaft oder in einer Rockband. All die vielen Frauen in meiner Familie hat mir der Zufall zugespielt. Deswegen verstehe ich das weibliche Geschlecht noch lange nicht besser. Was ich akzeptiert habe, ist, dass Frauen mir rätselhaft sind. Männer und Frauen sind so unterschiedlich wie Apple- und Nicht-Apple-Computer.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Immerhin verstand sie Ihre Mutter so gut, dass sie Ihnen Ihre erste Gitarre schenkte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Stimmt. Zu meinem 13. Geburtstag bekam ich von ihr eine spanische Gitarre - am selben Tag wäre sie fast gestorben. Sie hatte einen Herzfehler und immer wieder bekam sie zu hören, dass sie sich schonen solle. An meinem Geburtstag beschloss sie, dass sie nun genug Rücksicht in ihrem Leben genommen habe und fing an zu tanzen. Sie tanzte so ausgelassen, wirbelte herum bis sie umfiel. Klingt zwar traurig, aber sie hat es überlebt und ich fand es sehr romantisch. Selbst wenn sie gestorben wäre, dann wäre sie tanzend gestorben und das, weil sie es so wollte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Klingt wie eine Kurzgeschichte von F. Scott Fitzgerald.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Absolut. Mein Leben bietet unendlich viel Fitzgerald-Kurzgeschichten-Stoff. Daraus webe ich meine Texte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Was haben Sie sich davon versprochen, in einer Rockband zu spielen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Freunde zu finden, bei denen, mit denen ich mich wohlfühlte. Es geht bei Folkmusik, meiner ersten großen musikalischen Liebe, wie auch im Rock'n'Roll, um Einheit. Viele der besten Bands bestehen nicht unbedingt aus virtuosen Musikern, aber als Einheit sind sie eine Macht, weil sie einander unterstützen. In Jazz- und Blues-Bands duellieren sich Einzelgänger, in guten Rock'n'Roll-Bands verfügt man über ein Team, das funktioniert. Bob Dylan und die BAND funktionierten so. Das Zusammenspiel von Robertsen und Dylan, das war Synergie, war einzigartig. Bob Dylan entdeckte die Band als sie noch LEVON AND THE HAWKS hießen und ging mit ihr als seiner BAND auf Tour. Bei mir war das ähnlich. Ich war 1976 kein auffällig guter Gitarrist, aber gemeinsam mit Musikern des Musikclubs Schlachthofs als CHARLY DAVIDSON AND FRIENDS, waren wir toll, weil wir kommunizierten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Klingt gut, passt aber nicht zu Legenden über die wilden Zeiten des Rock'n'Roll.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Spannungen gehören zur Kreativität. Ich verstehe das wörtlich: Ohne Strom droht in jeder Musik die große Ödnis. Einige meiner besten Platten sind aus purer Anspannung heraus entstanden, so wie „ZEICHENSPRACHE“. Herrlich brutale Stücke Musik sind bei mir unter Spannung entstanden. Ich liebe das, denn ich denke: Rockbands sind wie Fußballmannschaften. Auch große Fußballteams kultivieren Aggressivität. Jupp Heynkes ist zum Beispiel ein Meister darin, vor einem Spiel Anspannung zu erzeugen. Seine Mannschaften müssen immer unter Strom aufs Spielfeld laufen, damit sie das Beste aus sich hervorbringen. Robert Enke hat er als Torwart zum Mannschaftskapitän von Benfica Lissabon gemacht; Robert Enke, den ich noch vor ein paar Jahren in Jena beim FC Carl Zeiss im Tor habe stehen sehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Stimmt es, dass Sie eigentlich Fußballer werden wollten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Das war ein sehr großer Traum, als ich vierzehn, fünfzehn Jahre alt war, ja. Ich habe damals nachmittags Schulunterricht geschwänzt um auf der Rosenhöhe Fußball zu spielen, habe Freistöße geübt. In den Spielen klappte das dann recht gut und ich musste immer die Freistöße treten und habe viele direkt verwandelt. Aber leider hatte ich weniger Talent in den anderen Dingen des Fußballs. Ich wollte immer im Mittelpunkt stehen, Günter Netzer sein. Ich war auch Schulsprecher, eben ein Typ, der gerne den Ton angibt. Aber leider fußballerisch zu unfertig.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Was wäre Ihr Traumteam gewesen? München, Mönchengladbach?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Gott bewahre. Noch nicht einmal Kickers Offenbach, obwohl ich bei vielen Spielen im Stadion war. Nein, ich hatte immer nur die Nationalelf im Kopf. Das meine ich ernst. Mein Traum war im zentralen Mittelfeld: verteidigen, kontrollieren, austeilen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Wie sah das musikalisch instrumental aus? Sie sagten gerade über die Zeit um 1976, dass sie kein auffällig guter Gitarrist waren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Also, das ist doch keine Frage: Ich bin weder ein brillanter Gitarrist oder Keyboarder noch kann ich gut singen. Ich habe einiges an musikalischen Ideen in meinem Kopf, die ich teils mit meinen eigenen Worten kombiniere, teil instrumental umsetze und das im Rahmen meiner Fähigkeiten, die ich mit denen von anderen Musikern anreichere.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Viele Ihrer Liedtexte sind bestimmt von präzisen Beobachtungen des Alltags. Woher nehmen Sie die Details?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Ich habe meistens ein Notizbuch bei mir, ein Kladde, aber absurderweise schreibe ich da gar nicht viel rein. Das meiste, was mir so auf- und einfällt, speichere ich in meinem Kopf ab. Ein Lied wie „Die Geschichten der Geschichten“ habe ich einst zum Beispiel in wenigen Minuten in die Schreibmaschine getippt. Fragen Sie mich nicht, woher es kam. Damals war ich jung und wagemutig. Je älter man wird, desto mehr wägt man ab, was man schreibt. In mir trage ich einen gewaltigen Vorrat an Erinnerungen und Eindrücken. Hätte ich die Pflicht, innerhalb einer Woche ein Album schrieben zu müssen, könnte ich damit sofort anfangen, indem ich meine inneren und aufgeschriebenen Notizen abrufe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Haben Sie die Texte für Ihr Meisterstück, das Konzeptalbum „INKAR-NATION“, das voll von detaillierten Beobachtungen des deutschen Alltags ist, auch aus dem Gedächtnis verfasst?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Nun ... ja, das meiste. Die Inspiration für „Arglistige Enttäuschung“ war zum Beispiel ein Kindheitsfreund. Solche Lieder schreiben sich wie von selbst. Ich habe von Anfang an den Alltag als Thema meiner Texte bevorzugt. Lieder über ganz normale Menschen ohne Glamourfaktor. Letztes Jahr kam „Brauni“, ein nach Australien ausgewanderter Jugendfreund von mir, zu Besuch. Ich fuhr sofort mit dem Zug nach Offenbach und dann fuhren wir einen Nachmittag lang auf Fahrrädern durch die Straßen von Offenbach. Am Ende waren wir beide sehr melancholisch, weil alle Menschen von früher weg sind. Nur die Häuser, in denen sie einst lebten, sind geblieben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Sind viele Ihrer Lieder autobiografisch?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Das hätte ich früher abgestritten, aber so langsam wird mir klar, dass das wohl so sein könnte. Dass es in einem Lied wie „Odysseus“ vor allem um mich geht, wurde mir erst spät bewusst, habe dann meine Alben gezielt noch einmal angehört und muss sagen: ich habe aus meinen Liedern viel über mich gelernt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Wie schreiben Sie? Warten Sie auf Inspiration oder haben Sie feste Arbeitszeiten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Ich komme nahezu jeden Tag in eines meiner Studios und arbeite dann bis in die Nacht. Wenn ich erst mal an einem Projekt dran bin, fällt es mir schwer, später abzuschalten. Auch in der vergangenen Nacht konnte ich kaum schlafen und lag bis drei Uhr morgens wach. Dann bin ich wieder aufgestanden und habe weitergemacht. Nachts habe ich eigentlich schon immer die besten Sachen geschrieben. Dann träume ich noch irgendwie benebelt vor mich hin und gerate nicht in Versuchung, irgendetwas zu analysieren. Einen großen Wunsch schiebe ich aber schon seit Jahren vor mir her, und zwar den ein Musical zu schrieben&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Wie steht es mit Ihrem Image als Frauenversteher? Immer noch kaufen mehr Frauen Ihre Alben als Männer.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: Ist das so? Es ist auf jeden Fall erstaunlich, wie viele Damen sich heute trauen, mich anzusprechen. Das war früher anders. So was ist einerseits bewegend und gibt mir eine Bestätigung, dass ich als Künstler existiere. Andererseits ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;AUDIO MAG: Ja?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson: ... wenn es nur um Unterhaltungen geht und ich Zeit habe, ist das Ganze kein Problem. Früher hielt ich es schon mit Jopi Heesters: „Man müsste Klavier spielen können, dann hat man Erfolg bei den Frau'n“. Das das ist lange her. Heute bin ich beinahe zwei Jahrzehnte glücklich verheiratet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Das Interview führte Heiner Jessen © 2000 für AUDIO MAG - Nachdruck mit Genehmigung der Redaktion.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-3177220941930585377?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/3177220941930585377/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=3177220941930585377' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/3177220941930585377'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/3177220941930585377'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2010/01/2000-01-03-ich-bin-weder-ein-brillanter.html' title='2000-01-03 | &quot;Ich bin weder ein brillanter Gitarrist oder Keyboarder noch kann ich gut singen&quot;'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-578983460765770747</id><published>2009-12-24T08:17:00.000-08:00</published><updated>2009-12-25T21:52:47.835-08:00</updated><title type='text'>2009-12-24 | Müller hat sich getraut</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SzRlhSgwfqI/AAAAAAAABTg/tEoxIgH62mw/s1600-h/ChD+Ja+Jetzt+bin+ich+Frau+Mueller.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 391px; height: 275px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SzRlhSgwfqI/AAAAAAAABTg/tEoxIgH62mw/s400/ChD+Ja+Jetzt+bin+ich+Frau+Mueller.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5419067874212871842" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;(Berlin) - Die Braut trug ein bodenlanges blassblaues Kleid, der Bräutigam einen grauen Anzug und silberfarbene Krawatte. Am Tag vor Heiligabend heiratete der ehemalige Superminister Ulrich D. Müller (66) seine Lebensgefährtin, die Medienexpertin Prof. Dr. Ursula Maus (52). Das Paar ließ sich in Berlin Spandau standesamtlich trauen. Für Ursula Maus - nun Ursula Müller, weshalb sie ihre Initialen 'U.M.' beibehalten kann - ist es die vierte Ehe, für Müller die dritte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist 11.30 Uhr am Mittwoch, als das Paar im dunkelblauen BMW X 6 vor dem Hintereingang vorfährt. Der Himmel ist bedeckt, es herrscht leichter Schneeregen. Der Bräutigam geht schnellen Schrittes, lächelt. Die Braut hat ihr rot-braunes Haar zurückgesteckt, die Lippen mit Lippenstift betont. Ihr Kleid ist vorn gerafft, verdeckt einen Tüllunterrock, über den Schultern trägt sie ein dunkelblaues Cape.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach trudeln die ersten Gäste ein: Verwandte, Freunde, ehemalige Genossen (Müller war im letzten Jahr aus der SPD ausgetreten), nur der engste Kreis, etwa 30 bis 40 Leute. Aber auch Müllers Tochter Hildegard (46) mit ihrem Mann ist dabei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 12.00 ist es so weit, die Hochzeit beginnt mit einem Sekt- Empfang, ein Cellist sorgt für den festlichen Rahmen. Dann, 10 Minuten später, die Trauung: Trauzeuginnen sind Doreen, jüngste Tochter der Braut, und Peter Herzog, engster Vertrauter von Ulrich D. Müller.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die goldenen Eheringe werden getauscht, jeder trägt seinen an der rechten Hand. Schon nach 15 Minuten ist der standesamtliche Teil vorbei und Ursula Maus ist offiziell Frau Müller. Nun wird auf Wunsch der Braut Tee serviert, dazu legt DJ Wandlitz Musik aus DDR-Jahren auf; Ursula Müller ist gebürtige Osttdeutsche. Dann, etwa gegen 13.00 Uhr macht sich die Hochzeitsgesellschaft auf zum &lt;a href="http://www.feinkost-kaefer.de/dt_bundestag/"&gt;Dachgartenrestaurant von Feinkost Käfer im Reichstag&lt;/a&gt;, Motto: "Genuss ohne Reue".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inmitten vieler Gäste aus Wirtschaft und Medienlandschaft, tanzt Ulrich Müller mit seiner Frau gegen 15.00 Uhr den Hochzeitswalzer im eigens errichteten Partyzelt. "Wir versprechen hoch und heilig, wir werden uns jetzt  für immer lieben", sagt er anschließend in einer kleinen Ansprache. "Ulrich und Ursula, die beiden 'U's sind wirklich total verliebt und glücklich", erzählt Trauzeuge Herzog.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis in den Abend tanzen und feiern die Gäste, dazu gibt es das Hochzeitsmahl. Zu den Speisen gehören neben anderen Leckereien: Angebratenes Jacobsmuschel Sashimi mit Mangold und Rindfleischtatar, Black Tiger Garnele und grüne Papaya in roter Currysauce, Zitronengras-Ingwer Crème Brûlée.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Urich und Ursula Müller - es ist eine Hochzeit, über die oft und viel spekuliert wurde, mit der aber kaum jemand so schnell gerechnet hat. Im letzten Jahr war Ursulas letzter Ehemann, der Musiker Charly Davidson, bei einem Unfall tödlich verunglückt. Ulrich D. Müller hatte sich erst in diesem November von seiner Frau Petra Ehrhardt scheiden lassen. Letzte Woche verdichteten sich dann Gerüchte, wonach es doch eine Hochzeit geben könnte, sogar noch vor Weihnachten. Angekündigt hat das Paar, dass es über die Feiertage im "&lt;a href="http://www.focus.de/kultur/leben/traumziele/suedafrika/luxushotel-in-kapstadt_aid_134706.html"&gt;Twelve Apostels Hotel&lt;/a&gt;" in Südafrika flittern wird, in einer der schönsten Umgebungen der Welt und nur 12 Minuten vom Zentrum Kapstadts entfernt; Kosten pro Person im Doppelzimmer ab 3.462 €.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Quelle: NIVEAU-Magazin © 2009-12-24&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-578983460765770747?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/578983460765770747/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=578983460765770747' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/578983460765770747'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/578983460765770747'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/12/2009-12-24-muller-hat-sich-getraut.html' title='2009-12-24 | Müller hat sich getraut'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SzRlhSgwfqI/AAAAAAAABTg/tEoxIgH62mw/s72-c/ChD+Ja+Jetzt+bin+ich+Frau+Mueller.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-4411649949803898564</id><published>2009-12-17T02:31:00.000-08:00</published><updated>2009-12-17T02:40:09.166-08:00</updated><title type='text'>2009-12-17 | Müller und Maus: Hochzeit noch vor Weihnachten?</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In Bonn verdichten sich Gerüchte, dass der im November von seiner Frau Petra Ehrhardt geschiedene Ex-SPD-Superminister Ulrich D. Müller noch vor Weihnachten seine Lebengefährtin, die Professorin für Kommunikation und frühere Ehefrau des verstorbenen Musikers Charly Davidson, Ursula Maus, heiraten will. Beide haben im August mit "MnM" eine gemeinsame Medienfirma gegründet, die vor allem Politiker medientechnisch beraten will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bisher hatten Müller und Maus davon gesprochen, dass sie keine weitere Eheschließung wünschen; Maus war bereits drei Mal verheiratet, Müller bisher zwei Mal.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-4411649949803898564?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/4411649949803898564/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=4411649949803898564' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/4411649949803898564'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/4411649949803898564'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/12/2009-12-17-muller-und-maus-hochzeit.html' title='2009-12-17 | Müller und Maus: Hochzeit noch vor Weihnachten?'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-7334954731241895342</id><published>2009-11-17T03:08:00.000-08:00</published><updated>2009-12-13T01:04:56.062-08:00</updated><title type='text'>2009-11-17 | Ulrich D. Müller und Petra Ehrhardt geschieden!</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;Aus der ZEITUNG von heute:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Nachdem vor kurzem Ulrich D. Müllers &lt;a href="http://maxikilian.blogspot.com/2008/11/ahrendt-tritt-aus-der-spd-aus-schluss.html"&gt;Parteiaustritt vom Juli 2008&lt;/a&gt; &lt;a href="http://maxikilian.blogspot.com/2009/09/2009-09-25-spd-internetwahlkapf-ein.html"&gt;in ein neues Licht getaucht worden war&lt;/a&gt;, wobei Gerüchten nach eine Beziehung Müllers zur Medienexpertin und Professorin Ursula Maus eine große Rolle gespielt haben soll, was aber alles dementiert worden war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun sind &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ulrich Müller seine Ehefrau Petra Ehrhardt, die auch nach Müllers Austritt aus der SPD weiter familienpolitische Sprecherin der SPD in NRW ist, geschiedene Leute. Lange hatte es in der Beziehung gekriselt und beiden haben nun daraus die Kosequenz gezogen. Während Ehrhardt betonte, sie woll in nächster Zeit erst eimal Zeit für sich haben, sind ihr Ex und Ursula Maus, Kommunikationsexpertin und Ex-Frau des verstorbenen Musikers Chary Davidson, schon eit einiger Zeit ein Paar. Bei hatten sich offiziell erst im Sommer 2008 kennen gelernt, &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;er ließ sich von ihr coachen, beide verliebten sich und leben seither zusammen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heiraten will er seine Ursula aber dennoch nicht. "Das ist ganz gut so, wie es ist. Man kann auch ohne Trauschein glücklich zusammen leben", antwortete Müller gestern auf entsprechende Journalistenfragen.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-7334954731241895342?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/7334954731241895342/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=7334954731241895342' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/7334954731241895342'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/7334954731241895342'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/11/2009-09-22-was-lief-da-mit-muller-und.html' title='2009-11-17 | Ulrich D. Müller und Petra Ehrhardt geschieden!'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-4121051083278459755</id><published>2009-11-11T02:29:00.000-08:00</published><updated>2009-12-07T02:36:12.367-08:00</updated><title type='text'>2004-11-10 | Charly Davidson: Ich hasse Plattenfirmen und setze trotzdem auf sie</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Er war einer der erfolgreichsten populären Musikkünstler Deutschlands: Charly Davidson, der es sogar schaffte unter seinem wahren Namen Karl David Korff weltweit für Furore zu sorgen, als er 1988 die "Lounge Musik" erfand. In einem METRO-ONLINE-Interview sprach er vor genau fünf Jahren über die Musikindustrie, das Internet und die Überlebenschancen einer Branche.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;METRO-ONLINE: Sie sagten kürzlich, in Zeiten von Apples iTunes und Einzel-Downloads habe sich das Konzept des Popalbums überholt. Heißt das, Ihre letzte CD "wissen-schafft-macht" ist das letzte Album, das sie veröffentlicht haben?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Es wird nicht das letzte Mal sein, dass ich Musik veröffentliche, falls Sie das meinen. Aber es wird vermutlich das letzte meiner Konzept-Alben sein. Ich kämpfe darum, dass ich auch in Zukunft noch Album-Konzepte erfolgreich veröffentlichen kann, aber ich denke, dass dies mit dem ganzen aufkommenden Download-Hype immer schwerer werden wird, Konzepte an die Hörer weiter zu transportieren. Bald werden sich Musikfans aus allen Platten eines Künstlers ein "Best-Of" selbst zusammenstellen, dieses immer wieder editieren, dafür aber keine Alben mehr kaufen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;METRO-ONLINE: Und dann?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Dann muss man sich ansehen, wie es um die Plattenindustrie bestellt ist. Seit zwei, drei Jahren gab es hier jedes Jahr einen Umsatzrückgang von bis zu 30 Prozent bei den Tonträgerverkäufen. Wenn man, wie ich, frei produziert landet man irgendwann im Minusbereich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;METRO-ONLINE: Werden es andere erfolgreiche Künstler Ihnen nachmachen und sich von der Plattenfirma lösen, um ihre Musik in Eigenregie herauszubringen? Vielleicht mit Unterstützung von Investorengruppen oder Anlegern?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Das denke ich nicht. Im Moment sehen viele diese Notwendigkeit, frei arbeiten zu können, nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;METRO-ONLINE: Also bleiben diese Künstler und Bands der Plattenindustrie treu - und streben dann mit ihr dem Abgrund entgegen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Würde ich wetten, dann würde ich mein Geld trotzdem auf die Plattenfirmen setzen. Ich hasse sie, das will ich hier einmal pauschal aber deutlich sagen - ich hasse sie, weil sie in der Vergangenheit viele große Künstler und Legenden künstlerisch wie geschäftlich vergewaltigt haben. Es ist doch nicht zu betreiten, dass die Musikindustrie in ihrer Historie viel Mist gebaut hat. Aber ich sehe natürlich auch, wie viele gute Dinge durch die Plattenfirmen entstehen konnten, die unser Leben bereichert haben und noch bereichern. Michael Jackson oder die BEATLES wären ohne Plattenindustrie niemals das geworden, was sie den Menschen heute bedeuten. Also sehe ich nicht, wer zukünftige Idole aufbauen und entwickeln soll, wenn nicht die Musikindustrie.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;METRO-ONLINE: Können das die Bands und Künstler nicht eigentlich auch selbst machen? Es gibt im Internet doch Darstellungsmöglichkeiten ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: ... die alle großer Mist sind. Ich habe mir jetzt einmal MySpace* angesehen, die neue große Hoffnung aus den USA. Und was sehe ich: im Internet entstehen keine Stars, keine Idole. Um das zu gewichten vergleiche ich das Internet mit der Rolle des Radios in der Nachkriegszeit: in Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und den USA führte das Radio Ende der 40er- bis Mitte der 60er- Jahre zu einem Boom der Plattenfirmen. Führen Sie sich vor Augen, was allein in diesen zwei Jahrzehnten alles entstanden und gediehen ist:  Jazz und Soulmusik, Rock 'n' Roll und Rockmusik. Ich sehe nicht, dass das Internet so etwas schaffen kann. Und deshalb setze ich nach wie vor auf die Plattenindustrie - grundsätzlich. Für mich persönlich habe ich die Sache dadurch gelöst, dass ich nun meine eigene Plattenfirma habe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;METRO-ONLINE: Was ist denn Ihrer Meinung nach die Hauptaufgabe eines Labels?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Bei einem Musiklabel geht um das Kuratieren von Musik, um die Entwicklung, die Formung und Betreuung von Künstlern. Nochmal: im ganzen, weiten Internet gibt es keine Abteilung, die das im gleichen Maße leisten kann.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;METRO-ONLINE: Sicher nicht. Aber dennoch bietet das Internet im Prinzip jedem Künstler die Möglichkeit, sein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen, auf eigene Faust berühmt zu werden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Wie Sie sagten: im Prinzip. Schauen Sie, ich könnte jetzt alle Leute anrufen, die ich persönlich kenne, und das dürften so an die 1000 sein, viele, wenn nicht sogar die meisten, aus der Musikbranche. Also angenommen ich rufe die alle an und erzähle ihnen: "Ihr kennt doch meine eigene Plattenfirma, die hat einige supergute Künstler", erzähle denen welche es sind, berichte Ihnen und anderen Journalisten darüber und die Zeitungen und Magazine schreiben es dann, das könnte funktionieren. Aber das bin ich, Charly Davidson. Mit meinem Namen erreiche ich sehr schnell eine große Anzahl von Menschen, die damit etwas anfangen können und sagen: "Der hat eben ein Näschen für Talente". Aber das heißt doch nicht, dass der Musiker da unten auf der Straße über das Internet dasselbe machen kann. Wer weiß denn schon als Internetnutzer, wo er die Talente finden soll. Es fehlt hier sehr die Fokussierung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;METRO-ONLINE: Was meinen Sie damit?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Ganz einfach: Warum bin ich als gut Englisch sprechender Deutscher mit "Lounge Musik" erfolgreich geworden? Weil es Instrumentalmusik ist. Als Deutsch-Rock-Musiker kann ich in Japan keinen Erfolg haben oder in Südamerika. Erst wenn es ihm möglich ist, weltweit Märkte zu öffnen, kann ein Künstler auf eigene Faust überregionalen Erfolg haben. Plattenlabel sind mit ihren Dependancen und den Vertriebsfirmen vor Ort vernetzt; durch diese Allianz - und den Zugriff auf die jeweils lokalen Medien in Japan oder Südaerika oder sonstwo - sind sie in der Lage, Künstler weltweit zu vermarkten. Mein Computer, mein Telefon und meine Internetseite allein bringt mich nicht nach Mumbai, um dort vor Tausenden von Leuten aufzutreten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;METRO-ONLINE: Vielen Dank für das Interview.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Das Interview führte Martin Rosenheinrich © 2004 für das METRO-ONLINE MUSIKMAGAZIN&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;----------&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Anmerkung: Das Interview wurde im Herbst 2004 geführt. Ursprünglich war MySpace.com ein Anbieter für kostenlose Datenspeicherung im Internet. Erst im Juli 2003 gründete sich die Community unter der gleichen Internetadresse; hierauf bezog sich Davidson wohl. Das Unternehmen wurde jedoch im Juli 2005 vom Medienmogul Rupert Murdoch für 580 Millionen US-Dollar gekauft. MySpace hatte nur zwei Jahre später etwa 180 Millionen Mitglieder.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-4121051083278459755?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/4121051083278459755/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=4121051083278459755' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/4121051083278459755'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/4121051083278459755'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/11/2004-11-10-charly-davidson-tragodie.html' title='2004-11-10 | Charly Davidson: Ich hasse Plattenfirmen und setze trotzdem auf sie'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-8025911015951413082</id><published>2009-10-17T00:10:00.000-07:00</published><updated>2009-10-17T00:23:01.886-07:00</updated><title type='text'>2005-11-03 | Rockmusik kann manchmal Leben retten</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Kurz vor dem Erscheinen von "REIZWOLF" veröffentlichte die Schülerzeitung DER WECKER ein Interview mit Charly Davidson, das sie bereits im Sommer 2005 geführt hatte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wecker: In dem Jahr, in dem ihr erstes Album „KONTAKTAUFNAHME“ erschien, sind viele ihrer heutigen Hörer erst geboren. Warum glauben Sie, finden sich so viele junge Menschen in ihrer Musik wieder?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson: Man muss als Zwanzigjähriger nicht nur die Musik hören, die auch von Zwanzigjährigen gemacht wird. Das ergibt keinen Sinn. Die BEATLES werden ja auch noch von jungen Menschen gehört, die gibt es seit dreieinhalb Jahrzehnten nicht mehr, ganz zu schweigen von Elvis Presley. Dass man als Mensch nur Musik von Gleichaltrigen verstehen würde, das wird zwar manchmal kulturindustriell behauptet, ist aber nicht zutreffend.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wecker: Hat sich ihr Publikum im Lauf der Zeit mitentwickelt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson: Natürlich. Meine allererste Platte, die 1982 veröffentlicht wurde, wurde gerade einmal achttausend Mal verkauft. Später habe ich dann goldene Schallplatten bekommen und werde das vielleicht auch in den nächsten Jahren wieder bekommen, die Kriterien hierfür wurden ja mittlerweile herunter gesetzt, das kommt einem dann sehr entgegen. Beim Abschlusskonzert der EXPO 2000, da waren zweitausendfünfhundert Leute da, was für die EXPO als durchaus ungewöhnlich viel galt. Im Gegensatz zum ersten Konzert als Profimusiker, das war 1981, bevor ich den Plattenvertrag hatte, da waren vielleicht fünfzig oder achtzig Zuschauer da. Wenn das anders wäre, dann würde es natürlich auch schwer fallen, das so lange zu machen. Ansonsten würde ich über das Publikum selbst nicht gerne mutmaßen, denn ich kenne die Leute ja nicht. Man ist da auf eine angenehme Weise anonym, aber ist sich doch verbunden. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wecker: Was empfinden sie für ihr Publikum, ihre Fans, die ihre Historie, ihr Leben kennen, ihnen teilweise verbunden sind über so viele Jahre?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson: Zuerst sind ja alles Individuen und man sollte es sich als Künstler nicht herausnehmen, Fans als Masse zu bewerten. Andererseits ist es schon etwas beängstigend, dass viele Fans vieles über einen wissen, man selbst aber nichts über diese. Ich meine das wertfrei. Wenn ich zum Beispiel Bob Dylan treffen würde, dann wüsste ich vieles über ihn, er aber nichts über mich, was schon für den informativ unterlegenen beängstigend sein kann. Ansonsten liebe ich meine Fans, ich liebe doch alle, alle Menschen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wecker: Sie haben ja jahrelang auf den Durchbruch gewartet und sind teilweise am Existenzminimum dahingeschlendert. Was hat Sie durch diese Zeit angetrieben, trotzdem weiterhin Musik zu machen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson: Das mit dem Schlendern haben Sie schön gesagt - "Schlendern ist Luxus", sagt Ulla Meinecke. Das war in den 70er-Jahren und es hat viel Spaß gemacht. Ich möchte nicht sagen, dass es uns, also meiner damaligen Band und mir, lange schlecht ging. Es sind ja dann auch immer Sachen passiert, die mich weitergebracht haben. Zuerst machte ich Folk-Rock mit Elektromusik-Elementen, dann Politrock und dann literarisches Kabarett. Später gewannen Lukas Linde und ich einen Musikwettbewerb und plötzlich gab es mehr Möglichkeiten und einen Plattenvertrag.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wecker: Sie haben dann kurz vor dem Ende der 70er auch die Sprache von Englisch auf Deutsch gewechselt, lange bevor das in Mode kam …&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson: … und das war auch gut so. Ich hatte zwar schon vorher beides gesungen, aber als Politrocksänger ist es natürlich keine Frage, dass man Deutsch singt. Nach zwei Platten wusste ich, dass sich das dann extrem ausgezahlt hat. Und da habe ich noch keine 50.000 Platten verkauft. Es gibt eben Zeiten, in denen man weniger öffentliche Aufmerksamkeit hat, da kann man nichts machen und da gibt es auch nichts zu verstehen darüber. Auf „Warum“ gibt es keine Antwort, das ist einfach so. Letztendlich ist der entscheidende Punkt, dass einem diese Musiksprache Spaß macht. Ich weiß nichts Besseres und so lange ich das machen und dann noch davon leben kann, bin ich wirklich privilegiert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wecker: Hätten Sie sich damals, also 1982 oder 1983, vorstellen können, jemals Headliner auf einem Festival zu sein?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson: Na, das ist ja wohl eine Frage, junger Mann. DAS sind doch genau die Träume, die ein Musiker hat, egal wie klein sein Beitrag in der Hierarchie des Musikbusiness auch ist. Klar, ist das eine schleichende Fortentwicklung. Am Anfang dachten wir,  wie toll es wäre, einmal auf einem lokalen Festival zu spielen. Dann spielt man plötzlich dort, und dann auf Festivals in größeren Städten, wo 3.000 Leute als Publikum da sind. Und das ging bei mir eben weiter, bis es 30.000 waren. 30.000, das ging bei uns 1986 los, als wir der Support-Act von Udo Lindenberg waren. Da war das aber dann doch sehr schwierig für mich, denn da wollte man mich nicht. (lacht)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wecker: Was immer in der Welt passiert, im Charly Davidson-Kosmos geht alles auf. Wie setzten Sie das Leben textlich um?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson: Ganz einfach: wir sind doch Individuen, da kann man doch nichts, was für einen Einzelnen wichtig ist, als unwichtig ansehen. Es ist unser Leben, das Leben jedes einzelnen, das ich beschriebe. Ich will auch keine Songs, die „wir“ sagen oder gar befehlen mit „ihr müsst“. Hör mal in den Text von „Won’t get fooled again“ (Anmerkung: von THE WHO) richtig hinein. Dort, wie stets in der wahren Kunst, geht es um den Einzelnen. Er ist die Seele aller Kunst. „Wenn es einfach wäre, dann wäre es nicht das Leben.“, habe ich meine Kunstfigur Strelitz einmal sagen lassen. Das ist es. Leute bringen sich überwiegend deswegen um. Wegen ihres Lebens. Nicht, weil es sie belastet, dass irgendwo auf der Welt Menschen verhungern.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wecker: Empfinden Sie die Erwartungshaltungen Ihrer Fans als Druck? Versuchen Sie dieser zu entsprechen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson: Ich hoffe, ich verrate keine Geheimnis, wenn ich sage, dass ich unter dem Strich auch nur drei oder vier verschiedene Songs habe, die ich immer wieder neu erfinde. Aber das ist eigentlich schon sehr viel für einen Künstler. Schau Dir mal DSDS an, manche Gewinner haben überhaupt keinen Song und der reicht dann immerhin noch für eine Nummer 1 bei den Singles und ein ganzes Album. Und, wie schon gesagt, es gibt ja so etwas wie „die Fans“ nicht. Denn wenn man sagt, dass die Leute eine Erwartungshaltung haben, dann muss man sich fragen, wer denn diese Leute überhaupt sind. Da man nicht wirklich eine Vorstellung über jeden einzelnen hat, und deshalb auch über Erwartungen nichts Gültiges sagen kann, gibt es keine Erwartungshaltung. Manche Leute sagen, sie hätten gerne eine Platte, genau so wie „die von 1982“. Selbst wenn ich das so hinkriegen würde, dann hat eben dieser Hörer mich vielleicht erst zehn Jahre später für sich entdeckt, in einer gewissen Situation mit der diese Platte für ihn für immer verbunden ist und ginge dann mit völlig falschen Erwartungen in die neue Platte. Solche Fan-Vorgaben sind eben deshalb gar nicht zu bewältigen und wenn man damit nicht umgehen kann, dann kann man das gleich vergessen. Es gibt eine einzige Band, und die heißt auch noch STATUS QUO, da ist alles immer gleich. Für mich ist das nichts. Rockmusik hat zwar nicht die Größe, die Welt zu verändern, aber sie kann manchmal Leben retten und in Deutsch können meine Fans ihre Lebensrettungshilfen an optimalsten verstehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wecker: Sie haben ja auch neben ihrer Musik auch andere Projekte gemacht, wie etwa Bücher geschrieben. Kann man denn da Neues von Ihnen erwarten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson: Ich schreibe gerade einen neuen Roman, der wahrscheinlich nächstes Jahr erscheinen wird - wenn er mir gelingt. Es kann ja auch sein, dass ich das dann nicht gut finde und mich dann gegen eine Veröffentlichung entschließe. Sonst wären ja die schlechten Kritiken gar nicht auszuhalten. Wenn man etwas selbst für gut befindet, dann ist es ja in Ordnung, außer, dass man den Rezensenten dann hasst. Aber wenn man selbst nicht überzeugt ist und dann bekommt man schlechte Kritiken, dann kommt auch noch die Scham dazu. Und das ist ja die schlimmste Scheiße, die passieren kann.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wecker: Sie betonen ja oft, dass die Figuren in ihren Liedern und Büchern nicht Sie selbst sind. Aber auf dem Album „Inkar-Nation“ zum Beispiel gibt es den Song „Heimatkunde“, bei dem es nicht schwer fällt, sofort an Sie zu denken.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson: Auf gewisse Art und Weise schon, denn ich verbringe ja viel Zeit mit mir. (lacht) Aber ich bin eigentlich vom Typ her mehr wie andere Charaktere in meinen Songs. Ein Typ wie ich es selbst bin, ist als Song- oder Romanheld für mich uninteressant, denn da kann mich nichts mehr überraschen, ich kenne mich ja schon. Da brauch ich nichts darüber zu schreiben, das ist ja langweilig.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-8025911015951413082?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/8025911015951413082/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=8025911015951413082' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/8025911015951413082'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/8025911015951413082'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/10/2005-11-03-rockmusik-kann-manchmal.html' title='2005-11-03 | Rockmusik kann manchmal Leben retten'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-6435005081429010141</id><published>2009-10-13T03:11:00.000-07:00</published><updated>2009-10-17T00:10:17.322-07:00</updated><title type='text'>2002-05-17 | Auferstehung Light</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Zum inszenierten Tod Charly Davidsons im Mai 2002 schrieb damals SPIEGEL ONLINE unter dem Titel "Auferstehung Light - oder: Sterben ohne tot zu sein":&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;(...) Rock-Chamäleon Charly Davidson: Vor zwei Jahren löste sein Albumtitel "Die letzte Ölung" bei Fans wie Kritikern Befremdung aus. Dieses Frühjahr war es die Meldung seiner Plattenfirma, sein neuestes Album würde im Sommer unter dem Titel "Begräbnis" erscheinen. Dies ist seit letzten Freitag, als RTL in einer Filmdoku Davidsons Tod meldete und seiner überraschenden Rückkehr ins Reich der Lebenden am gestrigen Montag, nicht mehr ganz so sicher: sein Label GLOBA prüft derzeit nach eigenen Angaben eine sofortige Kündigung des Plattendeals mit Charly Davidson, der immerhin seit fast 18 Jahren läuft.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Über drei Alben konzipiert ist die intellektuelle Todestrilogie Davidsons plus einem Zwischenakt 'Ich bin tot und das kam so' letzte Woche im Privatfernsehen. Das Ganze hat den Look einer Produktion die als Miniserie designt wurde. Ohne jeden Zweifel ist sie lang und düster. Aber vielleicht nicht zu lang oder zu düster für eine Geschichte, die des Todes der Menschheit gedenkt. Spannend daran ist natürlich, wie sie enden wird und vor allem wann.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Auf jeden Fall ist Davidson mit dem über die TV-Plattform dctp (ohne Wissen und Kenntnis ihres Mentors Alexander Kluge, wie dieser gestern betonte) ausgestrahlte Inszenierung des eigenen Todes zu weit gegangen. Empörung und Protest formiert sich überall, wobei die BILD sogar unerwartete Unterstützung durch die taz erfährt. Aber auch die Künstler-Kollegen reagieren genervt. André Heller, auf Davidsons Inszenierung angesprochen, reagierte noch am souveränsten und spottete. "Dazöö ma kane Schmäh!, sagt ma in Österreich. Für mich ist der Tod ein großer Animateur, nicht der Mensch. Jeder der weiß, dass Lebenszeit begrenzt ist, der wäre gut beraten, sie kreativer zu nutzen. Es ist ja lächerlich, sich mit dem einzigen, das gewiss ist im Leben, anzulegen. Jeder Mensch hat es am Schluss geschafft zu sterben, da sind solche Späße überflüssig. Der Herr Davidson wird den Tod auch noch irgendwann einmal schaffen.“ sagte er bei RTL. (...)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-6435005081429010141?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/6435005081429010141/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=6435005081429010141' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6435005081429010141'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6435005081429010141'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/10/2002-05-13-wiederauferstehung-light.html' title='2002-05-17 | Auferstehung Light'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-2919116054518893006</id><published>2009-10-08T06:42:00.006-07:00</published><updated>2009-10-08T07:32:50.312-07:00</updated><title type='text'>1995-01-28 | Wieviel Davidson steckt in Karl David Korff?</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;MoPo-Bühne&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;KARL DAVID KORFF LIVE „Einhundert Tage in drei Wochen“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Von Jonas E. Prinz&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Er ist einer der facettenreichsten deutschen Musiker. Einer, der seine Sprache liebt, der voller Poesie und gleichzeitig auch bitter ernst sein kann, einmal Klamaukist dann wieder hemmungslos kritisch. Seit bald zwanzig Jahren steht er als Charly Davidson auf der Bühne, ist "Liederpoet und Rockmacher", aber gestern Abend kam er ganz bürgerlich als Karl David Korff ins ZWICK.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Und machte - wenn es dann sein mußte - auch mal den Popstar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor allem aber ist Korff heute scharfzüngiger Berichterstatter des ur-deutschen Alltags im Kleinen wie im Großen, seziert den Irrwitz unserer Welt und sind dazu eingängige Lebensballaden&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nun hat der ach international erfolgreiche Musiker ("Lounge Musik") im letzten Jahr seiner Rockband abgeschworen und zieht nur noch mit Musikerfreund Helmut Prosa durch Clubs und Theater. Aber was heißt hier nur! Der phänomenale Gitarristen und Keyboarder aus der Steiermark zelebriert zusammen mit Korff eine eigenwillige Mixtur aus literarischem Kabarett, Elektromusik, Folk und Rock, wie jetzt beim ebenso ausverkauften wie beklatschten Hamburger Gastspiel im ZWICK.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Es wird noch schlimmer kommen", prophezeit er in einem frischen Text zu Beginn den anwesenden "Wegstreckenbegleitern", als er die "Verbotene Liebe" anspricht, eine deutsche TV-Seifenoper, die seit dem 2. Januar montags bis freitags im Ersten Programm ausgestrahlt wird, und singt dazu als erstes mit "Ich bin nicht verliebt" seine Version des 10CC Klassikers "I'm Not In Love". Dann liest er &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;neue Texte über sein Alter Ego namnes Strelitz vor, stellt neue Songs wie "&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Schluß mit Lustig&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;" oder "Walverwandschaften" vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und natürlich schöpft Korfff aus seinem reichhaltigen Charly-Davidson-Repertoire und singt alte Erfolge in neuer Unplugged-Instrumentierung. Dadurch gewinnen Stücke wie "Dolmetscher" oder "Querulantensäue" völlig neues Format. Der alte Kracher "Odysseus" wird zu einer gut viertelstündigen Mini-Oper mit Prosaeinlagen und Session-Charakter, bei dem sich Prosa einmal virtuos austoben kann. Und Balladen wie "Niemand weint (so schön wie du)" oder die aufgewühlte "Kontaktaufnahme", die Korff/Davidson als 22-Jähriger geschrieben hat, leuchten vor Intimität.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Karl David Korff ist einer, der (egal ob im eigenen Namen oder unter Pseudonym) immer sein Ding macht, egal wohin ihn das führt, schon deshalb kann es nicht immer gut gehen mit dem Massenerfolg in größten Konzerthallen. Jetzt hat sich nun für die theatralische Kabarett-Variante entschieden und folgerichtg fehlt "&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Keiner liebt dich, wieso ich?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;", sein größter Pop-Erfolg, in diesem Programm.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Dafür steht am Ende des Abends und am Ende eines ausufernden Zugabenteils eine lustvolle Hommage an Korffs Helden wie Marc Bolan oder U2 mit "Mit oder ohne" und "&lt;a href="http://spiritofgermany.blogspot.com/2009/02/montag-der-23-februar-2009.html"&gt;Monicacinom&lt;/a&gt;". Da steht das ganze ZWICK schon längst - und jubelt, als sei's das letzte Mal. Und hat noch etwas gelernt dabei, mal leicht-flockig, etwa daß "Monicacinom" die deutsche Version des T. Rex-Klassikers "Deboraharobed" ist, mal tiefsinnig, nämlich daß U2-Frontmann&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Bono in „With Or Without You", dem Vorbild für Korffs "Mit oder ohne", darüber singt, daß Bono sich manchmal bei U2 ausgesetzt fühle. Und das sei der Grund, warum  er, Korff, derzeit ohne seine Band durch die Lande tingele.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und schon ist es wieder da, das Gefühl, daß dieser Mann in der deutschen Musikszene etwas ganz Besonderes ist - egal unter welchen Namen auch immer.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-2919116054518893006?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/2919116054518893006/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=2919116054518893006' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2919116054518893006'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2919116054518893006'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/10/1995-01-28-wieviel-davidson-steckt-in_9834.html' title='1995-01-28 | Wieviel Davidson steckt in Karl David Korff?'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-4713201715461325527</id><published>2009-09-30T22:38:00.001-07:00</published><updated>2010-10-18T04:42:21.054-07:00</updated><title type='text'>2009-09-19 | Unterlagen sollen Zweifel an Davidsons Tod belegen</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der Unfalltod Charly Davidsons am 28. November 2009 ist von spanischen wie deutschen Behörden untersucht und bestätigt worden. Dem Webteam von Charly Davidsons sowe einigen Zeitungen sind vor kurzem Unterlagen angeboten worden, die belegen sollen, dass alles ganz anders war. Es sind dies ein Gespräch der Guardia Civil auf La Gomera mit dem Geschäftsführer von Charlys Plattenfirma CBQ/Best Side Records, Peter Paul Gabriel, die augenscheinlich aus einer spanischen Akte stammen, sowie ein Foto, die den aus dem Atlantik geborgenen Körper Davidsons zeigen sollen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Aus Gründen der Recherche habe ich, obwohl ich von einer Fäschung überzeugt bin, beides angekauft und stelle es hier vor; das Foto habe ich allerdings auf eine Wiedergabe der Mundpartie der abgebildeten Leiche beschränkt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Rainer W. Sauer&lt;br /&gt;Jena, den 19. September 2009&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;-------------------------------------------------------------------------------------------&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:times new roman;" &gt;Protokoll&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:times new roman;" &gt;San Sebastián de la Gomera&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:times new roman;" &gt;erstellt zwischen dem 11. und dem 28. Dezember 2008&lt;br /&gt;(Übersetzung ins Deutsche = nicht bekannt)&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Yo soy el teniente de la ... Entschuldigung ... ich bin Leutnant und Mitarbeiter der Guardia Civil. Mein Name ist Gerardo García Rivas und ich habe Sie heute hierher nach San Sebastián de la Gomera bestellt, um Sie zu den Umständen des Todes von Señor Karl David Korff, oder Charly Davidson, wie er sich auch nannte, zu befragen. Neben mir sitzt Herr Federico Lorca und führt Protokoll. Ich beginne jetzt mitder Befragung. Ihr Name ist ... ?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Mein Name ist Peter Paul Gabriel.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Sie wurden geboren am und in welcher Stadt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Ich bin geboren am 25. Oktober 1954 in Middlesbrough in England.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Was ist ihre berufliche Funktion?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Ich bin Geschäftsführer der Schallplattenfirma Best Side Records von Herrn Karl David Korff.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Waren Sie anwesend, als Herr Korff starb?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Ich wurde herbeigerufen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Wann war das genau?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Das kann ich Ihnen nicht exakt sagen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Es gibt Hinweise darauf, dass Herr Korff anders gestorben ist, als bisher bekannt. Ich frage Sie deshalb: Wie starb Señor Korff?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Auch das kann ich Ihnen nicht exakt sagen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Herr Gabriel, ich darf Ihnen mitteilen, dass die Guardia Civil Sie hier auf La Gomera so lange festhalten und befragen kann, bis die Umstände des Todes von Herrn Korff zweifelsfrei geklärt sind. Bitte beantworten Sie mir deshalb meine Fragen.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Bin ich verhaftet?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Sie haben mich missverstanden. Sie sind nicht verhaftet. Aber das soll Sie nicht daran hindern, Ihre Pflicht zu erfüllen. Ich hatte Ihnen anfangs gesagt, dass Sie hier in den Räumen der Guardia Civil verpflichtet sind, die Wahrheit zu berichten. Fangen Sie am Besten beim Anfang an. Wann entschloss sich Señor Korff zu seinem Flug über das Meer vor La Gomera?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Das war im Juni. Die kürzeste Nacht des Jahres näherte sich und die „Noche de San Juan“ begann. In dieser Nacht vom 23. auf den 24. Juni erzählte Charly auf der Terrasse seiner Macià seinem Manager und mir den großen Plan zur Inselumrundung mit dem Paraglider.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;( Gabriel erzählt in der Folge Details der Vorbereitung zum Flug, berichtet von Charlys Ankunft auf La Gomera am 21. Dezeber 2009 )&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Kommen wir jetzt noch einmal zum Tode von Señor Korff. Wie erfuhren Sie davon?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Am 27. November erreichte mich ein Anruf aus Charlys Haus. Ich selbst war im Hotel Tres Palmeras am Playa De Valle Gran Rey. Frau Beate Krüger, die Nachbarin von Charly, war am Telefon. Sie sagte, dass Charly gestorben wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Am 27. November also, nicht am 28.?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Ja. Ich war im ersten Moment geschockt und betäubt. Noch am Abend zuvor hatten wir zusammen gegessen und uns über den Flug unterhalten. Charly sagte mir nichts davon, dass er sich unwohl fühle oder so. Ich bemerkte auch nichts, außer, dass er sehr dünn geworden war.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Was sagte Frau ... äh ... Krüger zu Ihnen?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Sie sagte, er hätte sich den ganzen Tag nicht gut gefühlt. Bereits während des Fluges nach den Kanarischen Inseln hätte er große gesundheitliche Probleme gehabt. Sie hätte ihm dann morgens ihren Hund gebracht, damit er sich durch ihn etwas ablenken sollte. Charly sei auch gleich mit dem Hund losgezogen über die Hügel. Aber als sie ihren Hund abends wieder abholen wollte, habe der vor Charlys Badezimmer-Tür gesessen und gewinselt. Sie habe dann das Bad geöffnet und Charly dort leblos liegen sehen, die Tür wieder verschlossen und mich angerufen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Was haben Sie dann gemacht?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Ich bin sofort zu Charlys Macià gefahren und habe ihn so vorgefunden, wie Frau Krüger es beschrieben hatte. Er lag auf dem Bauch und es war viel Blut im Raum. Schwarzes Blut, also kein frisches. Es schien, als hätte er es erbrochen. Charly war tot, sein Körper war kalt. Den Hund hatte Frau Krüger gegen zehn Uhr morgens gebracht und um neun Uhr Abends wollte sie ihn abholen. Sie sagte mir das, während sie geschockt auf dem Boden vor dem Bad saß. Den Hund hatte sie vor dem Haus angebunden, damit er nicht die Szene im Bad mitbekam.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Sie riefen aber nicht die Guardia Civil?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Ich habe telefoniert, nicht mit der Guardia Civil und auch nicht mit Karls Kindern, dafür aber mit zwei seiner engsten Freunde, Mr. Brian Barquin in London und Herrn Lars Voreigner in den USA. Auch sie waren geschockt von der Nachricht. Dann sprachen wir über Charlys Tod. Er war ja schwerer erkrankt als es öffentlich bekannt war. Charly hatte, neben seinen offensichtlichen Krankheiten, im letzten Herbst auch noch Hepatitis C diagnostiziert bekommen. Ärzte hatten Charly bestätigt, dass ihm eine Spenderleber eingesetzt werden musste, sonst würde er wahrscheinlich innerhalb der nächsten achtzehn Monate sterben. Er hatte sich aber nicht auf eine Warteliste für eine Transplantation setzen lassen wollen, weil das die Öffentlichkeit sonst mitbekommen hätte. Im August wurde er in Hanau dann wegen Nierenversagens behandelt, machte danach eine Kur an der deutschen Ostseeküste. Die letzten Monate vor seinem Tod ging es mit ihm gesundheitlich stark bergab.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Woher haben Sie diese Informationen und weshalb wollte Señor Korff nicht bevorzugt behandelt werden, wie es seinem Namen oder seinen finanziellen Möglichkeiten angemessen gewesen wäre?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Charly hatte viele Firmen und mit der beginnenden weltweiten Wirtschaftskrise große finanzielle Probleme. Banken und Investoren befürchteten lange Zeit Rückschläge für seine Firmen, falls Charly Davidson ernsthaft erkranken sollte. Er wollte wohl auch nicht so recht an die Aussichtslosigkeit seiner Erkrankungen glauben. Er erzählte mir alles im Sommer, als er sich von der Geschäftsführung von Best Side Records zurückzog.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Sie haben also nicht die spanischen Behörden von Señor Korffs Tod unterrichtet. Warum taten Sie das?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Ich war sein einziger Vertrauter aus Deutschland hier auf La Gomera. Telefonisch besprachen Brian, Lars und ich die Situation und entschieden dann zu dritt, was zu tun sei. Beate, also Frau Krüger, stimmte uns zu, sie war nicht nur seine Nachbarin sondern auch eine Vertraute und kümmerte sich auch um ihn, wenn er auf La Gomera weilte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Wie haben Sie den Leichnam aus der Macià gebracht?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Lars kannte einen Fischhändler aus dem Valle Gran Rey, der half uns den Leichnam einzuhüllen, nachdem ihn Beate sauber gewischt hatte und der Fischhändler brachte ihn nachts in sein Kühlhaus. Dann dauerte es noch sechs Tage bis zum Flug-Unfall, der allerdings niemals stattfand. Alles war nur eine Farce.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Aber es gibt doch Fotos des Fluges und Internet-Tagebucheintragungen von Señor Korff?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Die Fotos sind schon älter und wurden bei einem früheren Flug aufgenommen. Die Interneteintragungen, sämtliche nach dem 22. November, habe ich gemacht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Und was ist mit den Zeugen, die gesehen haben, wie Señor Korff in den Atlantik gestürzt ist, die Überwachungskamera, die ihn aufgezeichnet hat?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Zeugen finden sich immer. Jeder will etwas gesehen haben, wenn es nach Sensation riecht und Reporter danach fragen. Was die Kamera da aufgezeichnet hat, weiß ich nicht. Sicher nicht den Absturz von Karl David Korff.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Und doch gibt es zwei Hauptzeugen ... äh... Señor Fernando de la Rúa und Señor Miguel Neira.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Fernando de la Rúa war der Fischhändler, der Charlys Leichnam dann auch am 28. November vor der Küste ins Meer verbracht hat und seinen Gleitschirm ebenfalls, allerdings zwanzig Seemeilen weiter westlich. Und dass Miguel Neira Charlys Gärtner war, scheint Ihnen bis heute nicht aufgefallen zu sein, oder?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Wir werden das prüfen, Señor Gabriel. Als man im Dezember dann den Leichnam fand, fand man im Meer also den bereits vor dem Absturz gestorbenen Karl David Korff.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Genau.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Es war also vorgesehen von Ihnen und den beiden anderen Herren, dass man unzweifelhaft Señor Korffs Körper finden sollte.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;So war der Plan. Aber wir machten uns schon Gedanken, warum dies so lange dauerte. Ich dachte, dass man den Körper vielleicht niemals finden würde. Dann passierte das ja doch noch am 10. Dezember und schon am 15. Dezember gab es Einzelheiten aus der Autopsie in der Presse zu lesen, mir den Hinweisen auf die Hepatitis C und die Lebererkrankung. Das war perfekt. Außerdem kann der Körper nun auch bestattet werden, etwas was Charly seinen Töchtern nicht vorenthalten wollte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Mr. Gabriel, Sie wissen schon, wenn das alles stimmt, dass Sie sich nach spanischem Recht einer Straftat schuldig gemacht haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Das stimmt. Aber ich frage Sie, wer hat etwas davon, wenn Sie das jetzt alles publik machen? Es hilft weder Ihnen, die Sie den Gärtner übersehen haben. Noch hilft es Charlys Familie oder den Kindern, so kurz vor der Beisetzung, noch hilft es ihm und seiner Legende. Und hilft es der Wahrheit? - Wahrheit ist relativ. Gelegentlich auch relativ teuer.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Wie darf ich das verstehen, Señor Gabriel. Sind Sie ein Engel?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;He inventado unas alas para volar, y vuelo. Azufre y rosas en mis labios. Aunque no necesito alas, porque vuelo sin ellas. Nubes y anillos en mi sangre.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;Ay!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;-------------------------------------------------------------------------------------------&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Hier endet das Protokoll. Dem Protokoll liegt die Kopie eines Fotos bei, welches angeblich den Leichnam Charly Davidsons zeigen soll.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SsRIFiw93nI/AAAAAAAABIQ/140PxdDfqqU/s1600-h/ChD+Ist+das+Davidsons+Mund.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 309px; height: 228px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TLwyar9KsUI/AAAAAAAACJs/x8HsDY6R8JM/s400/ChD+-+Warning+Extreme+Content.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5529349876561391938" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:times new roman;"&gt;-------------------------------------------------------------------------------------------&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-4713201715461325527?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/4713201715461325527/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=4713201715461325527' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/4713201715461325527'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/4713201715461325527'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/09/2009-09-19-unterlagen-sollen-zweifel.html' title='2009-09-19 | Unterlagen sollen Zweifel an Davidsons Tod belegen'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TLwyar9KsUI/AAAAAAAACJs/x8HsDY6R8JM/s72-c/ChD+-+Warning+Extreme+Content.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-3703700809979671557</id><published>2009-09-27T23:29:00.001-07:00</published><updated>2009-09-27T23:42:40.651-07:00</updated><title type='text'>2009-09-28 | Rudolf Maus in den Bundestag gewählt</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SsBZ-pJN52I/AAAAAAAABGw/Lblof0pMC6A/s1600-h/Rudolf+Maus+2007.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 80px; height: 100px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SsBZ-pJN52I/AAAAAAAABGw/Lblof0pMC6A/s400/Rudolf+Maus+2007.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5386404087066388322" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;(ddd) Berlin - Rudolf Maus von der Partei DIE LINKE hat gestern den Einzug in den neuen Bundestag geschafft. Neben den zwölf direkt gewählten Kandidaten der Partei DIE LINKE aus Berlin, Stefan Liebich (Pankow), Gesine Lötzsch (Lichtenberg-Hohenschönhausen), Petra Pau (Marzahn-Hellersdorf) und Gregor Gysi (Treptow-Köpenick) sowie Steffen Bockhahn (Rostock), Rosi Hein (Magdeburg), Harald Koch (Mansfeld), Jan Korte (Anhalt), Katrin Kunert (Altmark), Petra Sitte (Halle), Jens Petermann (Suhl) und &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Ralf Lenkert (Jena) ziehen noch weitere &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;vierundsechzig DIE LINKE Listenkandidaten in den Reichstag ein, darunter auch Rudolf Maus, der bis 2005 mit der Kommunikationsexpertin Prof. Dr. phil. Ursula Maus verheiratet war und mit ihr eine gemeinsame Tochter hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-3703700809979671557?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/3703700809979671557/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=3703700809979671557' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/3703700809979671557'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/3703700809979671557'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/09/2009-09-28-rudolf-maus-in-den-bundestag.html' title='2009-09-28 | Rudolf Maus in den Bundestag gewählt'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SsBZ-pJN52I/AAAAAAAABGw/Lblof0pMC6A/s72-c/Rudolf+Maus+2007.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-7574682847927760152</id><published>2009-09-25T03:04:00.001-07:00</published><updated>2009-12-13T00:52:07.970-08:00</updated><title type='text'>2009-09-25 | Was lief da mit Müller und der Frau Professor?</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;Aus der FAZ vom 25. September 2009:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;WAS LIEF DA MIT MÜLLER UND DER FRAU PROFESSOR?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Neue Gerüchte um den fulminanten Rücktritt eines Superministers&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ulrich D. Müllers &lt;a href="http://maxikilian.blogspot.com/2008/11/ahrendt-tritt-aus-der-spd-aus-schluss.html"&gt;Parteiaustritt vom Juli 2008&lt;/a&gt; gerät im Nachhinein in ein neues Licht. Schon Anfang des Jahres 2008 galt sein Rückzug als Supermnister als ausgemachte Sache und über ein PArteiausschlussverfahren war offen sekuliert worden, sagen jetzt Politik-Insider.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;An Superlativen hat es bei der Beschreibung Müllers nie gemangelt. Er war einst der jüngste Abgeordnete der Bundesrepublik, er galt als begabtester Enkel Helmut Schmidts ... und wurde dann als größter Verräter jener Partei geschmäht, die er an die Macht führen wollte, der SPD. Derzeit, so wird berichtet, arbeite Müller an seinem politischen Comeback.&lt;/span&gt; &lt;span style="font-family:arial;"&gt;Für viele ist dieses politische Kraftpaket mit Hang zum Größenwahn ein Mythos, und zu diesem Mythos gehört es, seinen Anhängern Rätsel aufzugeben mit seinen einsamen Entscheidungen. 2005 verschmähte er den ihm angetragenen Parteivorsitz, im Juni 2008 verließ er wortlos sein Super-Ministerium. Zurück blieben stets ein gelähmter Apparat und Anhänger, die nach Erklärungen suchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Im Juli letzten Jahres hatte Ulrich D. Müller dann ein weiteres Mal seine Genossen in Staunen und Erschrecken versetzt - mit seinem Austritt aus der Partei, die zuvor sein Leben war. Was war der Grund, hatte Müller seine An&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;hänger jahrelang in die Irre geführt?&lt;/span&gt; &lt;span style="font-family:arial;"&gt;Weshalb riskierte ein so erfahrenes politisches Alphatier wie Müller den Teilverzicht seiner Macht, denn genau das geschah nach dem Juli 2008 in rasender Geschwindigkeit. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Warum also hatte er das getan und weshalb zu diesem Zeitpunkt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Während die Basis auch etwas mehr als ein Jahr nach Müllers Rückzug darüber rätselt, glauben einige Spitzen-Sozis die Antwort zu kennen. Für sie gibt es eine Erklärung, für sie kam der Rückzug ihres Obergenossen nicht überraschend&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;. Es ist eine Geschichte, die seit einiger Zeit bei den Sozialdemokraten die Runde macht und sich inzwischen bis in die zweite Reihe der Partei herumgesprochen hat. Es ist eine Geschichte, in der es um die Privatsphäre geht, und die ist normalerweise für die Öffentlichkeit tabu.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Doch in diesem Fall muss sie erzählt werden, weil hier das Private höchst politische Folgen hat. Es geht um Müller, um seine Noch-Ehefrau Petra Ehrhardt, die nach wie vor familienpolitische Sprecherin der SPD in NRW ist, und es geht um Frau Professor Dr. Ursula Maus, Kommunikationsexpertin, die Ex-Frau des verstorbenen Sängers Chary Davidson und die neue Frau an Müllers Seite.&lt;/span&gt; &lt;span style="font-family:arial;"&gt;Müller und Maus, so heißt es, seien sich schon lange vor ihrem ersten offiziellen Aufeinandertreffen in Bad Dürkheim nicht nur kommunikationstechnisch nahegekommen. Von einer Affäre ist die Rede, von einer Beziehung mit konkreten Folgen für die Politik, lange bevor Maus und Davidson geschieden waren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das Ehepaar Müller und auch die SPD-Spitze wollen sich zu dem Thema nicht äußern. Frau Prof. Maus ließ bereits eine längere private Beziehung, als bisher bekannt, dementieren. Das seien Gerüchte, "die von politischen Gegnern gestreut werden, um Herrn Müller zu schaden", ließ sie ausrichten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das Parteivolk beschäftigt diese Geschichte schon seit langem. Bereits Ende 2007 registrierten die Genossen aufmerksam ein Interview mit Petra Ehrhardt in der BUNTE. Angesprochen auf eine angebliche Affäre ihres Mannes sagte sie: "Gerüchte gibt es immer haufenweise, in den unterschiedlichsten Versionen." Natürlich gebe es "eine Erotik der Macht", sagte sie, und das Problem, dass viele Frauen "von dieser Erotik angezogen sind".&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Doch intern scheint man seinerzeit auf Müller Druck ausgeübt zu haben. Ehrhardt als familienpolitische Sprecherin, die auf diese Art und Weise von ihrem Mann brüskiert wird? In der Parteispitze heißt es, Müller habe daraufhin im vertrauten Kreis berichtet, er müsse künftig mehr Rücksicht auf seine Frau nehmen - offensichtlich eine Lüge.  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der Chef fehlte dann im Frühjahr 2008 bei Vorstandssitzungen in Berlin, seine Präsenz während der Sitzungswochen des Bundestages reduzierte er auf das Nötigste. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Noch war "Ulli", wie ihn in der Partei fast alle nannten und nennen, da Bundestagsabgeordneter und Parteichef. Aber in der Parteispitze wagte kaum jemand eine Wette darauf, wie lange das so bleibt. Er wusste, was da über ihn geredet wird, hatte seine Zuträger.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die Erosion seiner Autorität hatte also Anfang 2008 längst begonnen. Das Schwächeln eines ihrer Spitzenpolitiker führte in der SPD, wie der großen Koalition, dazu, dass lange schwelende Konflikte in aller Öffentlichkeit ausgetragen wurden. Müllers Dauerkritik an verschiedenen Regierungsentscheidungen, die &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;völlige Verkennung der Verhältnisse in der rot-roten Wowereit-Koalition in Berlin, die er zur "Abkehr von der einstigen SED-Politik, die es immer noch in der Linkspartei gibt" (Zitat von Müller) zwingen wollte, führen zu einer parteiinternen Rüge, die sich Müller im Sommer letzten Jahres so nicht gefallen ließ. Er trat erst als Superminister zurück und dann trat er auch noch aus der SPD aus. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Erst anschließend, so die Legende, traf er auf Ursula Maus, die zu diesem Zeitpunkt schon geschieden war, ließ sich von ihr coachen, beide verliebten sich und lebten seither zusammen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wahrheit, sieht aber möglicherweise ganz anders aus - wie so häufig bei Politikern in den vergangenen Jahren. &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-7574682847927760152?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/7574682847927760152/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=7574682847927760152' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/7574682847927760152'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/7574682847927760152'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/09/2009-09-25-spd-internetwahlkapf-ein.html' title='2009-09-25 | Was lief da mit Müller und der Frau Professor?'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-662619095002544286</id><published>2009-09-19T03:05:00.000-07:00</published><updated>2009-10-17T16:15:27.803-07:00</updated><title type='text'>2005-11-27 | Davidson redet über seine Scheidung</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;Von Melanie Zerbst für das INSIDE-MAGAZIN:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schwarze Brille, graues Jackett, konzentrierter Blick. Charly Davidson hat sich kurz vor seinem 48. Geburtstag, den er am 1. Dezember feiert,  für das Gespräch im Restaurant des Hotels Mercure einen Esstisch ausgesucht. Für seine Kritiker ist der gebürtige Waliser ein Berufsmelancholiker. Auch beim Interview brach der Rockpoet nicht in Gelächter aus. Dafür erzählt Davidson offen und durchaus mit Engagement über Panikattacken, die Scheidung von seiner langjährigen Ehefrau Sabine und sein Album "Reizwolf".&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Von Anfang der 90er-Jahre an hatte ich oft Panikattacken", sagt Davidson. "Drei unterschiedliche Therapien habe ich absolviert. Das waren gute, anregende Gesprächsrunden, aber sie brachten mir nichts. Erst eine weitere Therapie bei Dr. Gabelsberger hat etwas bewirkt." In der Nähe von Jena bewohnt Davidson ("Überflieger") mit Lebensgefährtin Ursula und deren 16-jähriger Tochter ein Haus, "bürgerlich deutsch", wie er kommentiert. Über die Trennung von seiner Ehefrau sagt der Sänger und Komponist: "Die Scheidung haben wir nun hinter uns. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere ist: Jetzt fangen neue Probleme an. Meine &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Lebensgefährtin &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; und ich wollen so bald als möglich zurück nach Jena in das Haus am Saalbahnhof, dorthin, wo auch meine Studios sind. Da lebt noch meine Ex-Frau mit den Kindern und die muss nun ausziehen. Das dauert."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der neuen Frau an seiner Seite, Berlinerin und von Beruf Kommunikationsexpertin, begegnete Davidson erstmals vor Jahren in einem Suhler Kulturzentrum. Er las aus seinen Büchern und faszinierte seine "Uschi" sofort. Die war erher zufällig in Suhl und schenkte Davidson nach der Lesung spontan ein Buch von Marc Bolan, das sie bei sich hatte. Es dauerte nicht lange und man lief sich noch das eine oder andere Mal über den Weg und beide verliebten sich ineinander.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Warum ist das so spät geschehen?" heißt es in einem Song auf "Reizwoilf" - hat Davidson ihn für "Uschi" getextet? "Meine neue Frau mag vielleicht der Anlass gewesen sein, über so etwas zu schreiben. Aber das ist für mich nicht wirklich entscheidend. Erfundenes kann genauso gut sein." Einen Lieblingssong hat Davidson auf seiner neuen CD nicht. "Ich liebe ... ich liebe doch alle ... alle meine Songs ... na ich liebe doch ... ich setzte mich doch dafür ein.", sagt er und ist für diesen einen Moment, in den Erich Mielke-Jargon verfallend, gar nicht mehr melancholisch.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-662619095002544286?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/662619095002544286/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=662619095002544286' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/662619095002544286'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/662619095002544286'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/09/2005-11-27-davidson-redet-uber-seine.html' title='2005-11-27 | Davidson redet über seine Scheidung'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-3358213688795443154</id><published>2009-09-11T00:55:00.000-07:00</published><updated>2009-09-14T01:35:00.575-07:00</updated><title type='text'>2001-09-11 | So weit so gut ... (Revisited)</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Erschüttert von der Ereignissen des  Vortages schrieb Charly Davidson am Morgen des 12. September 2001 seinen Text "&lt;a href="http://spiritofgermany.blogspot.com/2009/09/freitag-der-31-september-2009.html"&gt;So weit, so gut&lt;/a&gt;". Der Text, geschrieben während eines Meetings bei seiner Plattenfirma GLOBA in Köln, blieb bis heute unverändert. Charly dazu später in der Sendung "Erkläre Deinen Text" beim Süddeutschen Rundfunk:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Es war nur skuril zu nennen: Um uns herum schien die Welt einzustürzen und trotzdem hatte niemand bei der GLOBA den Mut dieses, ich muß es einmal so sagen, Scheiß-Treffen, das völlig bedeutungslos war, abzusagen. Dabei hatte die GLOBA selbst auch ein Büro im WTC gehabt. Und trotzdem beharrte man auf dem Treffen und will anstehende Probleme beim Musikmarketing besprechen, am Morgen des 12. September 2001.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, ich saß stumm am Tisch und dabei kam mir der Gedanke 'Du mußt jetzt einen Text schreiben' und das tat ich auch. Die Worte kamen direkt aus meinem Kopf in die Hand und ich schrieb ohne Plot, einfach 1 zu 1, was mir einfiel:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Kein Flug geht nach New York / Wir sitzen im Boot&lt;br /&gt;Gespenstische Stille / Der Kompass ist tot.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war ja tatsächlich so, daß alle Flughäfen gesperrt waren. Und wir alle, die ganze westliche Welt, saßen in einem Boot, wußten nicht, was wir zu dem gerade erlebten sagen sollten und es gab keine Richtung, in die wir uns hinbewegen wollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Staub auf der Brille / Wir wischen ihn weg&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Doch er kommt immer wieder / Wohin mit dem Dreck?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Staub war mein bestimmender EIndruck vom Einsturz des WTC. Eine feste Burg war binnen Sekunden versc hwunden undnzu Staub zerfallen. MAn versuchte ihn zu bändigen, doch er kam immer wieder, beherrschte alles.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Durch salzige Seen / Vorbei an Bergen von Schutt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Fassungslos staunend / Geht alles kaputt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Was so viele Jahre lang / Trotzend entstand -&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Staub in der Luft / Und Angst auf dem Land.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke dazu brauch ich nicht Weiteres zu sagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;So weit so gut, so nah so schlecht / Jetzt ist die Zeit, da wird gerächt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Was seit jeher ein Geld-Scheingefecht / So weit so gut, so nah so schlecht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedem war damals klar, daß die Anschläge auf die USA ein Rachefeldzug waren. Da brauchte man keine Bekennerschreiben, um sich dessen sicher zu sein. Aber diese Rachefeldzüge gab es ja auch schon zuvor mit vielen Toten. Nur unteressierte das kaum. SO WEIT SO GUT ... also dachte sich Osama Bin Laden etwas Großes aus, das die Menschen der westlichen Welt nicht mehr ignorieren konnten. Hat man diesen Code geknackt, dann erkärt sich alles weitere im Text von selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Symbolische Taten / Verübt ohne Wort&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Das CNN-Studio / Ist der sicherste Ort&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Die Welt, die sieht zu / Schaut in ein finsteres Loch&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Wir hören die Botschaft / Allein der Glaube fehlt noch.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Doch alles wird anders / Wir ahnen es schosn&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Die Unschuld hat verloren / Sie schlich sich davon&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Und die einen, die jubeln / Und die andern sind still -&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Es sind immer die Falschen / Deren Gott Rache will.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;So weit so gut, so nah so schlecht / Jetzt ist die Zeit, da wird gerächt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Was seit jeher ein Geld-Scheingefecht / So weit so gut, so nah so schlecht.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das alles entstand am Morgen des 12. September 2001; das Meeting begann um 9 Uhr und endete um 11 Uhr 20. Der Text ist wohl zwischen 9 Uhr 30 und 10 Uhr entstanden und ich habe ihn schon um 12 Uhr via E-Mai auf Reisen geschickt. Ich glaube Heiner Lürig, der Produzent von Heinz Rudolf Kunze, war einer der ersten, der ihn erhielt, unmittelbar nach meiner jetzigen Frau."&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-3358213688795443154?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/3358213688795443154/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=3358213688795443154' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/3358213688795443154'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/3358213688795443154'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/09/2001-09-11-so-weit-so-gut-revisited.html' title='2001-09-11 | So weit so gut ... (Revisited)'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-1408226454269696848</id><published>2009-08-22T13:59:00.001-07:00</published><updated>2009-08-22T14:00:44.111-07:00</updated><title type='text'>1977-10-03 | Charlys Statement zum Gerhard-Zwerenz-Film über Offenbach</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SpBcSKaCXAI/AAAAAAAAAuE/eskWx7M5tsM/s1600-h/ChD+Statement+zum+Gerhard-Zwerenz-Film.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 139px; height: 400px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SpBcSKaCXAI/AAAAAAAAAuE/eskWx7M5tsM/s400/ChD+Statement+zum+Gerhard-Zwerenz-Film.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5372895822553963522" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-1408226454269696848?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/1408226454269696848/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=1408226454269696848' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/1408226454269696848'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/1408226454269696848'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/08/1977-10-03charlys-statement-zum-gerhard.html' title='1977-10-03 | Charlys Statement zum Gerhard-Zwerenz-Film über Offenbach'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SpBcSKaCXAI/AAAAAAAAAuE/eskWx7M5tsM/s72-c/ChD+Statement+zum+Gerhard-Zwerenz-Film.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-7278687951572511190</id><published>2009-07-30T05:30:00.000-07:00</published><updated>2010-01-13T08:11:45.582-08:00</updated><title type='text'>2008-09-11 | Brief an die Geschäftsführer des Wiegand-Verlags</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Am 11. September 2008 schrieb Charly Davidson einen Brief an die Geschäftsführer des Wiegand-Verlages:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;   "Zum Sterben auf die Insel" - Ihr Bericht über mich in NEU &amp;amp; AKTUELL Nr. 36/2008&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;   Sehr geehrter Herr Viezmann, sehr geehrter Herr Baringer,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;   sicherlich werden Sie sich wundern, dass Sie diese Zeilen von mir erhalten. Denn wenn Sie dem Beitrag aus Ihrer Zeitschrift NEU &amp;amp; AKTUELL vom 2. September 2008 Glauben schenken, steht es "traurig um meine Gesundheit", denn ich habe mich "zum Sterben auf die Insel" zurückgezogen. Meine "Seele hofft" aber nicht "nur noch auf ihre Ruhe", sondern verspürt vielmehr den Drang nach sauberer journalistischer Berichterstattung. Ich muss doch sagen, dass ich mich sehr über den Artikel zu meinem angeblichen Gesundheitszustand gewundert habe und mich fragte, wie Ihre Redaktion nach einem Telefongespräch mit meiner Tochter, das diese zudem auch noch abbrach, als Ihr Mitarbeiten endlich erklärte, was er mi dem Anruf bezwecke, zu dieser unseriösen Diagnose kam. Besonders dreist finden meine Tochter und ich die Textpassage "plötzlich brach seine Tochter das Gespräch ab, so nah ging ihr das Schicksal des geliebten Vaters".&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;   Ich fühle mich, wie ich versichern kann, gesund und stark genug, um noch viele Jahre zu leben. Erst am vergangenen Freitag habe ich im schweizerischen Winterthur  für meine künstlerische Arbeit den "Electro World Award" entgegengenommen. Daher bin ich weder "schlapp" noch habe ich "Deutschland den Rücken gekehrt". Mir geht es gut und schon bald werde ich wieder in die Führung meiner Firmen zurückkehren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;   Ich möchte Sie auffordern, in Zukunft Ihrer journalistischen Sorgfaltspflicht nachzukommen und Ihre angeblichen "Tatsachenberichte" besser zu recherchieren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-7278687951572511190?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/7278687951572511190/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=7278687951572511190' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/7278687951572511190'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/7278687951572511190'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/07/2008-09-11-brief-die-geschaftsfuhrer.html' title='2008-09-11 | Brief an die Geschäftsführer des Wiegand-Verlags'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-6590657878522758463</id><published>2009-07-23T05:53:00.000-07:00</published><updated>2009-07-27T00:37:50.829-07:00</updated><title type='text'>2007-07-31 | Bekenntnis: Charly Davidson war von Schmerztabletten abhängig</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Er gehört zu den bodenständigen und trotzdem unkonventionellen Musikern Deutschlands: Jetzt sprach Charly Davidson erstmals offen über seine Tabletten-Abhängigkeit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Frankfurt - Deutsch-Rocker Charly Davidson überrascht mit einem offenen Bekenntnis: &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://maxikilian.blogspot.com/2009/04/2007-08-05-die-kunst-die-moral-und-ein.html"&gt;In einem Interview mit dem TAGESSPIEGEL AM SONNTAG, welches am 05. August 2007 veröffentlicht werden wird&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, hat der 49-Jährige zugegeben, von Medikamenten abhängig gewesen zu sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;„Ich bin eher durch Zufall darauf gekommen, dass bei mir die Einnahme einer bestimmten Schmerztablette, wenn ich überhaupt gar keine Schmerzen habe, eine Euphorie auslöst, die etwa die zwei Stunden des Konzertes andauert. Genau das war es, was ich auf meinen letzten Touren brauchte und das war ein unfassbarer Selbstbetrug.“, sagte der Musiker dem TAGESSPIEGEL. „Mehrere Jahre habe ich dieses Konstrukt für meine Auftritte benutzt. Dies obwohl ich ein viertel Jahrhundert davor einen Song über genau diese Situation geschrieben hatte.“, weiß Davidson.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wie lange er abhängig war und wie Davidson den Absprung schaffte, verrät er nicht. Er habe allerdings schon vor einiger Zeit gemerkt, dass das nicht der richtige Weg sei. „Die Tabletten wieder einzunehmen, anzunehmen, war für mich keine Option, denn früher gab es auch schon mal Entzugserscheinungen, wenn das Zeug nicht mehr richtig wirkte. Beim Rasieren habe ich da schon mal gleich noch die Hälfte meines Kopfhaares mit entfernt oder ich habe mich mehrmals auf der Bühne knapp neben einen Stuhl gesetzt. Sie erinnern sich? Das Publikum feierte diese Einlage immer als Metapher, aber es war bitterer Ernst. Da wurde es höchste Zeit, &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.netdoktor.de/Medikamente/Novaminsulfon-ratiopharm-100002011.html"&gt;meine Abhängigkeit von der Firma Merckle Ratiopharm&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; zu beenden.“, sagte der Sänger.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson ist bekannt als Deutschrock-Sänger und Elektronikmusiker, gilt als der Erfinder der „&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lounge-Musik"&gt;Lounge Musik&lt;/a&gt;“. Seit Anfang letzten Jahres ist er mit der Kommunikationsexpertin Ursula Maus, verheiratet und arbeitet seit einigen Jahren auch erfolgreich als Literat.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-6590657878522758463?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/6590657878522758463/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=6590657878522758463' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6590657878522758463'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6590657878522758463'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/07/2007-07-31bekenntnis-charly-davidson.html' title='2007-07-31 | Bekenntnis: Charly Davidson war von Schmerztabletten abhängig'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-228136553636795786</id><published>2009-07-10T02:34:00.000-07:00</published><updated>2009-07-23T06:03:37.856-07:00</updated><title type='text'>2009-03-10 | Davidsons Instrumentensammlung</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/404537"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 315px; height: 53px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SlcN2BU9XGI/AAAAAAAAAd8/hQfnmUIYgzc/s320/musikmoment+logo.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5356765503500934242" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Charly Davidson hinterlässt Musik für die Ewigkeit. Und ein illustre Muskinstrumentensammlung. Besonderheit: Alle Instrumente funktionieren noch. MUSIKMOMENT hat sich Davidsons Sammlung genauer angesehen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Ich durfte exklusiv in Charly's Studio, nach dessen Tod. Ein ganz blödes Gefühl, weil es doch seine Sammlung, sein persönliches Eigentum ist. Aber wenn Legenden abtreten, geht auch immer ein Stück der eigenen Vergangenheit. Ob man nun Fan war oder nicht. Mir war der gute Charly immer ein bisschen zu provokativ, teilweise verschroben, seine Musik ein Extrem zwischen Advangarde und Massenkompatibilität. Der Blick in Charly Davidsons Studio ist übrigens nicht erst seit seinem Ableben möglich. Popgrößen wie DEMODE PECH, Roger Watts und 2You produzierten hier ihre Alben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit ist es nun vorbei, das Studio soll versteigert werden. Im Internet gibt es auch einen virtuellen Auktionskatalog voller großer und kleiner Davidson-Schätze. Echte Freunde wären Charly und ich wohl nie geworden - aber, mein Gott, hatte der Kerl coole Musikinstrumente! Ich kann sie sehen, wie sie in Regalen aufgereiht sind, unverpackt aber trotzdem nicht verstaubt ..."&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-228136553636795786?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/228136553636795786/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=228136553636795786' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/228136553636795786'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/228136553636795786'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/07/2009-02-02davidsons-instrumentensammlun.html' title='2009-03-10 | Davidsons Instrumentensammlung'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SlcN2BU9XGI/AAAAAAAAAd8/hQfnmUIYgzc/s72-c/musikmoment+logo.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-103544647315451585</id><published>2009-07-03T02:46:00.001-07:00</published><updated>2009-09-20T10:03:29.170-07:00</updated><title type='text'>2007-07-03 | Mehr über Ursula Maus</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SlsSb20OzpI/AAAAAAAAAfM/0Z_wsmpkLyg/s1600-h/U-MA+Webseite+2007.bmp"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 243px; height: 167px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SlsSb20OzpI/AAAAAAAAAfM/0Z_wsmpkLyg/s400/U-MA+Webseite+2007.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5357896451467693714" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold; font-style: italic;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;br /&gt;Eintrag auf der Webseite von Frau Ursula Maus vom 03. Juli 2007:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Deuschlandweit bekannt als eine visionäre Vordenkerin ist Frau Prof. Dr. Ursula Maus als Buchautorin, Dozentin, Expertin und Beraterin für Kommunikationsfragen tätig. Allein im Jahr 2006 sind mehr als 20 Artikel über ihre Arbeit erschienen, u. a. in der ZEIT, dem FOCUS, dem TAGESSPIEGEL oder der Illustrierten BUNTE.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In den letzten Jahren hielt Frau Prof. Dr. Ursula Maus Vorträge bei den Konferenzen KOMM-UNI, I.G.E.L., MENSCH UND WELT, KOMMUNIKATION: GESTERN - MORGEN - HEUTE oder dem TALK/TALK FORUM und führte Führungskräfte-Schulungen durch, u. a. bei SUBWAYS, L’OREAL, APPLE  sowie verschiedenen Mediafirmen. Seit 2003 ist sie bei der Aktion EINFACH ZUHÖREN der Bundesregierung aktiv, seit 2006 Professorin der Universität Duisburg Essen. Zuvor arbeitete sie fast zwei Jahrzehnte als Führungskraft in beiden Teilen Deutschlands.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Im Laufe der Jahre hat Frau Prof. Dr. Ursula Maus verschiedene Konzepte, Trainingsmethoden und Seminare zu dem Themen Kommunikationscoaching und Karriereberatung entwickelt, hält Workshops und Moderationen zu den Themen, bereitet Klienten Individuell auf Reden für geschäftliche und gesellschaftliche Anlässe vor.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In dem Buch „Kommunikation? - Ja, bitte!“ von Joachim B. Brockhaus wurde Prof. Dr. Ursula Maus als wegbereitende Visionärin für die Branche beschrieben. Ihre eigenen Bücher „Soziale Kommunikation“ und „Es gibt kein Kommunikationsproblem“ zählen inzwischen zur anerkannten Fachliteratur.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Frau Prof. Dr. Ursula Maus erreichen Sie unter der E-Mail-Adresse: direktkontakt@u-ma.me"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;© Ursula Maus 2005-2007 &lt;a href="http://web.archive.org/web/*/http://www.u-ma.me"&gt;www.u-ma.me&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-103544647315451585?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/103544647315451585/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=103544647315451585' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/103544647315451585'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/103544647315451585'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/07/1994-06-03-sind-tote-musiker-die.html' title='2007-07-03 | Mehr über Ursula Maus'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SlsSb20OzpI/AAAAAAAAAfM/0Z_wsmpkLyg/s72-c/U-MA+Webseite+2007.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-7694782920431978994</id><published>2009-06-29T03:20:00.000-07:00</published><updated>2009-07-04T20:53:17.558-07:00</updated><title type='text'>1994-06-26 | Sind tote Musiker die besseren Künstler?</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;fragt sich Bertrand Titz und hat hierzu ein Interview der Yellow-Press-Postille AKTUELL gelesen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Ein Künstler zieht sich in die eigene Vergangenheit zurück: Deutsch-Rock-Elektroniker Charly Davidson will keine neuen Songs mehr schreiben und bastelt lieber an einem Monument.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der als Charly Davidson bekannte Sänger und Komponist Karl David Korff, seit 1982 in der deutschen Musikszene nicht mehr wegzudenken, entsagte jüngst in der TV-Late-Show von Thomas Gottschalk offiziell dem Showrummel, trat bei der TV-Legende flegelhaft und mit Zottelbart auf. Und Davidson erklärte, er wolle fortan nur noch als Literat arbeiten. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nun lies sich der Musiker von der Boulevard-Zeitschrift AKTUELL interviewen und präzisierte dabei seine Pläne. Angesprochen auf sein aktuelles Album "Massenkampf", das sich immer noch in den Top 50 der Deutschen Albumcharts hält, sagte er, dass er keine neuen Songs mehr schreiben würde und "Massenkampf" sein letztes reguläres Album  sein wird.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Grund für das Ende: Charlys Ärger mit den Medien und vor allem den Plattenfirmen. "Gegen Ende des 20. Jahrhunderts scheinen viele Leute in verantwortlichen Positionen nicht mehr an ihre Mission zu glauben: Würde sonst das Traditionslabel EMI Elektrola nicht Helge Schneider unter Vertrag nehmen und dafür renomierte Musiker ziehen lassen. Oder der Sony-Konzern zum Beispiel, er kaufte zuerst das CBS-Label auf, entließ dann aber viele CBS-Künstler aus ihren Verträgen , baut nun neue Stars auf. Das haben so großartige Menschen wie etwa Ulla Meinecke nicht verdient." Doch Davidson geht noch weiter in seiner Kritik. "Erst wenn Du tot bist", sagte er der Zeitschrift AKTUELL "wirst Du wieder interessant für diese Labels" und er erinnert an Heiner Pudelko, der letztes Jahr starb, und dem dessen alte Plattenfirma WEA unter dem Titel „Mit artigsten Grüßen“ nun eine Kompilation widmete. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das rege an zum Nachdenken, sagt Davidson. Es sei erstaunlich, "daß den Musikfans deren Lieblingsmusiker am liebsten tot serviert werden, weshalb sie der Gegenwart latent misstrauen." Ach ja: GLOBA, seine Plattenfirma, reihe er da nicht ein; ein Schelm, wer daraus die falschen Schlüsse zieht. Er, Davidson, jedenfalls widme sich derzeit neben seinen literarischen Exkursionen einer musikalischen Großproduktion, die er 1992 begonnen habe. Aus Songs und Liedfragmenten verschiedener Jahrzehnte baue er ein "Monument" zusammen; so solle das Werk dann auch heißen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Neuneinhalb Stunden lang werde es sein und damit wohl das längste Musikstück der Welt. Bei welchem Label es erscheinen wird? Davidson habe gegrinst, so berichtet die Interviewerin der Zeitschrift AKTUELL, sich durch den Bart gestrichen und geschwiegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;Dieser Text ist erschienen bei ororor-press © 1994; das Interview erschien in AKTUELL © 26/94&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-7694782920431978994?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/7694782920431978994/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=7694782920431978994' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/7694782920431978994'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/7694782920431978994'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/06/1994-06-03-sind-tote-musiker-die.html' title='1994-06-26 | Sind tote Musiker die besseren Künstler?'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-6382158342017424361</id><published>2009-06-23T01:31:00.001-07:00</published><updated>2009-09-25T01:38:19.312-07:00</updated><title type='text'>1984-09-22 | Verfolgt und trotzdem aufgenommen</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Liedermacher Charly Davidson mit Begleitung auf Tournee&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Tillmann Wächter berichtet&lt;/span&gt; &lt;span style="font-family:arial;"&gt;© Neue Presse, Ausgabe 38, 1984&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SryBLYtTKFI/AAAAAAAABEo/FEfIcp-80ww/s1600-h/ChD+Zwei+Cover+II.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 99px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SryBLYtTKFI/AAAAAAAABEo/FEfIcp-80ww/s200/ChD+Zwei+Cover+II.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5385321287039264850" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Irgendwie anstrengend muß es sein, erfolgreich zu werden: „Oh, Offenbach war schwierig! Sieben Zugaben hat man uns abverlangt! So einfach wollten die uns nicht von der Bühne lassen!" Charly Davidson läßt sich, ebenso müde wie stolz auf einen Stuhl in der Kneipe des JuZ in Selbstverwaltung in Fechenheim fallen, nur drei Kilometer von Theater Offenbach entfernt. Sein Konzert mit der vierköpfigen 'Begleitung' war schrecklich gut. Das Heim-Publikum (Davidson hatte fünfzehn Jahre in Offenbach gewohnt) war gar nicht zu bändigen. Nun freut sich der in Wales geborene Sänger mit deutschen Wurzeln in gespielter Gelassenheit über seinen Erfolg. Aber Charly Davidson hat ja recht: Seine mittlerweile dritte Schallplatten-Tournee durch die Bundesrepublik läuft, trotz mäßigen Erfolges der zwei ersten Langspielplatten, dank des neuen Albums 'Zeichensprache' und Platz 9 der Hitparade überraschend erfolgreich. Nicht wenig Anteil daran hat ein Hit, der gar nicht so geplant war. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;'Man soll nicht alles machen, was gut riecht' lautet das extravagante Motto seiner spätsommerlichen Reise durch die deutschen Konzertsäle und Clubs. Es klingt wie eine gut gemeinte Empfehlung an die wegen der NATO-„Nachrüstung“ verzagenden Menschen: Habt keine Panik, der Retter in Gestalt von Charly Davidson naht! „Ich bin des Ausweg aus dem kalten Krieg. Frieden schaffen ohne Waffen. Mit Musik gegen den Krieg ist meine Devise“, schreibt er in einer Pressemitteilung zur Tour und signalisiert damit auch, daß seine Band 'Begleitung' eben doch nur eine Begleiung für Charly D. ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson hat ein besonderes Geschick dafür, sich mit Ereignissen dieser Welt in Verbindung zu bringen, seien sie kultureller oder politischer Natur. In einer selbst verfaßten kurzen Biographie, die von seiner Plattenfirma vertrieben wird, erfahren wir über sein Geburtsjahr „1957: die 'Pamir' sinkt, Alfred Döblin stirbt, Charly Davidson wird geboren.“ Welch Wunder! So wird also die Lücke, die der jüdische „Alexanderplatz“-Schriftsteller hinterlassen hat und der Tod von 80 Schulschiffmatrosen wettgemacht: durch ein Waliser Auswandererkind. Glaubt Davidson wirklich, dass der Lauf der Welt so ist?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Abseits der Großspur gibt Davidson aber tatsächlich zu großen Hoffnungen Anlaß: Mit fünfzehn Jahren baut er sich 1973 einen ersten eigenen Synthesizer, mit siebzehn gründet er eine Folkband, mit neunzehn, im wilden Herbst 1977, ist er Sänger in einer Politrockband und hat gerade mal einfach so David Bowie in Berlin besucht und ihn auf die Idee für den Titel 'V2 Schneider' gebracht, mit einundzwanzig tingelt er mit seinem ersten literarisch-kabarettistischen Programm durch die Lande, mit dreiundzwanzig wird er von der Plattenfirma BLUE LIPS entdeckt und erhält sofort einen Plattenvertrag über gleich drei Produktionen, der es ihm ermöglicht eine eigene Band, die er 'Begleitung' nennt, zusammenzustellen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;1982 veröffentlicht Charly Davidson sein erstes, vielbeachtetes Album 'Kontaktaufnahme', das auch im gleichen Jahr mit der 'Goldenen Liese', dem Göttinger Kleinkunstpreis ausgezeichnet wurde. Letztes Jahr brachte er mit 'Das kleine Mal' eine weitere, vor allem wegen  ihrer Texte, hoch gelobte Platte auf den Markt, die aber kommerziell weitgehend erfolglos blieb. Doch namhafte Kritiker sind nun überzeugt von seiner Größe, Rundfunk und Fernsehanstalten hofieren ihn. Wie kann da jemand, dessen Schwäche Bescheidenheit ist, die nötige Selbstkritik erlangen, ohne die ein intellektuelles Œuvre kaum denkbar ist?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Charly schaffte es, denn das diesjähige dritte Album brachte ihm überraschend seinen ersten Chartserfolg: 'Buschmann' und gleich schimpfte die intellektuelle Elite. Fritz J. Raddatz wetterte in der ZEIT: „Versatzstücke deutscher Klassik mit ihren sprachlichen Archaismen wechseln mit Ausdrücken der Gegenwartssprache, die zu singen jedes Menschen Kehle sich weigern müßte." Doch singen will und muß Charly Davidson auch weiterhin und kann es wohl auch unbesorgt, denn neben seiner eigenen Plattenfirma, die ihren Vertrag mit ihm verlängern will, stehen, nach eigener Aussage, nun auch große Plattenlabels vor seiner Tür und bitten um Einlass. Nehmen wir nur einmal den Song "&lt;a href="http://spiritofgermany.blogspot.com/2009/09/samstag-der-19-september-2009-edit-2.html"&gt;Dolmetscher&lt;/a&gt;": &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; In Intellektuellenkreise wurde der Text ja hinreichend diskutiert, &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;aber man ist geneigt sich zu fragen, ob das Publikum versteht über was es in dem Song geht, nämlich um Pädophilie, um die Liebe eines Lehrers zu einem Schüler. Er scheint nicht absurd, anzunehmen, daß man hier im Publikum wahrscheinlich nur verstanden, daß da Einer einem was zu sagen hat - egal was auch immer.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson ist ohne Frage ein sehr talentierter und ehrgeiziger Mensch. Es gibt eine ganze Reihe von schönen, gelungenen und unprätentiösen Davidson-Liedern, doch es gibt noch eine viel größere Anzahl von Liedertexten, die in ihrem unbedingten Willen zur literarischen Größe oft knapp, aber deutlich daneben gehen. Wer sich auskennt in der Literatur, der liest ohne Probleme die Vorbilder heraus, an denen Davidsons Sprache sich formt. Man ahnt dabei, nach wievielen Seiten er sich umschaut, bevor ein paar Worte zu Papier gebracht werden. Und wenn Charly komisch sein will, kommt ihm manchmal die Unfreiwilligkeit zu Hilfe. So beginnt sein Lied 'Gleich werde ich eine Suppe mit ihr essen' mit den Zeilen: „Ich sitz' hier / und Du sitzt da / und ich weiß nicht / wo ich wohl war / als Du in mein Leben / geraten bist / lass mich raten / wer Du bist.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nun mag einer einwenden, das sei alles Absicht, Ironie, bewußte Irreführung der Kulturschaffenden. Indes: Ich glaube das nicht. Ich glaube vielmehr, daß die größte Schwäche von Charly Davidson eine mangelhaft entwickelte Beurteilung eigener Stärken ist. Ihm fehlt die Distanz von seinen Texten, der Humor, Textfragmente zu zerknüllen und lachend über die eigene Einfalt wegzuwerfen. Das klingt paradox: Jemand, der Wortwitz hat, muß doch auch Humor haben! In diesem Fall fürchte ich: nein. Dieser Mann nimmt sich selber viel zu ernst. Jedenfalls auf Platte. In den Konzerten macht er es anders und besser. In den Pausen zwischen den Liedern bringt er Literarisches zu Gehör, teils gereimte, teils prosaische Statements zur Lage der Nation, der Welt und der Menschheit. Seit 1978 macht er das schon und hat es, wie er gerne zugibt, bei Hanns Dieter Hüsch abgeschaut.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In diesen Momenten ist er in seiner literarischen Qualität unberechenbar. Bei diesen Vorträgen, denen die muskalische 'Begleitung' meist tumb und beschäftigungslos folgt und vor allem auf das Ende des Textes zu achten scheint, ist Davidsons Sprache nicht nur beeinflußt, sondern geradezu überspült von Hüschschen Stilelementen. Da schwatzt Davidson virtuos wie sein Vorbild über was weltpolitische im Privaten, das Triviale im Erhabnen, die Poesie der nackten Wahrheit. Das wird vom Publikum sofort begriffen und heftig beklatscht. Zwar hat man das, über was er erzählt, auch schon vorher gewußt. Aber Davidson läßt einen erleben, daß es anderen Menschen wohl auch so geht wie ihm oder seinen Protagonisten. Selbstläufer sind dabei Allgemeinplätze wie „Wer politische Sendungen im Fernsehen einschaltet, der kann getrost abschalten“ - hier kann er sich der Akklamation des Publikums gewiß sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Viele seiner kurzen Pointen, saugen die Zuhörer mit wahrer Lust derart auf, daß man denkt, er müßte selbst erschrecken über die Lachbereitschaft seiner Zuhörer, denn, wenn er wirklich einmal etwas Wichtiges zu sagen hat, etwas, das ihm ernst ist, reagiert das Publikum oft irritiert und wartet auf den Gag. Das zeigt, daß er eben noch kein guter Entertainer ist, der sein Publikum nach Belieben beherrscht. Charly Davidson möchte der empfindsame Bohème sein, der vom Publikum auch für seine Späße geliebt wird; ein Otto Waalkes auf höchstem intellektuellen Niveau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wohl aus deshalb soll seine nächste Platte, die ein Abbild der Tournee sein wird, nicht einfach nur 'Livealbum' heißen sondern - man höre und staune - 'Verfolgt und trotzdem aufgenommen'. Das ist es, was Charly D. wirklich beherrscht: den Spagat zwischen allen Stühlen.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;----------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Anmerkung: Offensichtlich ist jedermann käuflich. Nach diesem vernichtenden Artikel beauftragte die GLOBA &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Tillmann Wächter damit,die Presse-Info&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; für die Tour 1985 zu verfassen (wie man später erzählte, im Auftrag von ChD).&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-6382158342017424361?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/6382158342017424361/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=6382158342017424361' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6382158342017424361'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6382158342017424361'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/06/1984-09-22-verfolgt-und-trotzdem.html' title='1984-09-22 | Verfolgt und trotzdem aufgenommen'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SryBLYtTKFI/AAAAAAAABEo/FEfIcp-80ww/s72-c/ChD+Zwei+Cover+II.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-4439815963061043231</id><published>2009-05-16T21:01:00.000-07:00</published><updated>2010-11-01T02:17:35.089-07:00</updated><title type='text'>2000-09-30 | Eine entschärfte Rebellion</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;"Charly Davidson in der Offenbacher Stadthalle"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;(FP) - So kennt man ihn. Charly Davidson, der Erfinder des deutschen "Problembewältigungs-Rocksongs", hob wieder den moralischen Zeigefinger. "Schlangenbeschwerer" nennt er seine aktuelle Tour. Das von ihm textlich in die Mangel genommene Volk hängt weiter an seinen Lippen. Trotzdem - oder gerade deshalb?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die engen Glastüren der Offenbacher Stadthalle saugen die mutmaßlich nach anderer Unterhaltung, als derzeit angesagt, strebenden Musikfans hinein. Heute dürfen sie mal wieder ganz betroffen sein über die Ungerechtigkeitt der Welt, dürfen vom fairen Umgang mit Werten und Menschen träumen, trotz Teilnahme am Marenge-Kurs und 7er-BMW. Der Mann der dies möglich macht &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ist auch nach mehr als drei Jahrzehnten 'on stage' immer noch ein Straßenfeger: Charly Davidson &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Man kommt zahlreich und pünktlich, denn "Deutschlands letzte Hoffnung auf den Pop-Olymp" (Davidson über Davidson) hat zur musikalischen Moralpredigt gerufen. Pünktlich ist - soviel Deutsches muss eben sein - auch ChD, denn der fängt minutengenau an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gutgelaunt, mit ebenso motivierter Begleit(ung)-Band, legt er los. Es ist der Beginn eines Feuerwerks an Wortspielen und Metaphern. Schonungslos seine Kritik an der Welt und dem Kapitalismus, bitter die Bestandsaufnahme zum Zustand der Deutschen Musik und Jugend. Im Allgemeinen sowieso und im Speziellen natürlich über den Zustand von Parteien, Dieter Bohlen und jedem Einzelnen von uns.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Als wolle er die heutige Generation, die seine Platten schon lange nicht mehr kauft und dem Konzert gar nicht beiwohnt, weil sie lieber Moses Pelham oder Sabrina Setlur zuhören, mit Gutmensch-Argumenten beschwören, berieselt Charly Davidson gießkannengleich als Ausgleich seine anwesenden Zuhörer. Das kommt bei denen, die gekommen sind, trotzdem gut an: fast alles in die Jahre gekommene Fans, die er "Lichtblicke" nennt. Jede Pointe wird von ihnen frenetisch bejubelt und fast könnte man glauben, von nun an werde die Welt wirklich ein klein wenig besser sein. Aber Alleswisser-Charly selbst raubt den Anwesenden diese Hoffnung. Alles werde so bleiben, wie es ist, sagt er, sich selbst dabei jedoch ausnehmend. "Mit mir war schon immer alles anders" skandiert er ins Publikum und das bejubelt ihn dafür.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit zunehmender Dauer des Konzertes konzentrieren sich Charly Davidson und seine Mannen dann doch mehr und mehr auf die Musik, guter Deutsch-Rock mit Elektronik Elementen inklusive eines hörenwerten Synthesizer-Solos des Meisters. Das kann er und das macht auf seine unverwechselbare Art wie kaum ein Zweiter. Und so wird aus der Menschen-Schlangen-Beschwerde letztlich doch ein erlebenswertes Konzert mit einem Hauch weiter Welt und der notwendigen Prise Rebellion. Entschäft natürlich, damit man sich danach nicht am Boden zerstört sondern ein klein wenig besser fühlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Von Peter Takt geschrieben für die FRANKFURTER PRESSE&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-4439815963061043231?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/4439815963061043231/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=4439815963061043231' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/4439815963061043231'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/4439815963061043231'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/05/2000-09-30-der-ubliche-protest.html' title='2000-09-30 | Eine entschärfte Rebellion'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-3360485913793533552</id><published>2009-05-09T22:11:00.000-07:00</published><updated>2010-10-18T04:08:24.013-07:00</updated><title type='text'>2005-07-17 | Der Reizwolf mal ganz zahm</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Interview mit Charly Davidson im ONLINE DIENST:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Herr Davidson, Ihre Karriere begann damals mit der Teilnahme an einem Singer-/Songwriter-Wettbewerb im Planetarium Stuttgart. Später haben Sie im Fernsehen, quasi als Pionier von Sendungen wie "Deutschland sucht den Superstar" und "Popstars", die Castingshow für Musktalente wieder hoffähig gemacht. Was halten Sie von derartigen Wettbewerben? Was bringen diese dem Künstler?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das kommt auf den Wettbewerb an. In meinen Augen war der Vorzug bei mir damals und bei dem, was ich für RTL gemacht hatte, und was ja schnell weider eingestellt wurde, und das scheint mir der Gegensatz zu dem zu sein, was man heute im Fernsehen sieht, dass komplette Talente gesucht wurden. Also Leute, die nicht nur irgendwas nachsingen, was ihnen eine Jury vorgibt, sondrn mit ihrem eigenen Material angetreten sind. Heute wird angeblich ein Popstar gesucht, also im Grunde jemand, der jahre- oder jahrzehntelang die Leute mit seinen Songs erfreut, aber gefunden wird ein kurzlebiges Windei, gedrillt zum Nachahmer und nicht motiviert zur eigenständigen Persönlichkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Aufgrund des heutigen Überangebots an Nachwuchsmusikern müssen Künstler immer stärker vermarktet werden, um nicht als Eintagsfliegen zu enden. Inwieweit geht dabei die Individualität, künstlerische Freiheit und die musikalische Qualität verloren?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß gar nicht, ob das Angebot heute so viel größer ist als früher. Ich habe manchmal den Eindruck, zwischen 1965 und 1985 war die Musikszene noch sehr viel lebendiger und es gab vor allem auf der Bandseite eine unheimliche Landschaft von Leuten, die was versucht haben. Ich habe manchmal den Eindruck, das ist eher ein bisschen weniger geworden. Und bei diesen Shows im Fernsehen, die das nun heranzüchten auf ihre spezielle Art und Weise, da melden sich ja auch viele Leute, die wirklich unbedarft sind. Die werden dann auf eine Weise fertig gemacht und gedemütigt, dass ich mir gar nicht erklären kann, warum man sich dem freiwillig aussetzt oder warum nicht Papa und Mama oder gute Freunde mal vorher sagen: „Mein Kind, lass das. Da hast du keine Chance“. Da sind ja auch wirklich viele talentfreie Talente dabei. Es ist schwerer geworden, finde ich, seinen Weg zu finden, weil diese Fernsehshows falsche Vorbilder generieren, weil sie meiner Meinung nach den falschen Ansatz haben und weil draußen im Lande die Situation sich live zu erproben viel schwieriger geworden ist. Es gibt ja kaum noch wirklich kleine Clubs, wo man einfach mal auftreten darf, auch wenn man noch nichts ist. Und das ist eine Katze, die sich in den Schwanz beißt. Man muss schon was sein, um auftreten zu dürfen, und wie wird man denn was, ja, wenn man auftritt - eigentlich. Und das ist teuflisch und dadurch für die jungen Leute von heute viel, viel schwieriger geworden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Aktuell überschwemmt eine neue deutsche Singer-/Songwriter-Welle die Musikszene und das auch noch sehr erfolgreich. Wie bewerten Sie die Qualität dieser Künstler?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich finde es ganz gut, dass diese Frage, die ich noch, und meinesgleichen, also Grönemeyer, Kunze, Westernhagen und wie sie alle heißen, früher öfter im Radio beantworten mussten: „Warum singen sie eigentlich in Deutsch?“, Geschichte geworden ist. Heute ist es doch im Gurnde egal, ob man nun englisch oder deutsch singt. Man sollte aber, früher wie heute, nicht bergessen, dass man seine Muttersprache maskiert, wenn man anstatt in Deutsch in Englisch singt. Also, ich für meinen Teil kann ja sehr gut englisch, bin in Wales geboren und aufgewachsen, aber ich würde mich nie trauen eine durchgängig englische Platte zu schreiben, weil ich einfach weiß, wie blöse das ist, wenn jemand aus Bristol oder aus Liverpool nicht an irgendeiner Stelle eines Songs totlacht, genauso wie wir uns wahrscheinlich totlachen würden, wenn ein Engländer auf die Idee käme, Texte in Deutsch zu schreiben und die dann auch noch , womöglich falsch betont, zu singen. Also, da trau ich mich gar nicht ran. Und die Idee, dass man so es leichter zur internationalen Karriere hätte ist ja im Grunde eine Seifenblase, denn die Erfolgsquote ist vielleicht 10.000 zu 1. "Ist doch gar nicht so schlecht die Quote", hat mir mal eine junge Dame geantwortet. Also, ich weiß nicht. Wenn ich mir ein Fußballstadion vorstelle, gut gefüllt, und jemand würde sagen: Alle im Stadion müssen sterben bis auf einen oder eine - also, ich würde zusehen, dass ich da so schnell wie möglich rauskomme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Was ist noch wichtig für einen Nachwuchskünstler außer der Überlegung, in welcher Sprache er seine Texte singt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Originalität ist für mich das Wichtigste. Und ob man nun so gut singen kann, wie Luciano Pavarotti, das ist mir relativ egal, das interessiert mich nicht. Nachgemachtes interessiert mich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wie schmal ist dabei der Grat zwischen Kredibilität und Kommerz?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehr schmal. Man muss schon, wenn es etwas werden soll, Glück haben, dass jemand von der Plattenindustrie das mitkriegt, der den nötigen Mut aufbringt und das nicht „auf die Schnelle“ produziert, sondern sagt, hier bleibe ich ein paar Jahre dran. Das kostet selbstverständlich erstmal Geld, aber, ich sehe das so wie bei der Renovierung eines Hauses: das richtig investierte Geld wird sich rechnen und man hat davon langfristig mehr, als von einer Billig-Reparatur.  Es gibt solche Leute, Menschen, die die Musik auch mögen, die sie verkaufen, aber es ist schwer, sie zu finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ende diesen Jahres soll Ihr neues Album "Reizwolf" erscheinen. Wie geht der Arbeitsprozess voran?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während wir jetzt hier sitzen, wird gerade eifrig gemischt in drei verschiedenen Studios in Jena, Berlin und bei Frankfurt. Die Aufnahmen haben wir gerade beendet. Das waren acht Wochen und dazu kommen jetzt noch drei Wochen Abmischung, damit im Oktober die erste Single kommen kann, die heißt "Wach auf", und dann im November das Album. Im Dezember folgt dann die Tour.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Hat sich ihre Arbeitsweise im Laufe Ihrer Musikkarriere verändert? Wie entstehen Ihre Songs?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da haben wir heute nicht die Zeit, hier ausführlich darauf einzugehen. Angefangen habe ich als alleinstehender Musiker zur Mitte der 1970er Jahre, dann hatte ich einer Reihe von Jahren eine Band, dann eine zweite Band, dann eine dritte und jetzt habe ich eine neue, in der alle mitkomponieren - das war früher nicht so. Das habe ich in der Anfangszeit ganz alleine gemacht, zuerst mit Lukas Linde, den ich übrigens vor einiger Zeit wiedergetroffen habe und mit dem ich mich inzwischen wieder super ´verstehe, dann waren viele Jahre Helmut Prosa ich das Autoren-Duo. Und seitdem Helmut jetzt nicht mehr dabei ist, hat sich das eigentlich auf alle Schultern verteilt und von jedem kommt etwas, das muss man dann ausbalancieren, damit keiner das Gefühl hat, zu kurz zu kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Was können ihre Fans von Ihrem kommenden Album erwarten? Inwieweit hat sich Ihre Musik in den Jahren stilistisch verändert?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich würde mich gerne mal zurückentwickeln &lt;span style="font-size:85%;"&gt;(lacht)&lt;/span&gt;. Ich habe schon so Vieles gemacht seit 1974, die unterschiedlichsten Dinge. Das ist ja nun schon mein, ich weiß gar nicht wievieltes, Album und ich glaube, wenn man die alle anhört, dann hat man doch so eine Art Überblick über praktisch jede Stilistik, die es in der Populär-Musik seit 1955 gegeben hat. Ich habe alles schon probiert: Vom klassischen Rock'n'Roll über den Blues, hin zum elektronischen Pro-Minute-ein-Akkord-Stück, vom irischen Folk &lt;span style="font-size:85%;"&gt;(singt: "I must awaay my luv, i can't no longer staay..."&lt;/span&gt;) bis zum Country, vom Hard-Rock mit den Scorpions bis hin zur Klavier-Ballade. Wir haben auch dieses Mal sehr viel probiert, mein Produzent Franz Wasa und ich, und ich bin überzeugt davon, dass das Ganze nun ziemlich chamäleonartig geworden ist, es kommen jedenfalls sehr viele musikalische Farben drin vor. Am Ende hofft man natürlich immer, dass das neue Album organisch zusammenpasst und nicht mehr so schillert wie ein Chamäleon. Man wird es sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Spätestens im November.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-3360485913793533552?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/3360485913793533552/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=3360485913793533552' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/3360485913793533552'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/3360485913793533552'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/05/2005-07-17-der-reizwolf-mal-ganz-zahm.html' title='2005-07-17 | Der Reizwolf mal ganz zahm'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-9075325749689544807</id><published>2009-04-29T01:36:00.000-07:00</published><updated>2009-04-29T04:22:57.858-07:00</updated><title type='text'>2009-04-29 | Jeder, der ihn kannte, vermisst ihn</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Erstmals nach dem Tode von Charly Davidson äußert sich Helmut Prosa in einem Interview zu seinem langjährigen künstlerischen Weggefährten. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;"Karli ein außergewöhnlicher Mensch, eigen, war gelegentlich Innovator der Musik, meist ein guter Texter und Lyriker, selten ein Arschloch. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;", verrät der österreichische Musiker und Produzent in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des STERN.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Sie waren beinahe zwanzig Jahre lang der musikalische Partner von Charly Davidson. Wie stark hat Sie sein Tod im letzten Jahr getroffen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;HP: Karli, wie ich ihn immer nannte, war ein Genie und ein Wahnsinniger zugleich. Wenn so jemand stirbt, mit dem Du beinahe dein halbes Leben zusammengearbeitet hast, dann trifft dich sein Tod doch sehr. Teilweise habe ich ihn ja öfter gesehen als er seine Frau. Seine erste Frau.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Kennen gelernt hatten sie sich ja im Sommer 1984. Wie kam es dazu?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;HP: Im Sommer 1984 tourte Charly Davidson mit seiner ersten Band BEGLEITUNG und seinem damaligen Komponisten und Gitarristen Lukas Linde. Karli wollte zu einer größeren Plattenfirma wechseln, der GLOBA, und es gab da schon erste Kontakte. Da er sich dort wohl beklagt hatte, er bräuchte einen besseren Gitarristen und Komponisten, sprach mich damals John Gerland von der GLOBA an, ob ich mir nicht mal ein Konzert von ihm anschauen wolle. Ich lebte damals noch in Österreich, aber wenn John einem etwas riet, dann war da immer eine große Sache dahinter, also fuhr ich die mehr als 800 km von Klagenfurt nach Kassel und schaute mir Karli an.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;War das Sympathie auf den ersten Blick?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;HP: Das kann man so sagen. Mir gefiel seine Bühnenpräsenz, die Art, wie er zwischen den Songs kleine Geschichten erzählte - das hatte er übrigens von Peter Gabriel übernommen, wie er mir bei unserem ersten Treffen sagte -, und die Texte. Vor allem die Texte. Das musst Du dir vorstellen. 1984, noch lief die Neue Deutsche Welle, ich war gerade aus dem Falco-Clan ausgeschieden, weil mir das doch zu umfangreich wurde, das zweite Album von ihm sollte komplett verfilmt werden in den USA, na ja ... und dann sehe ich diesen Schlacks, damals war Karli noch recht dürr, und der singt Rocksongs über „Das letzte Tabu“ der Menschheit, darüber, wie ein Buschmann die Welt sieht, oder dass man nicht alles machen soll, was gut riecht. Das war für mich wie Andre Heller hoch zwei, intellektuell und witzig zugleich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich habe ich auch zugleich die Schwächen im Programm gesehen und hatte schon ein paar Ideen, wie man das besser machen könnte. Darüber haben wir uns nach dem Konzert die ganze Nacht lang unterhalten und ein paar Wochen später habe ich ihn in Frankfurt Fechenheim besucht, er und seine erste Frau Sabine wohnten samt Tochter damals ja noch in einer Art WG neben einem früheren Tonstudio, und da spielte ich ihm am Küchentisch einen Song vor, den ich schon einige Zeit in der Schublade hatte und ursprünglich mal für Robert Ponger &lt;span style="font-style: italic;"&gt;(Anm: der damalige Produzent von Falco)&lt;/span&gt; geschrieben hatte, den aber keiner haben wollte und Karli schrieb innerhalb von zehn Minuten den Text dazu: „Keiner liebt Dich, wieso ich?“. Also, um das hier noch einmal deutlich zu sagen, einen NDW-artigen Text zu einem meiner besten Rocksongs, aber es funktionierte und wurde ein Platz 3 in den Charts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Karli hatte eines sofort erkannt: 1984 war die Zeit reif für Rockmusik plus lustigem Blödeltext. SPLIFF, mit Herwig Mitteregger war er ja seinerzeit stark befreundet, machten das schon vor, Heiner Pudelko und INTERZONE hatten denen den Weg aus der NDW geebnet &lt;span style="font-style: italic;"&gt;(Anm: auch mit Heiner verband Charly eine intensive Brief-Freundschaft )&lt;/span&gt;, aber Karli war so konsequent das voll durchzuziehen. Er, der Intellektuelle, singt über Liebe und Sex und Beziehungen als großen Spaß. Das kam sicher auch aus der WG-Zeit. Aber es ist doch immer wieder amüsant, wenn man dran denkt, dass es Leute gab, die Zeit gebraucht haben um den Sinn eines Satzes wie „... sie liegt auf dem Boden, während sie sie kicken“ zu entschlüsseln. Da wurde sogar häusliche Gewalt vermutet, dabei musste Karli aus index-technischen Gründen einen Buchstaben auswechseln und so entstand das Wort „kicken“. Mehr war da nicht an Gewalt. Als Charly Davidson hat er dieses Song/Text-Prinzip später weiter perfektioniert. 'Über einen schönen Song gehört ein böser Text, über einen harten Song ein lustiger'; das war sein Prinzip.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Nach sechzehn gemeinsamen Alben gab es dann 2004 die Trennung des Erfolgsduos Davidson/Prosa.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;HP: Wir wussten ja alle, wer oder was der Grund dafür war - zeitgleich gab es ja die Trennung von seiner ersten Frau. Charly hatte Ursula, seine spätere zweite Frau, kennen gelernt und die hatte einen gewissen Einfluss auf ihn. Ich wusste schon ziemlich von Anfang an darüber Bescheid. Uschi  hatte ja mal an einer Radio-Reportage über uns mitgewirkt &lt;span style="font-style: italic;"&gt;(Anm: mit Titel „Charlys Prosa“)&lt;/span&gt;, was Charly aber komplett wieder vergessen hatte, als beide sich Jahre später zufällig trafen. Damals schrieb mir ein Mitarbeiter des Radiosenders mehrere E-Mails, in denen er bezüglich Uschi sensibilisierte. Ich dachte mir „muss ich diese Frau kennen?“, schaute mir das Ganze dann eine Zeit lang an und sagte gar nichts dazu. Aber es war doch ziemlich schnell zu erkennen, dass sie ihn veränderte, formte. Dazu muss man wissen, dass Charly meist nur auf sich selbst hörte, wenn er etwas planvoll machen wollte. Mit seiner zweiten Frau gab es wohl eine Seelenverwandschaft - ob echt oder von ihr gespielt lasse ich hier mal offen, ich weiß es nicht - und plötzlich tat Charly Davidson dies und das und jenes, von dem er früher und nüchterner betrachtet die Finger gelassen hätte. Er war überzeugt, sich mit ihrer Hilfe gegen das Schicksal eines jeden Musikers, nämlich den Weg bergab nach der Erstürmung des Gipfels, stemmen zu können. Am Ende ging dann auch diese Beziehung in die Brüche und Charly war, so sehe ich das, wie ein angeschlagener Boxer ohne Hilfe aus der Ecke, auf sich allein gestellt. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Was ging in Ihnen vor, als Sie das sahen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;HP: Ich war entsetzt, dass er in TV-Shows Enten jagte, dann wieder seinen eigenen Tod inszenierte, war irritiert über seine wechselnden politischen Ansichten, überzeugt, dass ihm künstlerisch nur ein erfolgreiches Musikproduzententeam weiterhelfen konnte. Aber dazu war es ab 2004 offensichtlich schon zu spät, Charlys Name hatte keinen Ruf mehr, war für die Plattenfirmen ein Verlustgeschäft. Zudem war er für die Intellektuellen erledigt, für die Charts-Musikkäufer zu alt, für seine Fans zu unübersichtlich und teilweise auch enttäuschend. Ich denke, dass muss man auch mal so klar sagen, bei allen Erfolgen der 80er- und 90er-Jahre. Ich hatte ja auch nach der Trennung noch Kontakt mit ihm, bereitete unter dem Titel „ALLES ZU SEINER ZEIT“ eine DVD-Box mit den TV-Konzert-Auftritten von 1984, 1993 und 2000 vor, die allerdings dann niemand veröffentlichen wollte. Selbst er nicht auf dem eigenen Label. Jetzt nach dem Tode, gab es schon einige Anfragen nach der Box.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Fühlten Sie sich bei der Trennung hintergangen oder übergangen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;HP: Für Eitelkeiten war bei Charly nie genug Platz neben ihm. Ich habe das schon so gesehen, als das was es war: eine Trennung, die ihm beigebracht wurde, die positiv sein sollte für seine weitere Entwicklung. Die Trennung an sich lief ab, wie man sich das bei Charly vorstellen kann, wenn man ihn kennt. Wir hatten eine Unterhaltung über sein diffuses Image, er hörte sich meine Vorschläge an und kündigte zwei Wochen später den Vertrag mit mir und den anderen Musikern seiner BEGLEITUNG fristlos. Das kostete ihn zwar eine Menge Geld, weil das dann doch nicht so einfach ging, aber er war, um es mit einem seiner Liedtitel zu sagen, „Endlich frei“.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Sie machten aber nicht den Fehler, den sein erster musikalischer Partner gemacht hatte, nämlich Jahre lang nicht ein Wort mit ihm zu reden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;HP: Das ist ja albern und ging zudem gar nicht, denn wir waren weiterhin geschäftlich miteinander verbunden, hatten ein Tonstudio in Hanau und ich hielt Anteile an seiner Plattenfirma. Zwar übernahm seine zweite Frau anfangs die Kommunikation mit mir, schaltete dann aber schnell Anwälte ein, weil sie da, selbst als Kommunikationstrainerin, zu unerfahren war. Charly und ich hatten zwischen 2004 und 2007 wenig persönlichen Kontakt. Im letzten Jahr habe ich ihn dann noch ein-, zweimal persönlich getroffen, unser Verhältnis wurde besser, aber sein plötzlicher Tod hat dem dann ein jähes Ende bereitet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Was denken Sie heute über ihre gemeinsame Zeit im Musikbusiness?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;HP: Die Marke Charly Davidson war - zurecht muss man sagen - eine Zeit lang die Lizenz zum Gelddrucken für mich, für ihn, für die Plattenfirmen. Wir hatten in den genannten zwanzig Jahren fünf Top 10 Alben, ettliche erfolgreiche Singles, was für die Qualität des Duos Davidson/Prosa spricht. Dabei hatten wir auch noch unendlichen Spaß beim Musikmachen und -aufnehmen, beim Streiten und Diskutieren von Erfolgen wie Misserfolgen. Karli war ein außergewöhnlicher Mensch, eigen, wie es auch Falco auf seine Art war - mehr große Künstler kenne ich leider nicht so nahe -, war gelegentlich Innovator der Musik, meist ein guter Texter und Lyriker, selten ein Arschloch. So fällt meine Bilanz kurz und schmerzlos aus: Karli Davidson-Korff war das Beste, was mir als Künstler und Musiker passieren konnte. Er sei "larger than life", schrieb mal eine englische Zeitung in bewunderndem Ton, "größer als das Leben". Aber womöglich war am Ende die Wirklichkeit größer. Es ist jedenfalls unendlich traurig, dass er nicht mehr ist. Ich hätte mir mit ihm gut Spaziergänge unter älteren Männern vorstellen können, bei denen wir über Gott und die Welt diskutiert hätten. Wer ihn kannte, vermisst ihn.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Interview ©  30. April 2009 bei MEDIENKONTOR. Die Fragen stellte David Widder.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-9075325749689544807?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/9075325749689544807/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=9075325749689544807' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/9075325749689544807'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/9075325749689544807'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/04/2009-04-29-jeder-der-ihn-kannte.html' title='2009-04-29 | Jeder, der ihn kannte, vermisst ihn'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-8624075716139490883</id><published>2009-04-28T04:49:00.000-07:00</published><updated>2009-04-28T05:31:47.580-07:00</updated><title type='text'>2006-04-28 | Nebenbei bemerkt: Leonardo fährt jetzt Cabrio</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;F&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ranz Althaus in der &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG vom 28. April 2006:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;An der Stadtbahn-Station hängt ein Charly-Davidson-Plakat, seit Wochen schon. Jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit laufe ich daran vorbei. Manchmal, wenn die Bahn länger braucht, schaue ich es mir an. Es lädt zu einem Konzert Mitte Mai in Stuttgart ein. Davidson lehnt mit dem Rücken vor einer Buswartehalle, blickt sinnierend nach oben, neben ihm ein Briefkasten. Zuerst waren mir die Schuhe aufgefallen, sie wirken schmutzig und abgelaufen, sind hoffentlich nicht in diesem industriell fabrizierten Gebrauchslook gehalten, der Lebensspuren als Lebenslüge ausweist. Der Schmutz scheint echt, der Abrieb erarbeitet zu sein. Vielleicht trägt er sie tatsächlich schon eine Weile an den Füßen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Dann fiel mein Blick auf die akustische Gitarre, ein schönes Instrument der Firma Epiphone. Charly Davidson trägt dazu eine braune Wildlederjacke, die längst nicht mehr modern ist, was eigentlich für ihn spricht. Und wenn man dann endlich auf Augenhöhe mit ihm ist, kann man neben dem bebrillten Kopf des Sängers das Wort Reizwolf lesen. So heißt nicht nur seine neue Platte, sondern auch seine ganze Lebenseinstellung, die er ungefragt auf seiner Homepage erklärt. Es hat keinen Sinn, seine Worte hier zu wiederholen, nur so viel: sie waren Gelegenheit für mich in dieser wöchentlichen Rubrik etwas über ihn zu schreiben. „Wir leben in Zeiten, da werden selbst Zootiere nach China abgeschoben. Was soll man da den Terroristen, die uns das Dach über dem Kopf anzünden, anderes wünschen als: Guten Flug!", resigniert er dort. Dabei wird er erst 49 in diesem Jahr.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Früher mal hat Charly Davidson Texte geschrieben, in denen er seine politischen, poetisch-philosophischen und immer auch alleswisserischen Ambitionen charmant und gewandt zum Vortrag brachte. Das macht auf fast beklemmende Weise deutlich, was aus ihm  geworden ist. Um zu begreifen, wo er nach seinem jahrelangen Überflug durch die nationale wie international Musikszene heute gelandet ist, nach seiner Hymne auf den Sozialismus, nach seinem elektronischen Lied für Gott und die Welt, nach Auftritten in dubiosen Fernsehshows, nach dem vorgetäuschten Tod, nach seinem gescheiterten Versuch, sich selbst für den Pop-Olymp zu nominieren und vor allem nach seinem öffentlichen Gebrüll im Kasernenhofton für mehr Qualität in deutschen Radios, sekundiert von einem Geseiere über den (O-Ton Davidson) „Schund, den Deutschlands Texter derzeit aufs Papier rotzen“, um also seinen Absturz vom Musik-Literaten zum Banalitäter ermessen zu können, muss man seine frühen Platten kennen und lieben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wer textet denn heute noch Lieder, bei denen eine Strophe wie folgt lautet: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Die Geschichten der Geschichten  / Aus unendlich vielen Schichten / Meines Schädels, sie berichten / Über Angst und Über Leben / Über Liebe und Vergeben / Über Hoffnung und Erwarten / Über Träumen und das Starten / In ganz neue Atmosphären / Von Versagung und Begehren / Und versprechen zuzuhören / Wenn Du leis‘ zu ihnen sprichst / Ihren Zauber nicht zerbrichst / Finden sie Wege in Dein Herz / Und sie lindern Deinen Schmerz.“&lt;/span&gt; - So hat er es geschrieben, einst, vor 25 Jahren. Heute ist davon bei ihm keine Rede mehr.  Schon gar nicht, wenn er Leornardo Cabrio fahren lässt und neben ihm nicht Mona Lisa sondern Jeanette sitzt, die lieber Limousinen mag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nicht mehr lange, dann wird das Plakat verschwunden sein; genau wie jener, der früher einmal Charly Davidson war.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-8624075716139490883?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/8624075716139490883/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=8624075716139490883' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/8624075716139490883'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/8624075716139490883'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/04/2006-04-28-nebenbei-bemerkt-leonardo.html' title='2006-04-28 | Nebenbei bemerkt: Leonardo fährt jetzt Cabrio'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-2019888715710937469</id><published>2009-04-27T02:57:00.001-07:00</published><updated>2009-04-28T01:52:17.183-07:00</updated><title type='text'>1992-12-08 | Tourneetheater</title><content type='html'>&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Charly Davidson äußert sich im Interview mit den LICHTBLICKEN zur neuen Tournee 1992/1993, die er unter den Oberbegriff „THEATER DEUTSCHLAND“ gestellt hat. Kurz bevor er zu den Proben im nördlichsten Deutschland auf der Ostseeinsel Usedom abreiste, haben wir sein Angebot genutzt, ihn eingehend zu befragen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;In der Presse war letzte Woche zu lesen, quasi als nachträgliches 'Geburtstagspräsent': „TORTOUR FÜR CHARLY DAVIDSON! Nachdem sein Album AUSBRECHER sich in den Chartplatzierungen als das am wenigsten erfolgreiche der letzten Jahren erwies, melden nun auch die Tour-Stationen weng Positives: Nur der Auftakt in Offenbach und das Konzert in Hamburg sind ausverkauft. Die Fans wollen Davidson nicht mehr so oft live sehen!&lt;/span&gt;"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Ich bin jetzt 35 Jahre alt und weiterhin sehr glücklich über die Akzeptanz meiner Musik und den Zuspruch der Fans. Eine „TORTOUR“ wird es erst geben, wenn mein Album „TOR“ erscheinen wird, und wann das ist, kann ich heute noch nicht sagen. Aber im Ernst: Solche Schlagzeilen sind immer falsch, abe wie schon Charles Foster Kane sagte: „Eine größere Schlagzeile macht auch die Nachricht größer“. Ich kann jedenfalls für unsere Tour den Zuschauern jede Menge Überraschungen versprechen, wenn es am 23. Dezember losgeht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Zweiundzwanzig Konzerte kreuz und quer durch die Republik stehen Dir jetzt bevor, was sind die ersten Assoziationen, wenn Du an Deutschland denkst?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Ich denke an die Wiedervereinigung. Daß ich sie erleben durfte, ist wirklich unglaublich. Meine Eltern sind ja ausgewandert, bevor ich geboren wurde, kamen Anfang der 60er-Jahre zurück. Niemals hatte ich richtigen Kontakt zur DDR und zum dortigen Leben, bis ich vor fünf Jahren als einer der ersten Deutsch-Rocker Konzerte in der DDR geben durfte. Wohl auch dank meines anspruchsvollen Albums „SO! ZUSAGEN“, das den Oberen in der DDR Hierarchie wohl gefallen hat. Obwohl ich damals die Spannung und Unzufriedenheit mitbekommen habe, kam der Mauerfall für mich dann doch überraschend.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Hast Du Dich neben der DDR auch mit den Nachwirkungen der Nazi-Zeit und des Krieges auseinandergesetzt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Mich hat die deutsche Vergangenheit sehr beschäftigt, das zieht sich wie ein roter Faden durch mein Gesamtwerk. Mein Onkel war bei der SS und, nebenbei bemerkt, war und ist er ein unglaublich lieber Kerl. Schwierig für mich, damit umzugehen. Aufgrund der Geschichte meiner Familie ist mein Verhältnis zu Deutschland also nicht ohne Blessuren. Es bleibt weiterhin gespannt und wird wohl auch immer so bleiben. Zum Beispiel habe ich neulich geträumt, ich wache nicht in Frankfurt am Main auf sondern im Frankfurt/Oder der DDR-Zeit. Das war ein Traum, sage ich Dir.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Was vermisst Du an Deutschland, wenn Du im Ausland bist?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Wenn man länger im Ausland ist, hat an schnell das nicht-deutsche Weißbrot satt. Unser Schwarzbrot ist schon, so finde ich, eine große nationale Errungenschaft. Grundsätzlich kann ich als professioneller Querdenker natürlich nicht abstreiten: Wenn man nach wochenlanger Abstinenz ins neue Deutschland zurückkehrt, bemerkt man sofort, daß es bei uns gar nicht so schlecht ist. Ich sage da immer: „Der Neger lacht, wenn er von unseren Problemen hört“. Das ist nicht despektierlich sondern durchaus respektierlich gemeint. Wir dürfen hier in Deutschland eine Art persönlicher Freiheit genießen, die woanders nicht selbstverständlich ist. Vor allem nicht in Afrika, wenn einem dort von acht Kindern zwei an Krankheiten sterben, drei verhungern und womöglich die restlichen im Bürgerkrieg abgeschlachtet werden. Da lachst Du, wenn Du von Behindertenparkplatz-Benutzer-Als-Nicht-Behinderter-Problemen hörst - „Sie Lümmel. Fahren Sie da aber ganz schnell mal runter“ - oder von geregelter Mülltrennung. In Afrika machen die Ärmsten der Armen Müllbergrecycling um zu überleben, dort ist ein „Grüner Punkt“ eine Oase in der Wüste. Aber bei uns ist ja alles anders.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;45 Jahre Bundesrepublik – Was sagt Dir das?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Es ist vor allen Dingen eine Friedensdemonstration. Es gibt in unserer deutschen Historie keine Zeit, in der so lange wirklicher Frieden herrschte. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen, wenn man ergründen will, weshalb es einigen Menschen in unserem Land zu gut geht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Du hast ja nach Jahren den Konzertveranstalter gewechselt. Wie ist es wenn man mit einer völlig neuen Tourcrew arbeitet, neue Menschen, neue Mentalitäten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Da sind erfahrende Profis am Werk, die wissen wie so eine Tournee funktioniert. Vielleicht muß man die Pressemeldungen auch im Zusammenhang mit unserem neuen Tourveranstalter sehen. Es gibt da viel Konkurrenzdenken.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Wer redet bei der Setliste mit?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Zunächst hatte ich gehofft, alle, aber es bleibt wohl, wie so oft, an mir und Helmut hängen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Wie viel, und vor allem, wie lange wird geprobt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Wie bei Gott: Sieben Tage. Länger hält die Konzentration nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Wird, ähnlich wie beim Album „AUSBRECHER“, mehr Aufwand betrieben als früher?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Ja, aber die Bühnengröße, die Halle muß es zulassen. Die SCORPIONS können wir allerdings nicht mit auf Tour nehmen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Zur Albumpromotion waren Du und Helmut ja mit Matthias Jabs, James Kottak und Francis Buchholz von den SCORPIONS beim ZDF und Thomas Gottschalk? Eine große TV-Samstagabendshow als Erlebnis - wie waren Deine Gefühle hierbei?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Oft und lange warten. Gottschalk war nett und mochte unseren Titel „Ausbrecher“ sehr.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Wie zufrieden bist Du persönlich mit Verkäufen und Chartplatzierungen des Albums?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Es ist OK, hätte aber noch besser sein können.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Hast Du die Ausbrecher-Stimmung aus dem Studio mit zum Tourstart herüber gerettet, oder bist Du schon beim nächsten Album?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Meine Rockermähne ist doch gut zu sehen, oder.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Was ist das für ein Chaos mit der zweiten Single? Erst sollte es „Immer wieder neu“ werden, dann „Schwarzfunkelde Sterne“, aber es gibt immer noch keine. Darunter leidet doch auch der Radioeinsatz des Albums.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Da ist kein Chaos, Helmut und ich hatten unterschiedliche Ansichten über den richtigen Titel. So etwas kann es geben. Wenn man gut miteinander befreundet ist, kann man damit gut umgehen. Also haben wir erst einmal gar nichts gemacht. Eine Doppel-Single wäre natürlich super gewesen, aber die wollte die Plattenfirma nicht. Jetzt kommt wahrscheinlich eine Livenummer aus dem Tourprogramm, die wir neu geschrieben haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Wie wird die heißen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Das wird nicht verraten. Findet es bei der Tour heraus. Es wird auf jeden Fall um jemanden gehen, auf dem alle auf einmal herumhacken.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Hattest Du nicht sogar vor, die schwer politischen „Schwarzfunkelnden Sterne“  auf Englisch zu singen und auf die zweite Single zu packen. Hoffnung auf eine internationale Karriere als Rocksänger war das doch wohl nicht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Natürlich nicht. Ich singe gern englisch, aber alle nationalen Kollegen, die das versucht haben, sind auf die Nase gefallen. In UK oder den USA wartet niemand auf deutsche Rocksänger, die haben selbst genug gute Bands. Da kann man nur mit musikalischen Alternativen punkten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Ein Kommentar von Dir zu Helmuts Arbeit am Backkatalog. Der soll ja irgendwann einmal als „RÜCKSPIEGEL herauskommen. Wann wird das sein und wie ist es zu diesem Remasterprojekt gekommen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Ein alter Fan, der mein Werk besser kennt als ich selbst und übrigens vor vielen Jahren meine Frau und mich zusammenführte, hat zusammen mit Helmut so lange gebohrt, bis ich ja gesagt habe. Ich bin niemand, der regelmäßig in seinen Erinnerungen wühlt und abgelegte Musikideen sind für mich abgelegte Musikideen. Leicht irritiert war ich aber gewesen, daß das alles so lange her ist, mit den Kneipenkonzerten oder so. Ob und wann das die GLOBA herausbringt, wird man noch sehen. Es steckt jedenfalls viel Arbeit von Helmut drin.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Ein neues Buch von Dir sollte im Herbst zur Frankfurter Buchmesse erscheinen? Kommt es noch und wie wird es heißen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Erste Antwort: „Ja“, zweite Antwort „Fanwärme“. Aber das sage ich jetzt nicht, weil Ihr es seid, die mich interviewen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Ein schönes Schlusswort! Wir bedanken uns im Namen aller Fans ganz besonders herzlich dafür, daß du dir die Zeit genommen hast, unsere Fragen zu beantworten. Wir wünschen Dir gutes Gelingen bei den Bandproben u&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;nd &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt; „&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;To&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;i, toi, toi !" - Wir sind alle natürlich gespannt und freuen uns riesig auf die kommenden Ausbrüche von Dir.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Viele Grüße und „Bis die Tage!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Das Interview führte Gerald Hoffmann vom ChD-Fanclub LICHTBLICKE, veröffentlicht in deren gleichnamigen Fanmagazin © 1992&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-2019888715710937469?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/2019888715710937469/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=2019888715710937469' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2019888715710937469'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2019888715710937469'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/04/xxxx-xx-xx-xx.html' title='1992-12-08 | Tourneetheater'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-3471094809249549181</id><published>2009-04-18T09:55:00.000-07:00</published><updated>2009-04-18T10:12:49.082-07:00</updated><title type='text'>1986-04-19 | Lichtblicke fürs Volk</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Um gleich zu Beginn eines klarzustellen: Dieser Mann ist nicht nur zum Abtanzen, sondern zum Zuhören geeignet - deshalb wird aus ihm vielleicht in Kürze ein großer deutscher Star werden. Normalerweise sind Deutsch-Rock-Stars selten ausufernd intelligent, meist nicht vieldeutig, niemals analytisch und schon gar nicht schwierig. Außerdem tragen Deutsch-Rock-Stars normalerweise schöne Deutsche Namen: Herbert Grönemeyer, Marius Müller-Westernhagen, Udo Lindenberg. Bei ihm ist alles anders: TORNADO, die Stadt-Szene-Zeitung besuchte Charly Davidson.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Als Kind deutscher Auswanderer wurde er vor knapp dreißig Jahren in Wales geboren und trug da noch seinen deutschen Namen Karl David Korff. Spätestens seit einem Lied, das völlig untypisch für ihn war, mit dem er aber vor drei Jahren groß rauskam, kennen ihn die Deutschen unter seinem Künstlernamen Charly Davidson. Darin beschrieb er den Irrsinn der Welt aus Sicht eines Buschmann und das verschaffte ihm den Durchbruch in der Szene. War es bis dahin nur eine kleine intellektuelle Fan-Gruppe, die seine Konzerte besucht hatte, kamen ab diesem Zeitpunkt auf einmal die Massen, selbst Teenies fanden Gefallen an dem Mann aus Frankfurt. Jetzt hat ChD Spaß am Rockstar-Leben bekommen und will unbedingt ein „Hitparaden-Stürmer“ werden. Seine neue LP „Lichtblicke“ ist seit kurzem auf dem Markt und schon in den Charts. ChD steckt in den Startlöchern für seine bisher längste Tournee, die ihn von Mai bis Juli in mehr als fünzig Konzerten von Kiel bis Rosenheim durchs ganze Land führen wird.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;TORNADO: Sie haben vor kurzem Falco als einen Wechselbalg zwischen Elvis und Heiner Pudelko bezeichnet, da konnte man meinen, Sie litten an Minderwertigkeitskomplexen. Oder wie war das gemeint?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Zu Anfang meines musikalischen Lebens litt ich vor allem daran, es sämtlich Musik- und Sprach-Werktätigen zeigen zu wollen. Da hieß es: "Hier kommt Charly, Platz da, ich kann Alles und das vielleicht sogar noch besser als ihr." Das erzeugte natürlich einen enormen Beweisdruck, führte zu Verkrampfungen und aufgrund meiner Unfähigkeit zum richtigen Umgang mit meiner Stimme, mußte ich mich mangels Beweisen selbst davon freisprechen. Wenn ich heute annehme, ich sei vielleicht gar kein guter Literat, dann wollen mir andere beweisen, dass sie es viel blumiger und viel böser können als ich und das macht mir meine Sache leichter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin haben wir alle die Neue Deutsche  Welle überlebt, mit der ich übrigens niemals ins Bett gegangen bin. Dafür wollte ich zu Anfang der 80er-Jahre musikalisch zu viel: Synthesizersequenzen mit Tanzmusik mischen, Jazz-Elemente im Jimi  Hendrix Stil spielen, Steve Reich meets King Crimson machen. Und herausgekommen ist dabei viel provinzieller Müll. Erstaunlich war, dass dies trotzdem eine gewisse Fangemeinde hervor brachte. Es bedurfte viel Überredungskunst und einigen Schmäh meines neuen österreichischen Band-Gitarristen Helmut Prosa, damit musikalisch etwas zustande kam, das von mehr Leuten als zuvor als markant und zugleich zugänglich wahrgenommen wird. Helmut hat ja früher mit Falco gearbeitet und von ihm habe ich auch die Sicht auf Falco als Musiker. Die Bühnenarbeit ist enorm schwer, das liegt uns als deutschen Musikern überhaupt nicht im Blut, daran müssen alle hart arbeiten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;TORNADO: Weshalb ist Falco für Sie aber „Wechselbalg zwischen Elvis und Heiner Pudelko“?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Mann, das war ein Kompliment. Drücke ich mich denn so kryptisch aus? Wir sind Deutsche, das darf man nicht vergessen. Für mich zum Beispiel ist Elvis Presley der beste Sänger der Welt … vielleicht auch Roy Orbison mit seinem Wahnsinnsorgan, der könnte ja ohne Mikrophon auftreten. Und Pudelko ist das Gleiche in Deutschland. Aber wenn man weiß, daß man die nicht kopieren kann, und man sollte das auch gar nicht erst versuchen, schätzt man diese Doppelbegabungen im textlichen und gesanglichen Bereich wie dann auch Falco. Leute, die eine Bühnenpräsenz haben, die auch mit ihren Händen etwas anzufangen wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir, die Deutschen, haben geniale Textdichter, die zugleich gehemmte Gestalten sind wie Ulla Meinecke, Herbert Grönemeyer oder Manfred Maurenbrecher, der am Piano festklebende Hobbit, der infolge seines gesamten Erscheinungsbildes niemals größere Publikumsmassen mitreißen wird. Dafür schreiben alle drei konkurrenzlos gute Texte. Heiner Pudelko von INTERZONE ist zum Beispiel der unglaublichste Sänger, der mir je in Deutschland begegnet ist. Was der drauf hat, ist für mich Blues- und Rock-Entertainment.  Der hat, ebenso wie ich, mit seiner Band während der neuen Deutschen Welle drei Platten gemacht, die so außerordentlich gut sind, daß sie alle Ehren verdient hätte, die aber in der NDW keiner hören wollte. Aber Erfolg hatte man da ja nur, wenn man deutschen Dumm-Bumm-Schlager machte. Ich bin froh, dass ich da meinen „Buschmann“ hatte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;TORNADO: Sie kommen ja ursprünglich aus dem Polit-Rock. Wie würden Sie heute Ihren politischen Standort beschreiben?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Ehrlich? Auch nicht anders als vor zehn Jahren. Die SPD ist noch immer meine Partei, aber ich bin nicht mehr so ganz glücklich mit dem, was in ihr passiert. Ich habe mich ja während der 70er auch für die SDAJ und danach für die Grünen interessiert. Aber als Kommunist würde ich mich nicht bezeichnen. Vielleicht als gemäßigter Sozialist mit offenen Augen in alle Richtungen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;TORNADO: Wer Ihre politischen Ambitionen kennt, der muß sich natürlich fragen, ob Ihnen das nicht ungeheuer schwerfällt, jetzt populäre, leichtgängige Stücke zu schreiben, nachdem Sie jahrelang den großen Literaten gegeben haben. Sie haben doch sogar Literaturpreise bekommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Ich bin notorisch erfolgssüchtig, wollte immer ganz oben sein. Ich habe mich dabei immer gefragt, warum andere, weniger talentierte, NDW-Dummbeutel Hits haben und ich nicht, bis ich verstanden habe, daß man Hits nicht allein über Wortschöpfungen machen kann. Man muß Methoden finden, die es ganz vielen Menschen ganz unmittelbar leicht machen, ein Lied zu mögen und es zu kaufen. „Eh, es gibt da einen intellektuellen Song über ein Mädchen Klara und ihr Problem mit dem örtlichen Umweltamt. Haben Sie das da?“, das geht nicht gut. „Haben Sie die Single von dem Buschmann“, das funktioniert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch mit dem neuen Album, „mit der Sonne auf dem Cover“, ist uns das gelungen. Bei „LICHTBLICKE“ konnte ich zum ersten Mal das machen, was mir bis dahin nicht möglich war: leicht quergedachte Texte auf eingängige Melodien zu schrieben. Für mich ist das immer noch intellektuell, es ist nur eine anwenderfreundliche Variante geworden, für alle, die dem Tiefsinn nicht so anheimgefallen sind. Eine Art elitäres Zwinkern ist aber immer noch da, für die Geistesmenschen, damit die merken: Wir verstehen uns noch immer.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;TORNADO: Wie wichtig ist Geld für Sie?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Geld beruhigt enorm. Ich bin jedoch ungeeignet für Leben allein des Geldverdienens wegen. Ich möchte gern tun, was Bod Dylan geschafft hat: Als der genug Geld hatte, fing er an, nur noch Platten zu machen, die ihm selbst gefielen. Natürlich bringt so etwas jede Plattenfirma zur Verzweiflung. Aber schon Franz Kafka hat gesagt: Bücher, die uns gefallen, können wir zur Not selber schreiben. Um so zu arbeiten, braucht man ein Polster, das Kafka nie hatte, und das ist das Geld.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;TORNADO: Erfolgssüchtig sind Sie, Geld wollen Sie scheffeln, quergedachte Lieder für das Volk machen und dazu noch zehn Gebote für die Menschheit verbreiten. Wie soll das klappen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ChD: Schwierig, schwierig. Ich sehe es an den Briefen, die mich erreichen. Darunter sind nette und verkopfte, kurze lustige und einige seitenlange, in denen die Briefschreiber von mir Ratschläge für ihr Leben erwarten. Ich ärgere mich selbst darüber, wie sehr ich wohl von manchen Leuten als Guru gesehen und gehört werde. Für die bin ich ein Messias, die legen den Charly auf, wenn es ihnen schlecht geht und hoffen in meinen Songs die Lösung für ihre Lebensprobleme zu finden. Ich bin aber kein Heiland und auf bestimmte Positionen festnageln lass ich mich schon gar nicht. Ich kann nicht genug seriös den Allwissenden spielen, um es zu schaffen die ganze Menschheit  zu missionieren. Obwohl ich es mit meinen Deutsch- wie Englisch-Kenntnissen heute einfacher hätte, als der Aramäer seinerzeit. Warten sie es doch einfach mal ab.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das Interview führte Siegfried Hoffmann.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-3471094809249549181?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/3471094809249549181/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=3471094809249549181' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/3471094809249549181'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/3471094809249549181'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/04/1986-04-19-lichtblicke-furs-volk.html' title='1986-04-19 | Lichtblicke fürs Volk'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-690826518433881217</id><published>2009-04-05T06:53:00.000-07:00</published><updated>2009-07-23T05:41:14.190-07:00</updated><title type='text'>2007-08-05 | Die Kunst, die Moral und ein Rückzug aus dem Musikgeschäft</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Interview vom 05.08.2007 aus dem TAGESSPIEGEL AM SONNTAG&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Interviewer: Hermann Nettelbeck&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ein knappes Jahr nach der Veröffentlichung seines letzten Albums und wenige Tage vor Beginn seiner im letzten Jahr auf 2007 verschobenen „REIZWOLF“-Tour hat Rockpoet Charly Davidson alias Karl David Korff jetzt überraschend seine live-musikalische Karriere für beendet erklärt und sämtliche Konzerte abgesagt. In einem Interview äußert er sich zu den Gründen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;TAS: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Warum haben Sie alle weiteren Konzerte abgesagt. Einige waren doch bereits ausverkauft?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;ChD: Ich bin derzeit unfähig, Konzerte zu geben, wenn ich nicht eine innere Ursache zum Singen bemerke. Das heißt, ich will eigentlich nur singen, wenn ich entweder besonders traurig oder besonders fröhlich bin. Richtig fröhlich bin ich aber leider maximal zwanzig Tage im Jahr und tieftraurig vielleicht ebenso oft. Mir fehlt seit einiger Zeit eine gewisse Grundprofessionalität für die großen Bühnenauftritte. Punkt neun vor die Scheinwerfer zu treten, nur weil 1000 oder 2000 Leute Eintritt bezahlt haben, das führt zu einer gewissen Trostlosigkeit, wenn einem die Motivation zum Rock 'n' Roll fehlt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial; font-style: italic;"&gt;Was ist mit dem Druck: „Heute Abend muss ich auf die Bühne, wenigsten der Fans wegen, die dafür Eintritt bezahlt haben.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Die berechtigten Erwartungen des Publikums würden mich zum Vorgaukeln einer Stimmung zwingen, die nicht wahrhaftig ist. Es gibt Musiker, die behaupten, sie bekämpfen ihre Bedenken gegenüber dem Publikum dadurch, dass sie auf die Bühne gehen und das volle Haus in die Knie zwingen. Das sehe ich völlig anders. Bei den vergangenen Touren konnte ich Auftritte nur mit Hilfsmitteln vollbringen. Ich erzeugte so meine Stimmung künstlich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial; font-style: italic;"&gt;Mit Drogen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Mit Drogen habe ich so meine Erfahrungen gemacht, das ist richtig. Aber nicht hier. Ich bin eher durch Zufall darauf gekommen, dass bei mir die Einnahme einer bestimmten Schmerztablette, wenn ich überhaupt gar keine Schmerzen habe, eine Euphorie auslöst, die etwa die  zwei Stunden des Konzertes andauert. Genau das war es, was ich auf meinen letzten Touren brauchte und das war ein unfassbarer Selbstbetrug. Mehrere Jahre habe ich dieses Konstrukt für meine Auftritten benutzt. Dies obwohl ich ein viertel Jahrhundert davor einen Song über genau diese Situation  geschrieben hatte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial; font-style: italic;"&gt;War das der Grund, jetzt mit Livekonzerten aufzuhören?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Ja und nein. Die Konzerte zu Beginn der „Reizwolf“-Tour habe ich bereits ohne Tabletten absolviert, aber es war nicht dasselbe wie in früheren Jahren. Aber die Tabletten wieder einzunehmen, anzunehmen, war für mich keine Option, denn früher gab es auch schon mal Entzugserscheinungen, wenn das Zeug nicht mehr richtig wirkte. Beim Rasieren habe ich da schon mal gleich noch die Hälfte meines Kopfhaares mit entfernt oder ich habe mich mehrmals auf der Bühne knapp neben einen Stuhl gesetzt. Sie erinnern sich? Das Publikum feierte diese Einlage immer  als Metapher, aber es war bitterer Ernst. Das wurde es höchste Zeit, meine Abhängigkeit von der Firma Merckle Ratiopharm zu beenden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial; font-style: italic;"&gt;Wollen Sie tatsächlich niemals mehr öffentlich auftreten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Heute weiß ich: Eine meiner Talentgrundlagen ist eine bestimmte Art von verfeinerter Wahrnehmung. Es ist, als baute sich um mich  ein Spinnennetz auf, in dem sich die Merkwürdigkeiten des Lebens verfangen, die andere einfach übersehen. Das Netz webt sich außer Haus besser, als im stillen Kämmerlein. Dann habe ich inzwischen begriffen,, dass das, was für mich in all seiner Erstaunlichkeit mittlerweile schon fast selbstverständlich scheint, für andere so interessant ist, dass ich sogar davon leben könnte, wenn ich ihnen nur davon erzählen würde.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial; font-style: italic;"&gt;Ist Tucholskys Anspruch, die Welt zu verändern, noch wörtlich zu nehmen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Das ist für mich ein Muß. Seit meiner Zeit als FLIESSBAND-Sänger, seit meinem ersten Kleinkunstprogramm „Ich gebe zu ... Bedenken“, seit meiner ersten Schallplatte. Jeden Albumtitel habe ich mir unter diesem Credo ausgedacht. Ein Lied kann das genauso erreichen wie ein grandioses Buch oder eine brillante Rede. Das ist auch, was Tucholsky mit seinen Texten wollte: Einmal die Sicht verschieben im Kopf des Lesers oder Hörers - und dann kommt sie nie mehr ganz in die alte Spur zurück.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial; font-style: italic;"&gt;Kurz vor der Veröffentlichung Ihres Albums „BEGRÄBNIS“ vor fünf Jahren haben Sie eine Fernsehsendung produziert, die ihren eigenen Tod verkündete. Was war der Grund hierfür? Bisher haben Sie darüber kaum gesprochen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Es gibt ein altes Sprichwort, das lautet: „Du musst erst sterben, damit sie dich leben lassen. Aber dann lebst du lang.“ Ich wollte den Ruhm, der mir zusteht nicht erst in des Totenmanns Kiste während meines Radieschen-Studiums auskosten. Also habe ich mit Freunden einen Film über mich gedreht, der ohne Vorwarnung in Alexander Kluges DCTP-Abendprogramm bei RTL eingeschoben wurde. Plötzlich tauchte eine Fernsehansagerin auf und verlas die Mitteilung, der als Charly Davidson bekannte Karl David Korff sei beim Paragliding in den Alpen abgestürzt und verstorben und man ändere ihm zu Ehren das Programm für einen Nachruf. Die Reaktionen aber waren auch für meine Vorstellungen unfassbar. Fernsehteams versuchten so schnell wie möglich in die Berge zu kommen. Meine schlimmsten Feinde sagten im TV, wie sehr sie mein Tod erschüttert habe. Es gab Tumulte um die Frage, ob mir ein Ehrengrab in meinem Heimatort oder in meiner derzeitigen Heimat zustände. Hunderte Fans pilgerten zu meinem Haus. (…) Das war ein Skandal! Die BILD-Zeitung erklärte mich zum meist gehassten Deutschen, weil ich die Pietät von Toten verhöhnt hätte. Sogar Alexander Kluges Sendeplatz bei RTL sollte ihm abgenommen werden. In diesem Moment war ich ein wirklicher Künstler.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial; font-style: italic;"&gt;Was ist mit Ihrem letzten Album?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Den „REIZWOLF“ habe ich durch meine eigene Plattenfirma veröffentlicht. Deshalb konnte ich jetzt auch die Tour absagen. Das geschah sozusagen auch zuliebe der Fans. Es würde Ihnen, und dass darf man mir ruhig glauben, massivst geschadet haben, wenn ich die Tour begonnen hätte um dann erst abzubrechen. Deshalb gehe ich auch davon aus, dass sie mich verstehen werden. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial; font-style: italic;"&gt;Werden sie Charly Davidson trotzdem weiter lieben?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Es gehört zu meinem Markenzeichen, gleich oft das Genie und dann wieder der Scharlatan zu sein, heute Erneuerer und morgen der Idiot. Deshalb wird mein nächstes Album ja auch „TOR“ heißen. Ich bin eben ein Überlebenskünstler und bisher hat das noch jedes Mal funktioniert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial; font-style: italic;"&gt;Den Deutsch-Rock-Künstler Davidson dürfen wir also nicht mehr live erleben, was ist mit dem Musikpoeten Karl David Korff? Sie sprachen ja gerade darüber, sogar davon leben zu können, wenn Sie nur Ihre Geschichten erzählen würden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Angefangen habe ich ja vor drei Jahrzehnten als elektronischer Geschichtenerzähler und meiner FENDER F-25 Gitarre. Ich glaube das könnte mir auch heute Spaß machen. Natürlich  neben meiner Arbeit an „TOR“.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial; font-style: italic;"&gt;Ein Album, welches Sie schon seit Jahren ankündigen und dessen Veröffentlichung Sie immer wieder verschoben haben ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Sehen Sie, „TOR“ ist ein Konzeptalbum und wenn ich bei einer Plattenfirma unter Vertrag stünde, dann müsste es auch an einem Tag X, Y oder Z erscheinen. So bin ich aber autonom und kann alles selbst bestimmen. „TOR“ ist ein Konzeptalbum und das Konzept wird stetig von mir verbessert, verändert, vectorisiert. Und für die Fans hat doch das Abwarten seinen ganz eigenen Reiz.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Vielen Dank für das Interview.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-690826518433881217?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/690826518433881217/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=690826518433881217' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/690826518433881217'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/690826518433881217'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/04/2007-08-05-die-kunst-die-moral-und-ein.html' title='2007-08-05 | Die Kunst, die Moral und ein Rückzug aus dem Musikgeschäft'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-94883895056648341</id><published>2009-03-15T00:37:00.000-07:00</published><updated>2009-07-23T23:52:57.625-07:00</updated><title type='text'>2003-08-21 | Prix Engagement 2003</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ZDF-Pressestelle: &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Das ZDF vergibt den auch in diesem Jahr einen Preis für soziales Frauen-Engagement&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Mainz (zdf) - Am Sonntag, den 24.08.2003, um 18.00 Uhr wird in der Allerheiligen-Hofkirche in München zum 2. Mal der mit 20.000 Euro dotierte "Prix Engagement" verliehen, eine Auszeichnung, die von der ZDF-Redaktion "ML Mona Lisa" vergeben wird. Preisträgerin ist dieses Jahr Annemarie Schulz-Weibel, Gründerin des Projektes "kinderwelt", mit dem sie deutschlandweit jungen, ledigen Müttern hilft.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die Laudatio wird &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Münchens Oberbürgermeister Christian Ude&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; halten, Susanne Kronzucker führt durch das Programm, das von Charly Davidson musikalisch umrahmt wird. Eine Zusammenfassung der Preisverleihung wird in der nächsten "ML Mona Lisa"-Sendung ausgestrahlt. "Es sollte in unserer Gesellschaft zu einer Selbstverständlichkeit werden, dass mutige, starke und engagierte Frauen, die Außergewöhnliches leisten, dafür auch geehrt werden", so Sibylle Bassler, die Redaktionsleiterin von "ML Mona Lisa".&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die aktuelle Preisträgerin Annemarie Schulz-Weibel, Geschäftsführerin der gemeinnützigen "kinderwelt", setzt sich bereits seit 1983 für junge, ledige Mütter ein: Zunächst gründete sie zwei Familien-Bildungsstätten in Frankfurt am Main und Darmstadt, rief dann 1998 mit der "kinderwelt" ein Projekt ins Leben, welches ohne bürokratische Nachweise von Bedürftigkeit Frauen unterstützt, die um Hilfe bitten. Zudem kommen auf Wunsch ehrenamtliche Mitarbeiter ins Haus. "kinderwelt" hat inzwischen bundesweit 31 Standorte und betreut über 150 Frauen.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-94883895056648341?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/94883895056648341/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=94883895056648341' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/94883895056648341'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/94883895056648341'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/03/2003-08-21-prix-engagement-2003.html' title='2003-08-21 | Prix Engagement 2003'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-4827087747877886302</id><published>2009-03-11T10:04:00.000-07:00</published><updated>2009-09-20T09:59:59.902-07:00</updated><title type='text'>2008-04-16 | CHARLY DAVIDSON INTERVIEW: „Ich ahnte nicht, wie viel Macht ich ihr gab“</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Als einer der erfolgreichsten Musiker Deutschlands lebte Charly Davidson lange seinen eigenen Traum der Freiheit - bis er herausfand, dass ihn seine zweite Ehefrau betrogen hatte. Nein, fremdgegangen war sie nicht, viel schlimmer: sie hatte sich in sein Leben eingemischt, ihm eine Farce vorgegaukelt. Die Frau, die sich von ihm stets liebevoll umarmen ließ, sei ein "Gold digger", Goldgräber, wie man solche Frauen in Amerika nennt, heißt es.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Fünf Jahre lang war Charly Davidson mit der Professorin und Kommunikationsexpertin Dr. Ursula Maus (die er heute nur noch Ursula nennt) zusammen, zwei Jahre mit ihr verheiratet. Doch seit dem Ende ihrer Ehe will er von ihr nichts mehr wissen. Jetzt packt der 50-Jährige in einem Interview aus. Für die ZEITUNG sprach Peter Ruch mit ihm.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Wie haben Sie reagiert, als sie den Betrug herausfanden?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Im ersten Moment habe ich gar nichts gefühlt. Das Gespräch mit dem von mir beauftragten Detektiv dauerte ja fast vier Stunden. Aber als ich mir die von ihm zusammengestellten Unterlagen anschaute, kam eine Aggression in mir hochgekrochen. Ich zitterte. War alles von Ursula unecht? Alles gelogen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Waren Sie enttäuscht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Natürlich. Ich glaube, am meisten von mir selbst. Ich fragte und frage mich heute noch, wie ich in Zukunft noch mal jemandem vertrauen soll."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Wie kam es überhaupt zur Entlarvung ihrer Frau?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Gerüchte gab es schon länger, dass unser erstes Zusammentreffen kein wirklicher Zufall war, aber sie verstand es immer, diese Leute in Mißkredit zu bringen, die so etwas sagten, schaffte es, deren Informationen zu entwerten. Ihre Taktik dabei war einfach professionell, das muss man sagen. Irgendwann meldete sich dann jemand bei meinem Privat-Management, was sehr gut war, denn Ursula kontrollierte ja mein Künstler-Management. Der sagte, er hätte durch Zufall einen Bericht über meine Frau im Fernsehen gesehen, hätte sie dabei erkannt. So kam die Sache ins Rollen. Ich beauftragte einen Detektiv und der fand alles heraus.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;(Davidson spricht leise, erzählt keine Details über die Vergangenheit seiner zweiten Frau - das hat er zur Bedingung für das Interview gemacht.)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;War die Beziehung zu Ursula Maus die große Liebe?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ja, ich habe sie geliebt. Auch für all das, was sie mir sagte, ihre Untersützung. Man kann gegen sie sagen, was man will, aber ihren Job beherrscht sie. Auch war sie eine sehr interessante Frau. Witzig, überhaupt nicht langweilig. Jeder der sie getroffen hat, hat gemerkt, wie intelligent sie ist. Sie hat ganz alleine und ohr UNterstützung anderer ihren Doktortitel gemacht; was andere mir über ihr Aussehen gesagt haben, das war mir egal gewesen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Sie waren also wirklich glücklich?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;So glücklich, wie man nur sein kann, wenn man liebt. Ich wünschte wirklich, wir hätten uns zufällig kennen gelernt, ohne Plan und Hintergedanken. Meine engen Freunde sagten mir, sie hätten mich noch nie so glücklich erlebt. Einer schickte mir einmal eine SMS: „Wenn es diese Frau sein soll, dann zieh es durch.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Was war an dem Tun ihrer Frau aus Ihrer Sicht so verwerflich?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In dem Moment, als ich nicht mehr ihr Klient war sondern ihr Mann wurde, in diesem Moment hat Ursula eine Grenze überschritten, eine professionelle Grenze, die stets zwischen Klient und Psychologe oder eben der Trainerin besteht. Wenn das ehrlich gewesen wäre, also Gefühle, gegen die man nichts machen kann, die einfach so über zwei Menschen kommen, wäre sicherlich alles weitere kein Problem gewesen. Aber wenn man feststellen muss, dass Gemeinsamkeiten, Vorlieben, Interessen und so weiter, vom Partner zuvor ausgespäht und, ich sage einmal bewusst: fingiert wurden, dann hat das nichts mehr mit Liebe zu tun.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Welche Freiheiten hatte Ihre zweite Frau in Ihrem, Charly Davidsons, Leben?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In unserer Beziehung habe ich mich nie um Geld gekümmert. Das war Ursulas Bereich gewesen. Ich wollte das so, hätte während unserer Beziehung den letzten Cent dafür gegeben, dass es Ursula gut geht. Das ist doch alles, was zählt. Ich habe ihr sogar damals die Gastprofessur für Kommunikationsdesign vermittelt. Ich dachte: Ich mache die Kunst und sie die Geschäfte und beiden geht es dabei gut. Anfangs ahnte ich nicht, wie viel Macht ich ihr damit über mich gab.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Kriselte es in der Zeit, bevor sie den Betrug herausfanden, bereits in ihrer Ehe?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Während unserer Beziehung und Ehe habe ich mich mehr um meine beiden Töchter gekümmert und gesorgt, als um Ursula und Ihre Tochter - das ist richtig. Das missfiel ihr. Nicht dass ich Ursula nicht beachtet hätte, aber meine Kinder sind und waren mir immer am wichtigsten. Darüber gab es oft Diskussionen. Ursula sagte, dass beide groß genug seien, um auf eigenen Beinen zu stehen. Auch unterstellte sie meiner ersten Frau, dass die meine Töchter fernsteuere, um uns zu schaden. Da gab es schon oft Stress.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;Wie geht es jetzt in Ihrem Leben weiter?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Im Moment fühle ich mich ganz gut. Am Anfang war ich am Boden und sehr enttäuscht, traurig und wütend, denn da war ja noch alles sehr frisch. Ich bin aber schon ein paar Schritte weiter und glaube, dass ich irgendwann völlig darüber hinweg sein werde. Jetzt freue ich mich auf das, was das Leben mir noch so bringt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Der Rocksänger und die Kommunikations-Professorin hatten sich Anfang Februar 2008 nach zwei Jahren Ehe getrennt, wurden noch im Februar geschieden. Nach einer Reihe privater Probleme waren der Sänger und die Trainerin 2003 ein Paar geworden; beide ließen sich von Ihren jeweiligen Ehepartnern scheiden, heirateten Anfang 2006.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Interview &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold; font-style: italic;font-family:arial;" &gt;© 2008 für ZEITUNG Zeitungsgruppe &amp;amp; Medienvertieb, Iserlohn. Das Interview führte Peter Ruch.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;style type="text/css"&gt;  &lt;!--   @page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm }   P { margin-bottom: 0.21cm }  --&gt;&lt;/style&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-4827087747877886302?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/4827087747877886302/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=4827087747877886302' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/4827087747877886302'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/4827087747877886302'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/03/1984-09-22-verfolgt-und-trotzdem.html' title='2008-04-16 | CHARLY DAVIDSON INTERVIEW: „Ich ahnte nicht, wie viel Macht ich ihr gab“'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-6228637109498971928</id><published>2009-03-02T06:14:00.000-08:00</published><updated>2009-09-20T09:53:28.356-07:00</updated><title type='text'>2005-11-06 | Davidson: Ab sofort ein freier Mann</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;LIVESTYLE Online vermeldet:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson: Genauso geradlinig und deutlich, wie in seiner Musik und seinen Texten, ist der Sänger auch im Privatleben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ohne Rosenkrieg, ohne auch nur ein böses Wort zu verlieren, haben sich der 48-jährige Musiker und seine Frau Sabine Korff gestern scheiden lassen. "Es ging nur noch um die finanzielle Absicherung meiner Ex-Frau", so der Sänger in einer kurzen Stellungnahme gegenüber der Zeitschrift LIVESTYLE. Da waren ein Viertel Jahrundert Ehe gerade offiziell beendet gewesen. Dieser Schlussstrich sei sehr wichtig für ihn, gab der Musiker bekannt: "Ich wollte Klarheit in meinem Leben", sagte er mit fester Stimme. "Jetzt habe ich es schwarz auf weiß, dass ein Teil meines bisherigen Lebens beendet ist."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn auch keine schmutzige Wäsche gewaschen wurde, so merkte man den beiden Parteien im Gericht jedoch an, dass es - vornehm ausgedrückt - etwas ruhig zwischen ihnen geworden ist. "Sabine hat kein Wort mit mir geredet. Ich wünsche mir trotzdem, dass unser Umgang irgendwann entspannter wird", sagte Davidson dazu. "Außerdem hoffe ich, dass sie einen Weg findet, um wieder glücklich zu werden." Das wiederum kann der geschiedene Partner, der seit Jahren kein Geheimnis aus seiner Freundin, Frau Dr. Ursula Maus, macht, auch recht locker sagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Uschi und Charly freuen sich schon auf die nächsten Wochen nach dem für beide so sehnlichst erwarteten Urteil. "Ab sofort bin ich ein freier Mann. Jetzt startet die Hochzeitsplanung", sagte Davidson LIVESTYLE.  Freunde der beiden gehen davon aus, dass sich Charly und seine Uschi schon noch vor Weihnachten das Ja-Wort geben werden. Ob Sabine wohl zur Hochzeit kommt?&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-6228637109498971928?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/6228637109498971928/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=6228637109498971928' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6228637109498971928'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/6228637109498971928'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/03/2005-11-06-davidson-ab-sofort-ein.html' title='2005-11-06 | Davidson: Ab sofort ein freier Mann'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-2092536703922333879</id><published>2009-02-16T03:08:00.000-08:00</published><updated>2009-09-20T09:50:51.995-07:00</updated><title type='text'>2004-02-16 | Davidsons Freundin: "Ich war unter Beschuss"</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;(Berlin) - Unabdingbare Bedingung einer außerehelichen Affäre, so sollte man meinen, ist, dass sie im Geheimen stattzufinden hat. Für Ursula "Uschi" Maus und ihren Weggefährten und Demnächst-Ehemann Charly Davidson lief das im vergangenen Sommer etwas anders: Das Paar zierte die Titelseiten aller Klatschmagazine. Daber bereitete die 45-Jährige damals gerade ganz seriös ihre Doktorarbeit vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Rollenverteilung war klar: Davidson, verheiratet und Vater von zwei Kindern war der schwache Tunichtgut, der den Lockungen seiner Versucherin Uschi Maus nicht zu widerstehen vermochte - aber eigentlich ein cooler Hund. Das Verhalten der Kommunikationsexpertin, obzwar Privatsache, wurde allerorts kommentiert und verurteilt, sie galt als "Ehebrecherin" und Schlimmeres.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem Interview mit dem LIVE-Magazin kritisiert Ursula Maus nun, dass sich überwiegend Frauen, zumeist Fans von Davidson, gegen sie gewendet hätten: "Ich war ohne Zweifel unter Beschuss. Ich habe dabei wirklich am eigenen Leib gespürt, was es heißt, von Frauen verurteilt zu werden. Es sind Frauen, die Frauen einschränken. Es sind Frauen, die den Stab über Frauen brechen. Von Männern gab es überhaupt keine Reaktion, die gingen damit ganz normal um. Ich finde das wirklich traurig."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Charly Davidson hatte jüngst in einem Zeitungsinterview bedauert, seine Uschi nicht gegen die Hetze in Boulevardmedien verteidigt zu haben. "Frauen haben historisch gesehen immer das Nachsehen in solchen Angelegenheiten", sagte Davidson. Auch die Bilanz von Ursula Maus fällt kulturpessimistisch aus: "Wir Frauen behaupten immer, wir wollten den Männern gleichberechtigt sein. Aber Männer sitzen nicht rum und zicken einander an. Dieses Konkurrenzdenken find ich zum Kotzen. Es gibt keine Solidarität unter Frauen."&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-2092536703922333879?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/2092536703922333879/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=2092536703922333879' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2092536703922333879'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2092536703922333879'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/02/2004-02-16-davidsons-freundin-ich-war.html' title='2004-02-16 | Davidsons Freundin: &quot;Ich war unter Beschuss&quot;'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-8829470338525503894</id><published>2009-02-13T03:31:00.001-08:00</published><updated>2009-04-04T13:19:27.606-07:00</updated><title type='text'>1994-05-10 | Der schweigsame Sänger</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SZVc6aNVKPI/AAAAAAAAAU4/ZbATKY0l56k/s1600-h/TG+Late+Night.bmp"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 140px; height: 105px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SZVc6aNVKPI/AAAAAAAAAU4/ZbATKY0l56k/s400/TG+Late+Night.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5302246294836029682" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Niemand weiß so genau, was Charly Davidson gelegentlich umtreibt, aber eines ist deutlich: Der Mann hat nach mehr als einem Jahrzehnt Musikkarriere hin und wieder keinen Bock auf Smaltalk und Wischi-Waschi-Fragen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;(München) - Zwischen Talkshow-Diva Thomas Gottschalk und seinen Gästen gibt es, wie so oft im Privatfernsehen, einen Deal: Der Promi kommt in seine Show, beide reißen ein paar Witzchen, ein neuer Film oder eine neue Platte werden beworben. Die Talkshow-Quote stimmt, die Zuschauer lachen, kaufen Platte oder Kinokarte und am Ende haben alle was davon.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Meistens ging dieser Deal auf, denn Auftritte publicitysuchender Stars sind so vorhersehbar wie die Feuchtigkeit des Regens, doch das Ergebnis sind oft öde langweilige Shows. Dass selbst ein oberflächlicher Gastgeber wie Thomas Gottschalk beim Livegespräch geistesgegenwärtig schnell erstarkt und wahre Improvisationsfähigkeit zeigt, wenn es mal nicht so läuft, hat er gestern wieder einmal bewiesen. Sein Gast: Charly Davidson.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der charismatische 36-jährige Sänger, seit mehr als einem Jahrzehnt in der deutschen Musikszene nicht mehr wegzudenken und seit fünf Jahren auch weltweit erfolgreich mit seiner Lounge-Musik, entsagte zu Jahresanfang dem Showrummel, ließ sich zum Beweis seiner Sinnkrise einen Zottelbart wachsen und will nun als Literat neu beginnen. PR-Gag oder die Wahrheit? Das galt es gesten Abend für Gottschalk zu ergründen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Bei HARIBO-Thomas demonstrierte Davidson, wie man einen Talk-Profi durch Redeverweigerung fast ausknocken kann: Davidson, unter seiner massiven Gesichtsbehaarung und einer Sonnenbrille fast schon aussah wie das vierte Bandmitglied von ZZ TOP, kaute Kaugummi, nuschelte unverständlich und verweigerte sich Gottschalks Schwatz-Angeboten. Der versuchte es zuerst mit Schmeichelei, pries Davidsons aktuelle Produktion, das Album ”Massenkampf”. "Danke", lautete die spröde Antwort.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Gefragt, ob er sich mit seinem Zottelbart wohlfühle, antwortete Davidson: "Wieso?". Gottschalk wurde bissiger, verglich Davidsons Aussehen mit dem eines Waldschrats. "Ich wurde gezwungen hier zu sein", murmelte der Gast genervt. Gottschalk stichelte: "Du scheinst mir aber heute nicht wirklich hier zu sein". Woraufhin Davidson, sein Kaugummi aus dem Mund nahm und es auf Gottschalks Tischplatte klebte. "Reicht das als Beweis?", fragte er den Talkmaster.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ob es Davidson mit dem Ausstieg aus dem Deutsch-Rock ernst ist oder er sich nur an einer Eulenspiegelei versucht - darüber wurde schon mehrfach spekuliert. Vermutungen, sein Wandel vom Sänger zum Exzentriker sei nur eine PR-Maßnahme, wies eine Sprecherin seiner Plattenfirma GLOBA jüngst zurück. "Der Wechsel von einer Karriere zu einer anderen läuft nie ohne Brüche ab", hieß es in einer Erklärung. "Aber wir sind sicher, dass Charly seine musikalischen Interessen weiter verfolgen wird, allen negativen Reaktionen zum Trotz."&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-8829470338525503894?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/8829470338525503894/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=8829470338525503894' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/8829470338525503894'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/8829470338525503894'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/02/1993-05-10-der-schweigsame-sanger.html' title='1994-05-10 | Der schweigsame Sänger'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/SZVc6aNVKPI/AAAAAAAAAU4/ZbATKY0l56k/s72-c/TG+Late+Night.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-4980288060130120867</id><published>2009-02-05T23:27:00.000-08:00</published><updated>2009-07-30T05:45:24.568-07:00</updated><title type='text'>2008-09-15 | Davidson verärgert über Krankheitsgerüchte</title><content type='html'>&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die ILLUSTRIERTE schreibt in ihrer heutigen Ausgabe:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson wurden vor weniges Tagen über die Presse ernsthafte gesundheitliche Probleme nachgesagt. Jetzt hat sich der Mann, der sich gerne selbst einmal als "launisches Miststück" beschreibt, zu Wort gemeldet und schlägt dabei ungeahnt ernste Töne an. Er verbete sich das Krankheits-Gerede: Es stehe dabei viel auf dem Spiel.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Berlin - "Diese Gerüchte sind geeignet, meine Karriere zu zerstören, denn wenn ich krank wäre, dann könnte ich keine Promotion für mein neues Album machen, das jetzt gerade fertig gestellt wird. Ganz zu schweigen vom mittelbaren Schaden für meine Firma, die gerade im Gaming-Bereich derzeit wichtige Produktionen entwickelt", sagte Davidson dem Branchendienst MUSICSHOPPER. Immer wieder wurde&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; in deutschen Zeitungen und Zeitschriften&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, zuletzt vor gut einer Woche in NEU &amp;amp; AKTUELL, darüber spekuliert, ob der auffallend schlank gewordene 50-Jährige, der Diabetiker ist, möglicherweise unter weit ernsthafteren gesundheitlichen Problemen leidet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Letzter Auslöser war eine E-Mail Davidsons, in der er seinen Mitarbeitern erklärte, er ziehe sich bis Anfang 2009 aus der Leitung seines Musik- und Medialabels CBQ zurück. Davidson weist gesundheitliche Probleme als Grund hierfür nun entschieden zurück. Immerhin wirkt im ohnehin sensiblen Musikbusiness, gerade angesichts der derzeiten Wirtschaftskrise, die ernste Erkrankung eines charismatischen Business-Lenkers unter Umständen geschäftsschädigend.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Davidson, obschon natürlich vollkommen gesund, wie er erklärte, gab sich dennoch verständnisvoll: Er habe selbst einige Erfahrung mit kranken Musikkollegen, verstehe, dass sich Fans und Medien unter Umständen große Sorgen machen würden. Er aber trainiere sich seine Pfunde ab, um demnächst ein neues Flugabenteuer zu wagen; Davidson (größter Hit ist der Song "Überflieger") ist seit Jahren passionierter Gleitschirmflieger.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Manche Abende sitze er mit einem würzigen indischen Gericht und einem Bier zu Hause und plane seine neuen Projekte, sagte der international erfolgreiche Muaiker und Komponist. Ganz besonders liebe er zur Zeit indisches Hühnchen mit Curry, Spinat und Pilzen. Gleichwohl habe der der Verlagsleitung der Zeitschrift NEU &amp;amp; AKTUELL einen Brief geschrieben und bessere journalistische Sorgfalt angemahnt.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-4980288060130120867?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/4980288060130120867/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=4980288060130120867' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/4980288060130120867'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/4980288060130120867'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/02/2008-09-16-davidson-verargert-uber.html' title='2008-09-15 | Davidson verärgert über Krankheitsgerüchte'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-2971698481501860873</id><published>2009-01-20T03:26:00.001-08:00</published><updated>2009-09-20T09:48:11.014-07:00</updated><title type='text'>2008-01-20 | Der Sänger und seine Professorin: LIEBES-AUS?</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ER - der Musik-Macho &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;("Überflieger") &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;mit Zigarrillo, Gleitflug-verrückt. Typ: rauh, aber herzlich. SIE - schön, klug und als Kommunkationsexpertin sowie Professorin megaerfolgreich. Die von ihrer Firma &lt;a href="http://www.umamedia.nl/"&gt;U-MA MEDIA&lt;/a&gt; produzierten Werbespots kennen Millionen von TV-Zuschauern. GEMEINSAM WAREN SIE EIN TRAUMPAAR.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Jetzt kommt wahrscheinlich die Trennung. Man hört zwischen Charly Davidson (50) und Uschi Maus (48) sei alles aus! ZEITUNG erfuhr: Die beiden sollen sich getrennt haben. Sieben Jahre lang waren sie das Power-Paar der Show-Welt. Bei einem Autorennen am Nürburgring hatten sich der Sänger und die Dozentin an der Folkwang Hochschule einst kennen und wenige Monate danach lieben gelernt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Für sie verlies er seine erste Ehefrau und die Kinder. Jetzt gibt es wohl das überraschende Liebes-Aus, auch wenn es zwischen den beiden schon vorher ab und zu krachte ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Charly Davidson hatte zuletzt in einem Interview mit der Zeitschrift ZERO zugegeben, dass er oft abhaut, wenn es mit Uschi Streit gibt. "Sie wird ziemlich laut und in ihrer Wortwahl dann auch sehr deutlich."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ER nannte sie privat: "Meine Maus" oder "die Expertin". SIE ihn einfach "Charly". Wenn Unheil drohte, auch schon mal "Karl". Es war ein ständiges Kräftemessen zwischen dem energiegeladenen Pärchen, bei dem nun wohl die Liebe verloren hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Dr. Uschi Maus war mit ihrer Tochter Doreen von Berlin extra wegen Charly nach Thüringen gezogen. Denn der wollte nicht aus seiner neuen Heimat, die er 1991 fand, weg. Jetzt soll sie, so erfuhr die ZEITUNG, schon einige Zeit in Leipzig leben - getrennt von ihrem Charly.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-2971698481501860873?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/2971698481501860873/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=2971698481501860873' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2971698481501860873'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/2971698481501860873'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/01/2008-01-20-der-snger-und-seine.html' title='2008-01-20 | Der Sänger und seine Professorin: LIEBES-AUS?'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-1257655368027071710</id><published>2009-01-15T01:41:00.000-08:00</published><updated>2009-02-05T23:49:41.566-08:00</updated><title type='text'>2008-09-11 | Davidson ernsthaft erkrankt?</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Er war abgemagert, blass geworden, ein Verfall war augenscheinlich. Doch Musiker Charly Davidson erklärte noch Anfang Juni, er sei nicht krank, er trainiere nur verstärkt und wolle Gewicht abnehmen. Es war vermutlich eine Notlüge, denn jetzt zieht sich der Musiker doch aus persönlichen Gründen bis Anfang nächsten Jahres aus der Leitung seines Musik- und Medialabels CBQ zurück. "In der kommenden Wochen möchte ich mich auf die Fertigstellung meines Albums TOR konzentrieren und einige private Dinge, die ich schon lange plante, angehen.", schrieb Davidson in einer E-Mail an seine Mitarbeiter.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Davidson gilt als charismatischer Lenker des von ihm 1996 mitgegründeten Plattenlabels. 2000 verlies er CBQ, nach seiner Rückkehr 2004 bewahrte er es vor dem Ruin und verschaffte ihm mit dem Musikverlag 'Worte &amp;amp; Musik' und der Zusammenarbeit mit rWs-Music neue Standbeine. Bereits 1999 wurde bei ihm jedoch Diabetis-II festgestellt, 2003 kam eine seltene Tremor-Form des rechten Arms hinzu, die erfolgreich behandelt wurde. Im Sommer noch spielte das Plattenlabel Berichte über einen unnormal schnellen Gewichtsverlust von Davidson herunter.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Zu Davidsons E-Mail gab es von CBQ-Sprechern jetzt keine weiteren Informationen. Es hieß aber, Geschäftsführer Peter Paul Gabriel werde während Davidsons Abwesenheiten dessen Aufgaben wahrnehmen. Davidson selbst betonte, er werde an großen strategischen Entscheidungen beteiligt bleiben und Anfang 2009 in das Unternehmen zurückkehren.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5686943060327352438-1257655368027071710?l=maxikilian.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://maxikilian.blogspot.com/feeds/1257655368027071710/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5686943060327352438&amp;postID=1257655368027071710' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/1257655368027071710'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5686943060327352438/posts/default/1257655368027071710'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://maxikilian.blogspot.com/2009/01/2008-09-11-davidson-ernsthaft-erkrankt.html' title='2008-09-11 | Davidson ernsthaft erkrankt?'/><author><name>rainerWsauer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13967052938766529190</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/TG4-GieMXsI/AAAAAAAAB5w/OiOYsfQvPDU/S220/rainerWsauer.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5686943060327352438.post-3107308450437486534</id><published>2009-01-04T21:49:00.001-08:00</published><updated>2010-07-29T22:41:23.662-07:00</updated><title type='text'>1991 | Fünf Berichte aus der Presse ...</title><content type='html'>&lt;u&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:arial;" &gt;... zu einem Autounfall auf der Autobahn A 66 bei Bischofsheim:&lt;/span&gt;&lt;/u&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S0M3xHHRYMI/AAAAAAAABT4/gZnoTyt_vz4/s1600-h/ChD+Brennendes+Auto.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 206px; height: 137px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S0M3xHHRYMI/AAAAAAAABT4/gZnoTyt_vz4/s400/ChD+Brennendes+Auto.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423239693146874050" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[1] &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;u&gt;Unfall auf der A66:&lt;/u&gt; Zwei Schwerverletzte nach Fahrerflucht. Polizist bei Nachfolgeunfall tödlich verletzt.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;(Photo: Das brennende Fahrzeug / Bild: dpa)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Frankfurt/Main - Bei einem Unfall mit Fahrerflucht auf der Autobahn Frankfurt-Hanau (A66) sind am Karfreitag bei Bischofsheim zwei Menschen schwer verletzt worden. Ihr Wagen war von einem schnell überholenden gelben Sportcoupé erfasst worden und in Flammen aufgegangen, wie die Polizei berichtete. Während der Unfallverursacher zu Fuß über ein Feld flüchtete, retteten andere Autofahrer die Insassen des anderen Wagens in letzter Minute aus ihrem Fahrzeug. Der 30 Jahre alte Fahrer wurde lebensgefährlich und seine 26 Jahre alte Beifahrerin schwer verletzt. Die Trümmer wurden über 300 Meter weit auf der Autobahn verteilt. Wer am Steuer des Sportcoupés saß, steht nicht genau fest. Der Halter des Wagens nannte der Polizei einen möglichen Fahrer. Die Suche nach diesem verlief aber zunächst ergebnislos. Ein Polizist kam während des Absicherns der Unfallstelle auf der A 66 umd Leben, als er von einem Transporter erfasst und tödlich verletzt wurde. Wie die Polizei mitteilte, war der 31-Jährige mit den Absperrarbeiten beschäftigt gewesen, als ein 41-Jähriger mit seinem Fahrzeug ins Schleudern geriet. Obwohl der Polizist noch versuchte, sich mit einem Sprung über die Leitplanke zu retten, konnte er dem Transporter nicht mehr ausweichen. Der 31- Jährige erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Die Autobahn A66 war in Richtung Hanau vier Stunden lang gesperrt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a style="font-family: arial;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S0M38wUOK6I/AAAAAAAABUA/AY_EI09rZ-Y/s1600-h/ChD+Sportcoupe.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 206px; height: 137px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S0M38wUOK6I/AAAAAAAABUA/AY_EI09rZ-Y/s400/ChD+Sportcoupe.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423239893185604514" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[2] &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;&lt;u&gt;Nach Fahrerflucht:&lt;/u&gt; Rocksänger unter Verdacht&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;(Photo: Wagen des Unfallverursachers auf A66 / Bild: dpa)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;  &lt;span style="font-family:arial;"&gt;Frankfurt/Main -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein bekannter Frankfurter Musiker ist von der Polizei festgenommen worden, da er im Verdacht steht, das Auto gefahren zu sein, das am Abend des Karfreitags für einen schweren Unfall verantwortlich war. Bei diesem Mann soll es sich um Rocksänger Charly Davidson handeln - ein zweifellos schillernder Name im Musikgeschäft. Davidson stehe im Verdacht, beim schnellen Überholen ein anderes Auto touchiert zu haben, das daraufhin in die Leitplanke raste und in Brand geriet, erklärte ein Polizeisprecher. Die beiden 30 und 26 Jahre alten Insassen des anderen Autos wurden durch schnell reagierende Verkehrsteilnehmer aus dem brennenden Wrack befreit und landeten schwerverletzt im Krankenhaus, der Unfallfahrer flüchtete zu Fuß. Bei einem Nachfolgeunfall starb ein 31-Jähriger Polizist bei Absichern der Unfallstelle. Der Halter des ursächlich den Unfall verursachenden gelben Sportcoupés, einem PS-starken Toyota-Modell, gab Davidson als Fahrer an.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[3] &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;u&gt;Nach Unfall mit Fahrerflucht in Frankfurt:&lt;/u&gt; Charly Davidson sitzt unter Verdacht in U-Haft&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Frankfurt/Main - Ostersonntag war er festgenommen worden, sitzt seit dem in einer Frankfurter JVA in Untersuchungshaft: der  Frankfurter Rocksänger Charly Davidson. Polizeisprecher Jochen Hartmann bestätigte , dass Davidson am Ostersonntag in seinem Tonstudio in Hanau-Stenheim ausfindig gemacht und festgenommen wurde. Gegen eine Kautionsleistung von 50.000 DM sollte er wieder auf freiem Fuß kommen, dies wurde jedoch wegen Verdunklungsgefahr abgelehnt. Zu näheren Details wolle sich die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht äußern, so Hartmann. Wobei andere Polizei-Mitarbeiter der BILD-Zeitung gegenüber offenbar auskunftsfreudiger waren, denn das Blatt berichtet von Indizien, die gegen Davidson sprächen, der nach seiner Festnahme behauptet habe, nicht gefahren zu sein. So soll es Blutspuren im Fahrzeug, einem Toyota Celica Supra Sportcoupé geben, ein Mitarbeiter einer  Tankstelle auf der Hanauer Landstraße habe ihn erkannt, bei dem Davidson unmittelbar vor dem Unfall mit dem auffälligen gelben Sportcoupé etwas eingekauft habe soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hartmann betonte ausdrücklich, dass gegen Davidson lediglich ermittelt werde - ob er tatsächlich gefahren ist, dahinter stehe ein dickes Fragezeichen, denn bei der Polizei habe sich auch eine Person gemeldet, die angab, in den Unfall involviert gewesen zu sein. Dies habe letztendlich zur Freilassung gegen Kaution geführt. Die beiden Unfallopfer schweben mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr, haben aber schwerste Knochenbrüche und Brandverletzungen davongetragen. Die Beifahrerin erlitt Verbrennungen und Knochenbrüche. Ärzte mussten ihr mehrere Finger und Teile einer Hand amputieren, möglicherweise verliert die junge Frau sogar den ganzen Arm. Ihr Freund, der am Steuer saß, liegt mit gebrochener Wirbelsäule auf der Intensivstation. Seine Milz ist zerstört, er hat Einblutungen in die Leber.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S0NAdsjPMLI/AAAAAAAABUI/CP5Zd_B_ObM/s1600-h/ChD+Davidson+1991.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 170px; height: 125px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1MB4MKmaTc8/S0NAdsjPMLI/AAAAAAAABUI/CP5Zd_B_ObM/s400/ChD+Davidson+1991.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423249255203549362" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[4] &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;u&gt;Davidson:&lt;/u&gt; Ja, ich habe im Auto gesessen, bin aber nicht gefahren&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;(Photo: Charly Davidson / Bild: dpa/archiv)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Frankfurt/Main - Neues vom Horror-Unfall am Karfreitag auf der A66: Rocksänger Charly Davidson hat gegenüber der Polizei offenbar zugegeben, im Unfallauto gesessen zu haben. Er habe aber angegeben, wegen Müdigkeit einen Bekannten ans Steuer gelassen zu haben, bevor man auf die Stadtautobahn nach Hanau gefahren sei. An den Unfall an sich könne er sich nicht mehr erinnern, habe Davidson der Polizei gesagt, hieß es. Weiter erklärte er, dass er nach dem Unfall ausgestiegen und mehrere Stunden am Main entlang Richtung Hanau gegangen sei, bevor ein weiterer bekannter ihn abgeholt und nach Hanau-Steinheim in sein Tonstudio gebracht habe. Zuvor hatte die Polizei bereits mitgeteilt, dass Davidson nach dem Unfall am Oberkörper blaue Flecken gehabt habe- genau an den Stellen, an denen der Gurt des Fahrers verläuft; sein Oberkörper sei übersät gewesen mit Hämatomen, versicherten Polizeiquellen. Inzwischen verschlechterte sich der Gesundheitszustand der Beifahrerin des Kleinwagens; sie wurde in ein künstliches Koma versetzt. Zuvor war ihr der linke Arm amputiert
